Großer Speikkogel (2120 m)

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Großer Speikkogel (2120 m)
Koralpe, Koralpenhaus, Hipfelhütte

Alpen, Lavanttaler Alpen, Kärnten.
Am Hang entlang....
Der Große Speikkogel liegt im äußersten Osten von Kärnten an der Grenze zur Steiermark, damit stellt der Gipfel den östlichsten Zweitausender der Alpen mit einer Asphaltstraße dar. Natürlich stellt sich die Frage, warum auf diesen exponierten Gipfel, der alle anderen der Koralpe deutlich überragt, eine Asphaltstraße führt. Die Antwort ist leicht gefunden, denn ganz oben befinden sich zwei große Radarkuppeln des österreichischen Bundesheeres, die Teil des Luftraumüberwachungssystems "Goldhaube" sind.
Zudem steht auf dem wenig nördlich vorgelagerten Steinschneider ein Sender, der dem Autor durch herumziehenden Nebel verborgen blieb. Ebenso führen einige Liftanlagen bis knapp unter den Gipfel. Die Radaranlage kann man bei gutem Wetter etwa von der Südautobahn (A2) oder auch aus dem Lavanttal erkennen.
Der Name Speik leitet sich von der Bezeichnung für verschiedene Alpenpflanzen ab, darunter fallen etwa der Echte Speik (auch Gelber oder Roter Speik), Zwerg-Schlüsselblume (Rossspeik, Gelspeik, Sauspeik), Petergstamm (Gelber oder Wilder Speik), Weiße Schafgarbe (Weißer Speik, Kuhspeik).
Laut der allseits beliebten Website salite.ch handelt es sich beim Großen Speikkogel um den dritthärtesten Anstieg Österreichs, direkt nach dem Großen Oscheniksee und dem Weißsee. Als Kombinationsmöglichkeiten bieten sich neben dem einfachen Griffner Berg auch die Weinebene, Klippitztörl, Diex, Packsattel oder Soboth an.
Für die Beschreibung danken wir Roli Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Ostanfahrt von Maildorf15,4 km1668 HmSchön: 4 SterneHart: 5 Sterne

Ostanfahrt von Maildorf  15,4 km / 1668 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Ostanfahrt von Maildorf
Im kleinen Maildorf, das nahe Sankt Stefan zwischen Wolfsberg und Sankt Andrä im Lavanttal liegt, beginnt einer der wohl härtesten Anstiege. Bereits in Wolfsberg oder Sankt Andrä weisen immer wieder Schilder den Weg Richtung Koralpe, wobei man hier auf den Zusatz „Waldrast” achten muss, da man sonst zum Sonnhof und nicht auf den Gipfel gelangt.
Nachdem man in die Straße Richtung Waldrast eingebogen ist, beginnt die Straße sofort zu steigen, doch noch geht es relativ gemächlich durch den Ort. Schon nach 700 m beginnt der Anfang vom Ende: Die Straße führt nach einer Rechtskurve geradeaus den Berg hinauf, und die Steigung erreicht zwölf Prozent und mehr. Obwohl man schon kurz danach eine weitere Rechtskurve und damit den Waldrand erreicht, geht die Steigung nicht mehr zurück. Nach der ersten Kehre zieht sich die Rampe noch bis zu einigen Häusern, wo es kurzzeitig etwas flacher wird, aber schon vor dem letzten Haus hat man wieder mehr als nur zweistellige Steigungswerte unter dem Rad.
Es geht kurvenarm und steil weiter, bis die Steigung bei Kilometer 2,7 auf Werte zwischen fünf und neun Prozent zurückgeht. Wenig später wird die Siedlung Rieding erreicht, und bereits bei Kilometer 3,1 stellen sich wieder die bereits gewohnten zwölf Prozent ein. Aus den folgenden beiden Kehren hat man einen tollen Überblick über die bereits gewonnenen Höhenmeter. Außer bei der Passage des Steinerbaches (nach Kilometer 4) in einer Rechtskurve lässt die Steigung vorerst nicht mehr nach, sie nimmt sogar noch zu.
Ab Kilometer 4,5 folgt ein langes Steilstück bis zur Waldrast (Kilometer 8,8) in dem man kaum einmal für 50 m Erholung findet. Hundert Meter und mehr bei 15 % stehen nun auf dem Speiseplan. Das unangenehmste Stück ist wohl die lange Gerade nach der dritten Kehre oberhalb von Rieding, doch auch nach der nächsten Kehre wird es nicht einfacher. Erst die nächsten drei Kehren, an deren Ende man das Gasthaus Wolfsgruber (1150 m Höhe) in einer Siedlung erreicht, versprechen kurze Linderung der Qualen.
Immer wieder passiert man einige Ferienhäuser und fragt sich wohl zurecht, ob diese auch im Sommer zu vermieten sind – kein Radfahrer würde hier wohnen wollen! Über drei Kehren erreicht man doch noch irgendwann das Gasthaus Waldrast (1420 m Höhe), aber immer noch fehlen 700 Höhenmeter bis zum Gipfel. Auf dem nächsten Kilometer hält sich die Steigung in Grenzen, denn zwei Flachstücke, die durch eine elf-Prozent-Rampe getrennt sind, stehen an. Im zweiten Flachstück fährt man an großen Parkplätzen für den Wintersport vorbei und direkt auf einen etwas komischen Turm mit der Aufschrift „Koralpe” zu. Doch ehe man heraus gefunden hat, was dieser Turm bringt – wohl den Zustieg vom Parkplatz zur Skipiste mittels Lift – knickt die Straße nach links und stellt sich wieder auf wie eine Wand.
Wenig später passiert man einen Brunnen in einer Linkskurve, und noch einmal geht es rechts um den Berg herum, bevor der Endpunkt der öffentlichen Straße bei der Hipfelhütte (Kilometer 11), um die sich bereits ein kleines Feriendorf gebildet hat, erreicht ist. An der hier befindlichen Kreuzung biegt man nach rechts zum oberen Parkplatz und gelangt nach einer Linkskurve zur Schranke mit einem Fahrverbotsschild und eine Zusatztafel „Gilt auch für Radfahrer”. Während der Woche ist hier wohl Endstation, aber am Wochenende, wenn viele Wanderer Richtung Gipfel strömen, kann man es wohl probieren.
In weiterer Folge zieht die Straße zunächst einfach gerade den Hang hinauf, bevor doch noch drei kleine Kehren folgen. Danach geht es am Hang entlang weiter, und erst auf der Skipiste muss man wieder direkter nach oben. Schließlich führt die Straße am Hang entlang bei weiterhin hohen Steigungsprozenten zum Koralpenhaus (1966 m Höhe, Kilometer 13,8).
Über zwei letzte, nochmals supersteile (20 %) Kehren erreicht man den Kamm zwischen Steinschneider und dem Großen Speikkogel und freut sich, wenn nicht so wie bei der Befahrung durch den Autor stürmischer Wind bläst, über die endlich nachlassenden Steigungsprozente auf den letzten 700 m der Auffahrt. Schließlich sind die beiden Radarkugeln erreicht, und nach der zweiten endet auch der Asphalt. Der Gipfel des Großen Speikkogels liegt noch etwa 20 Höhenmeter weiter oben, war aber bei der Befahrung wegen Nebels nicht zu erkennen.
Auf der Abfahrt ist im oberen Abschnitt aufgrund der Wanderer erhöhte Vorsicht geboten. Im Bereich unterhalb der Hipfelhütte wechselt Topbelag mit doch etwas holprigen Abschnitten.
Für die Beschreibung danken wir Roli Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: mikek Mail an Absender1 h 30 m 30 s30.08.2011
Mittlere Zeit: matej Mail an Absender2 h 06 m 50 s29.08.2010
Langsamste Zeit: 2 h 14 m 08 s07.05.2007