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Erste (längst nicht fertige) Version der OSM-Karten online! Danke an openrouteservice.org für die Unterstützung.

Haleakala (3048 m) Haleakala Summit

Haleakala aus der Luft

Auffahrten

Von jlf_cleaner – Die direkteste Möglichkeit zum Erklimmen der 3000 Höhenmeter des Haleakala bietet sich vom Ort Pa'ia aus, der an der Nordküste knapp über Meeresniveau liegt. Man sollte sich einen ganzen Tag freinehmen, denn zusammen mit Pausen und der Abfahrt kommen schnell acht Stunden zusammen. Klares Morgenwetter kann mittags von Wolken verdrängt werden, sodass man sich auf einen weiten Temperaturbereich einstellen sollte. Lange Handschuhe für die Abfahrt sind ideal.

Die Auffahrt startet an der Kreuzung von Hana Highway und Baldwin Avenue im Ortszentrum von Lower Pa'ia und beginnt mit einem elf Kilometer langen Anstieg nach Makawao über 480 Höhenmeter. Dort kann man im Rodeo General Store seine Vorräte aufstocken und fährt daraufhin über die Kreuzung auf die Olinda Road. Hier gilt es einen der wenigen steilen Abschnitte mit etwa 10 % zu bewältigen; so steil wird es erst wieder unmittelbar am Gipfel.
Bei Kilometer 13 biegt die Route rechts ab in die Hanamu Road und man überbrückt einen guten Kilometer auf einem leicht abfallenden Zwischenstück, bevor man endlich links auf den Haleakala Highway einbiegt. Auf dem Highway geht es weiter bergauf, bis man nach 6,5 Kilometern den Ort Kula erreicht, wo das allgemeine Interesse den Wasserhähnen hinter dem Kula Market Place auf der rechten Straßenseite gelten sollte. Unbedingt sollte man nach den absolvierten 1000 Höhenmetern seine Flaschen auffüllen, denn die nächste Gelegenheit gibt es erst am Eingang zum National Park auf über 2100 Metern Höhe.
Kurz darauf biegt bei Kilometer 22,7 links die Crater Road ab, die ohne weiteren Abzweig bis zum Gipfel führt. In den nun folgenden 22 weit ausladenden Kehren werden 700 Höhenmeter überwunden. Die Crater Road ist hervorragend asphaltiert und verfügt über einen breiten Seitenstreifen, sodass man trotz Tourismusverkehr nicht zu sehr in Bedrängnis geraten sollte. Im Verlauf dieses Abschnitts verändert sich die Landschaft bereits wesentlich.
Nach den Kehren geht es nordostwärts den Berg hinauf, wo bei Kilometer 39 zunächst die 2000-Höhenmeter-Marke und gleich darauf der Parkeingang erreicht wird. Als Radfahrer muss man nun $ 8 Eintritt bezahlen; falls man die Tage zuvor schon mit dem Auto oben war, kann man dieses Ticket wieder verwenden. Nach zwei langgezogenen Kurven taucht linker Hand das Verwaltungszentrum des Parks auf, in dem man auf der Toilette seine Flaschen füllen kann. An Nahrungsmitteln gibt es lediglich gesalzene und schokolierte Macadamia-Nüsse!
Zum Gipfel müssen noch acht Kehren mit langen Geraden dazwischen gefahren werden, außerdem fehlen noch 900 Höhenmeter. Bei meiner Auffahrt war der Wind hier oben enorm stark, sodass die Kehren abwechselnd von Schieben und vom-Rückenwind-schieben-lassen gekennzeichnet waren. Am Kalahaku Overlook bei Kilometer 53 kann man bereits einen Blick in den Krater erhaschen.
Bei Kilometer 56 steht man schließlich auf dem Parkplatz des Besucherzentrums. Die dortige Aussichtsterrasse in den Krater hinein sollte man auf keinen Fall auslassen. Und schafft man auch die folgenden 1000 Meter, so steht man mit seinem Rad auf dem Parktplatz des Pu'u 'Ula 'Ula und kann es noch die letzten Stufen bis zum Gipfel hoch tragen. Der Blick hier oben ist in der Regel wolkenfrei und sollte für alle Strapazen entschädigen.

Die Abfahrt folgt exakt dem gleichen Weg des Anstiegs. Hier oben ist es üblicherweise 10 bis 15 Grad kälter als am Strand, und die Winde können die gefühlte Temperatur weiter senken. Lange Handschuhe und Windschutzkleidung sollten selbstverständlich sein, um heil unten anzukommen. Sonst kann man sich von einem Auto mit nach unten nehmen lassen, aber die Abfahrt ist doch auch eine Belohnung – und doch wünscht man sich irgendwann, sie sei endlich vorbei...


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Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
05:39:58 | 09.11.2016
EigentlichMountainbiker
Dolce Vita
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