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Hehuanshan (3275 m) Wuling Pass, Hohuanshan, Central Cross Mountain Highway

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Auffahrten

Von harakiri – Der Bahnhof Xincheng nahe Hualien dient als Ausgangspunkt für diese Auffahrt. Erreichbar am einfachsten per Zug. Bei den Taxipreisen in Taiwan kann man durchaus auch über eine Anfahrt mit dem Taxi nachdenken. Alternativ könnte man auch mit dem Flugzeug von Taipei oder Kaohsiung nach Hualien fliegen – kostet mit 30 bis 40 € auch nicht viel mehr als der Zug, und bei manchen Fluglinien ist auch die Radmitnahme kein unlösbares Problem.
Vom Bahnhof Xincheng startend biegt man links ab auf den Highway 8, passiert ein Zementwerk und erreicht beim Eingang in den Taroko-Nationalpark den offiziellen Beginn des 86 km langen Anstiegs. Zuerst geht es bis Tienxiang nur mäßig bergauf durch die Taroko-Schlucht, die genossen werden kann. Und wie! Wahrlich ein Juwel der Natur. Sich hier Zeit zu lassen, ist Pflicht! Hier kommt auch ohne Rad so ziemlich jeder Taiwan-Tourist her.
In Tienxiang dann die zum Zeitpunkt des Autors letzte Möglichkeit bis Kuan Yuan, Verpflegung zu kaufen – kann sein, dass das im Sommer besser ist. Genug Wasser dabei zu haben kann allerdings trotzdem nicht schaden. Kurz nach Tien Xiang ist das Nobelhotel Silks Place Taroko zu finden. Eine Übernachtung hier (ca. 200 €) übersteigt das Budget des Autors. Außerdem gibt es weiter oben auch noch Herbergen für all jene, die die Inselquerung nicht als Hammertour an einem Tag fahren wollen.
Ab Tien Xiang geht es dann auch ernsthaft bergauf. Angenehme Steigungen, die noch keine Kompaktkurbel erfordern würden, und Flachstücke wechseln sich ab. Die Steigleistung hier ist bedeutend geringer, als man es vom Pässefahren in den Alpen gewohnt ist. Das kann aber auch an der Januar-Form liegen. Alle 500 Höhenmeter findet sich auch ein Schild, wie weit es denn noch bis zum nächsten ”Meilenstein“ ist. Und es ist jeweils verdammt weit! Die abenteuerliche Straße (siehe Fotos) windet sich am Hang entlang immer höher und durchquert auch einige kleine Tunnel.
So klettert man hoch bis fast 2500 m um dort dann wieder 200 Höhenmeter in einer Zwischenabfahrt zu verlieren. Kurz danach erreicht man Kuan Yuan. Hier gibt es eine kleine Polizeistation und – über eine kleine Seitenstraße zu finden – eine Jugendherberge. Der Autor hat hier ein Bett im Schlafsaal für umgerechnet 10 € gebucht (über Hostelling International gefunden). Die Bude ist nicht geheizt... das kann im Winter ungemütlich werden; die Decken sind aber verdammt dick, so war der Schlaf ganz gemütlich. Der mit ein paar Taiwanesen verbrachte Abend, die hier auf Saufausflug waren, war auch ganz unterhaltsam.
Insgesamt hat die Querung der gesamten Insel 9 h reine Fahrzeit beansprucht – mit guter Physis wäre die Tour also auch an einem Tag zu schaffen. Der höhenunerfahrene Autor hat das aber Gottseidank nicht gemacht. So geht es am nächsten Morgen wieder aufs Rad. Auf 2350 m wird also die heutige Etappe gestartet. Die ersten Höhenmeter vergehen recht schnell. Rechts gibt es eine Abzweigung, wo man ins Tal nach Yilan fahren kann – dem Autor unbekannte Strecke.
Dann schockt ein Schild: ”2500 m. 3000 m: 6 km“. Also genau jetzt wo die Luft dünn wird, wird die Straße steil. Die Steigung ist genauso gleichmäßig wie bis hierher: Gar nicht. Keuchend geht es nach oben. Für den Autor ist es der zweite Anstieg nach der Ostanfahrt des Monte Zoncolan, an dem Pausen notwendig sind. Es wird richtig hart hier, und die Frage nach den Härtesternen erübrigt sich.
Auf knapp 3200 m glaubt man dann schon oben zu sein. Aber nein: Es geht nur kurz bergab zur Song-Xue-Lodge – einer Herberge auf knapp 3150 m über dem Meeresspiegel. Danach geht es noch einmal ein paar Minuten richtig steil bergauf, doch dann ist es endgültig geschafft, und man kann Taiwans Bergwelt endgültig genießen.

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