Jeanbrenin (1104 m)

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Jeanbrenin (1104 m)

Jura, Schweizer Jura, Bern.
Jeanbrenin ist ein kleiner und ziemlich unbedeutender Passübergang, welcher Corgémont im Tal der Suze mit dem Städtchen Tramelan verbindet. Er liegt somit im französischen Teil des Berner Juras und überquert die zweite Jura-Hügelkette.
Er befindet sich zwischen dem für seine stromerzeugenden Windräder bekannten Mont Soleil und dem verkehrstechnisch wichtigen Col de Pierre Pertuis. Es ist eine sehr einsame und landschaftlich wunderschöne Gegend fernab der Zivilisation. Die Gehöfte hier oben wurden ursprünglich von den Wiedertäufern gebaut. Diese wurden nämlich im 18. Jahrhundert im deutschsprachigen Teil der Schweiz verfolgt und vertrieben. Einige flüchteten sich hierhin, wo sie sich im dichtbewaldeten Gebiet auf dem Hügelkamm in Sicherheit fühlten.
Heute gehört das Gehöft Jeanbrenin zu einer Stiftung, welche sich der Alterspflege von Pferden verschrieben hat. Wer es also nicht übers Herz bringt, seinen Gaul verwursten zu lassen, kann ihm hier einen schönen Lebensabend ermöglichen.
Der Pass - welcher über kein Passschild verfügt und auch in den Karten nicht als solcher ausgewiesen wird - kann als Parallelvariante zum recht unattraktiven Pierre Pertuis benutzt werden. Sowohl landschaftlich wie sportlich ist er diesem weit überlegen. Aus sportlicher Sicht ist der giftige Aufstieg von Corgémont zu empfehlen, landschaftlich ist der Aufstieg vom Pierre Pertuis auf dem Hügelkamm ein absoluter Leckerbissen.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordauffahrt von Tramelan3,1 km219 HmSchönheit nicht bewertetHärte nicht bewertet
Südauffahrt von Corgémont4,5 km440 HmSchönheit nicht bewertetHärte nicht bewertet
Ostauffahrt vom Col de Pierre Pertuis7 km277 HmSchön: 4 SterneHart: 2 Sterne

Nordauffahrt von Tramelan  3,1 km / 219 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

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Südauffahrt von Corgémont  4,5 km / 440 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

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Ostauffahrt vom Col de Pierre Pertuis  7 km / 277 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 2 Sterne

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Der Einstieg in die Auffahrt vom Col de Pierre Pertuis ist nicht ganz einfach zu finden. Die Straße beginnt etwas unterhalb der Passhöhe des Pierre Pertuis in Richtung Sonceboz. Sie ist auf einem der Bilder der Beschreibung des Pierre Pertuis abgebildet, so sollte sie problemlos zu finden sein.
Es handelt sich durchwegs um eine kleine Straße, auf welcher ein Auto und ein Radfahrer gerade knapp aneinaner vorbei fahren können. Zu Beginn befindet man sich in einem dichten und dunklen Wald. Die Straße steigt auf den ersten 500 Metern ruppig an mit Spitzen über 10 Steigungsprozenten. Sie beschreibt dann eine Rechtskurve, und schon weit unter sich erspäht und hört man die Passstraße über den Pierre Pertuis.
Nach der Kurve lichtet sich der Wald, und man erblickt Sonceboz im Talboden. Nun fährt man noch an einem Bauernhof vorbei und befindet sich auf einer Weidefläche, welche nur noch schwach ansteigt. Die nächsten Kilometer sind geprägt von einem stetigen Wechsel zwischen längeren Flachstücken und gelegentlichen ruppigen Anstiegen, nur kurz aber steil, so dass man keinen flüssigen Tritt findet. Das ist aber auch nicht schlimm, denn man befindet sich hier in einer außerordentlich schönen und lieblichen Gegend und sollte diese auch genießen.
Nach 4 km erreicht man ein paar Gebäude auf 1030 Hm. Es ist anscheinend die Kappelle der Wiedertäufer und heisst Le Jean Gui. Fährt man hier geradeaus, gelangt man über eine geteerte aber holprige Strasse zur Auffahrt von Cortébert. Nach Jeanbrenin muss man bei dem großen weißen Haus, also rechts, abbiegen und mit einem kräftigen Tritt in die folgende, steile Rampe einsteigen. Hat man deren Ende erreicht, befindet man sich abermals auf einer Weidefläche und hat hier einen schönen Ausblick Richtung Nordosten und erahnt das Tal der Birse, an dessen Anfang sich Tavannes befindet. Nun geht es wieder recht flach weiter, und nach 5,8 km hat man den höchsten Punkt der Auffahrt bei 1126 Hm erreicht. Vor sich sieht man den ganzen Hügelkamm mit den Windrädern auf dem Mont Soleil. Etwas weiter links erblickt man den Fernsehturm auf dem Chasseral. Nun folgt noch eine Abfahrt von einem Kilometer, denn man befindet sich ja etwas höher als der Scheitelpunkt bei Jeanbrenin. Nach der Abfahrt gelangt man an eine Kreuzung mit der Auffahrt von Cortébert. Die Passhöhe ist nun rechter Hand nur noch 200 Meter entfernt.
Insbesondere in den Abendstunden ist diese Auffahrt ein richtiger Leckerbissen, denn man fährt immer in Richtung Sonnenuntergang, und die Abendsonne verleiht der Landschaft einen speziellen Charakter.
Falls man Richtung Cortébert herunter fährt, kann man sich auf einen Temporausch freuen. Das schmale Sträßchen verläuft kurvenfrei bei 10 % Steigung durch den Wald. Man kann hier richtig bolzen und durch die Bäume am Straßenrand wird die Fahrt als noch schneller empfunden. Natürlich ist Bremsbereitschaft angesagt, denn die jurassischen Autofahrer sind berüchtigt für ihre Raserei.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer Mail an Absender

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.edge Mail an Absender0 h 28 m 54 s17.08.2008