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Erste (längst nicht fertige) Version der OSM-Karten online! Danke an openrouteservice.org für die Unterstützung.

Gurnigelpass (1609 m)

Gurnigel. Blick von der Egg- Westumfahrung auf die Voralpenkette. November 2006

Auffahrten

Von TBone – Der eigentliche Passanstieg beginnt in Rüti bei Riggisberg (823 m). Da hier die ersten Rampen gleich ziemlich erbarmungslos sind, empfiehlt es sich, die Anreise zum Warmlaufen zu nutzen. Nach Rüti gelangt man entweder aus Riggisberg (200 Hm, 5 km), aus Rüschegg aus Richtung der Nordauffahrt (60 Hm, ca. 2,5 km) oder aber über eine Nebenstrecke aus Wattenwil (280 Hm,7 km). Letztere Variante hat es aber schon ziemlich in sich, verlängert aber den Anstieg bis zur Passhöhe auf insgesammt über 1000 Hm.
Der Abzweig in Wattenwil ist nicht ganz leicht zu finden. Im Ortszentrum hält man sich zunächst in Richtung Riggisberg. Am Ortsausgang nimmt man nicht die erste Rampe der Hauptstraße nach rechts, sondern vielmehr die kleine Nebenstraße geradeaus in Richtung Grundbach. Weiter folgt man der Ausschilderung Grundbach. Hier geht es zunächst 2 km mit ca. 10 % steil bergauf. Danach erreicht man ein schönes Hochtal, durch welches man auf leicht abfallender Strecke nach Rüti abfährt. In Rüti trifft man auf die Kantonstraße, die rechterhand aus Riggisberg kommt. Nach links sind es einige hundert Meter, bis beim Sägewerk von rechts die Querverbindung zur Nordauffahrt über Rüschegg und Riffenmatt einmündet. Geradeaus fährt man weiter Richtung Gurnigel. Nach einer leichten Linkskurve steht man nach weniger als einem Kilometer vor der ersten Rampe.
Am Gasthaus „Bären“, einem stilsicheren 70iger Jahre Wachbeton-Bau, kann man noch einmal die Kleider zurechtzupfen und den Kilometerzähler nullen. Auf den nächsten 2 km geht es dann richtig zur Sache. Durchweg mit zweistelligen Steigerungsprozenten gewinnt man über eine enge und drei weite Kehren zügig an Höhe, bis sich beidseitig der Straße eine kleine Anhäufung von Bauernhöfen zeigt. Hier geht die Steigung allmählich auf 5-7 % zurück.
Nun schlängelt sich die Straße durch den Mischwald, und bei Km 4,5 auf ca. 1100 m erreicht man das Hotel-Restaurant Gurnigelbad. Unmittelbar dahinter öffnet sich der Blick auf eine beieindruckende Gerade, die mit 13 % auf den folgenden 1,5 km gen Himmel strebt. In der Gegenrichtung ist dies eine High-Speed Strecke. Im quäldich-Forum wurde von Geschwindigkeiten an die 100 km/h berichtet. In dieser Fahrtrichtung allerdings respekt denen, die die Tachoanzeige zweistellig halten. Langsam geht dann die Steigung etwas zurück, bleibt aber nur knapp unterhalb der 9%-Grenze bis Km 6,5.
Von hier an sind es noch drei Kilometer bis zur Passhöhe, die im Übrigen zu keinem Zeitpunkt der Auffahrt sichtbar ist. Will man etwaige Mitstreiter abhängen, so kommt nun die ideale Stelle für eine Attacke, denn auf eine markante Rechtskurve folgt ein selektives Steilstück mit ca 12 % über 500 m. Wer sich hier absetzen kann, respektive hier abgehängt wird, dem stehen noch zwei einsame Kilometer mit durchschnittlich 8 % bis zum Gurnigel-Berghaus (1594 m) bevor. Ab dort sind es dann noch dreihundert Meter bei kaum merklicher Steigung bis zur eigentlichen Passhöhe an der Stierenhütte, einem bewirteten Alp-Betrieb.
Diese Auffahrt ist sicherlich die anspruchsvollste der drei Varianten. Die Steigung ist unregelmäßig, aber stets relativ hoch auf über 9 km. Leider ist an schönen Wochenendtagen die Strecke sehr stark von Auto- und Zweiradlenkern frequentiert, so dass man hier eigentlich nur bei schlechtem Wetter oder aber unter der Woche genussvoll fahren kann. In der Abfahrt ist sie ein Leckerbissen. Aber Vorsicht, man kann sehr, sehr schnell werden und die Strecke ist teilweise schlecht einsehbar! Motorradfahrer rechnen beim Überholen in den Kurven nicht unbedingt mit heranfliegenden Rennrädern.
86 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:38:06 | 01.10.2011
SUGI67
Mittlere Zeit
00:52:45 | 28.07.2007
giverolaguide
Dolce Vita
01:41:35 | 29.07.2016
bussi_ow
Von TBone – Diese Auffahrt ist eine echte Alternative zu der aus Nordosten. Ausgangspunkt ist Riffenmatt (1050m). Hierher gelangt man entweder aus Schwarzenburg (790 m, 9 km), leicht ansteigend durchs schöne Schwarzenburgerland oder aber aus Rüschegg. Aus Schwarzenburg kommend sollte maneinen kurzen Abstecher nach Guggisberg nicht verpassen. Die Aussicht von der mittelalterlichen Kirche hinüber in den Kanton Fribourg lohnt sich. Ab Guggisberg hat man auch die Egg vor Augen, da geht es am Ostrand später herüber. Nach kurzer Abfahrt erreicht man Riffenmatt.
Wer von Rüschegg anreist, hat 5 mäßig und einen hammerhart ansteigenden Kilometer vor sich. Aber Vorsicht! Es gibt unzählige Ortsteile von Rüschegg (-Gambach, -Heubach, -Eywald, -Hischhorn usw.), alle liegen in den Hügeln verstreut. Für uns führen alle Wege über Rüschegg-Graben. Bei dieser Anfahrt hat man linkerhand freien Blick auf das Zwischenziel Restaurant Schwarzenbühl, das als Vogelnest in der Ostflanke der Egg hängt. Der letzte Kilometer hat eine Durchschnittssteigung von ca. 15 %.
In Riffenmatt beginnt die eigentliche Auffahrt. Hier fährt man in Richtung Gurnigel in Richtung Süden aus dem Ort heraus. Kurz hinter der Mehrzweckhalle biegt eine Straße in Richtung Ottenleuebad nach Rechts ab. Sie würde die Möglichkeit bieten, die Egg und damit das bevorstehende Steilstück westlich zu umfahren und so zur Westanfahrt in Sangernboden (11 km) zu gelangen.
Nach Schwarzenbühl geht es weiter geradeaus über einen kleinen Hügel, und nach einer kurzen Abfahrt eine lange Gerade bei ca. 8% hinauf. Durch zwei Spitzkehren windet sich die Straße bei Km 1,5 weiter durch den Wald. Erst kaum, dann deutlich spürt man, wie die Steigung anzieht, um schließlich die 20%-Marke kurzfristig zu streifen. Kurz vor der steilsten Stelle steht am Straßenrand eine SOS Notrufsäule mitten in der Pampa. Vermutlich laufen hier regelmäßig Motoren heiß. Ganz automatisch will man Flüssigkeit nachtanken, was sich aber im quälenden Wiegetritt mehr als schwierig gestaltet.
Bei der nächsten Spitzkehre am Ferienheim ist dann das Schlimmste überstanden. Noch 800 m bei etwa 10% bis zum Hotel Schwarzenbühl (1456 m), dann kann man sich auf ebener Strecke das Laktat aus den Beinen kurbeln. Nach der Kreuzung des Skilifts erreicht man nach einem weiteren Kilometer die Schutzhütte des Skilanglaufzentrums. Von hier aus kann man die volle Pracht der Voralpenkette genießen.
Rechts geht es weiter nach Ottenleuebad (3 km, 1,5 km fester Schotter) und links in Richtung Gurnigel. Über Ottenleuebad gelangt man auch nach Sangernboden an der Westauffahrt.
In Richtung Gurnigel geht es nun stetig leicht abfallend über ca. 5 km bergab. Die Straße ist in einem Top-Zustand. Das gesamte Straßennetz hier oben ist von November bis April gesperrt und den Skilangläufern vorbehalten. Am Ende der Straße biegt man 1,5 km vor der Passhöhe in die letzen Kehren der Westanfahrt ein.
34 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:41:13 | 13.06.2013
rübezahl
Mittlere Zeit
00:54:03 | 16.09.2018
speed rene
Dolce Vita
01:03:00 | 20.09.2010
chris1967
Von TBone – Diese Anfahrt erscheint zunächst als die leichteste der drei Varianten, besticht allerdings durch eine unregelmäßige Abfolge von Anstiegen, Flachstücken und Zwischenabfahrten. Je nach physischer und psychischer Verfassung könnte das als „abwechslungsreich“ oder aber „zermürbend“ empfunden werden. Der Autor hat beides schon erlebt.
Ausgangspunkt ist das 860 m hoch gelegene Örtchen Zollhaus auf der Bern-Fribourgschen Kantonsgrenze. Er liegt an der Straße von Plaffeien hinauf nach Schwarzsee. Hier zweigt links die Straße in Richtung Sangernboden, Gurnigel ab. In den ersten Rampen kommt kurzfristig dchon Pässe-Feeling auf, wird aber auch gleich wieder im Keim erstickt, denn es folgt eine Abfahrt über ca. zwei Kilometer. Schließlich steigt die Straße wieder an, und bei Km 3,5 erreicht man Sangernboden (990 m).
Hier kann man links hinauf zur Westumfahrung abbiegen oder auch rechts über die kleine Brücke der Ausschilderung „Muscherenschwund“ folgen. Das ist der Anstieg zur Salzmatt, einer ca. 7 km langen Stichstraße hinauf auf fast 1700 m. Die obere Hälfte dieser Bergstraße ist für den Motorverkehr gesperrt und dank militärischer Nutzung tip-top asphaltiert. Oben befindet sich eine bewirtete Alphütte.
Zum Gurnigel fährt man durch Sangernboden geradeaus weiter. Die Straße steigt zunächst mäßig an, bis uns bei Km 5 die erste steile Serpentinengruppe mit ca. 10% auf 1150 m hinaufbringt. Jetzt wird es wieder flach, und die Straße führt uns in die Hengstschlucht – ein Seitental in Richtung Süden. Kurz vor dem Wendepunkt bei einer Bachbrücke steigt die Straße wieder stetig an und erreicht noch kurz 18%. Auf der anderen Talseite geht es unregelmäßig weiter hinauf. Über eine zweistellig ansteigende 3-fach Serpentinenkombination gelangt man immer noch im Wald zurück in das Haupttal – nun wird es wieder flach.
Auf 1400 m Höhe folgen nun 1,5 km ohne deutliche Steigung, vorbei am „Romantik- und Kurhotel“ Schwefelbergbad. Von hier aus erahnt man auch zum ersten Mal die Passhöhe und hat freie Sicht auf den Schlussanstieg, der direkt nach einer letzten Brücke über die „kalte Sense“ beginnt. Kurzzeitig wird es noch mal richtig knackig, nach der Einmündung der Trasse aus Richtung Schwarzenbühl wird die Steigung aber deutlich humaner. Von hier sind es noch eine Spitzkehre an der unteren Gantrischhütte und 1,5 km zur sogenannten Wasserscheide. Hier ist man eigentlich schon am Ziel, auch wenn es zur höchsten Stelle an der Stierenhütte noch flache 800 m auf der Scheitelstrecke sind.
43 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:39:54 | 13.09.2011
Chlefu
Mittlere Zeit
01:02:48 | 30.06.2018
RogerJungo
Dolce Vita
01:22:20 | 19.05.2018
Earlito

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