Kandel (1241 m)

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Kandel (1241 m)

Schwarzwald, Südschwarzwald, Baden-Württemberg.
Der 1241 m hohe Kandel ist der Hausberg von Waldkirch. Gleichzeitig ist er einer der höchsten Punkte des Südschwarzwalds und wird eingeschlossen vom Elztal im Westen, dem Glottertal im Süden und dem Simonswälder Tal im Norden.
Unter Südbadener Radlern gilt der Kandel – vermutlich zurecht – als härtester Berg im Südschwarzwald. Die nackten Zahlen geben dem zumindest schonmal recht. Mit 12 Kilometern bei 8,2 % Durchschnittssteigung braucht sich die Auffahrt von Waldkirch zum Beispiel ganz und gar nicht vor legendären Alpenanstiegen wie Alpe d’Huez verstecken und spielt ungefähr in derselben Liga. Auch wenn andere quaeldich-Autoren behaupten, im Nordschwarzwald gäbe es noch härtere Anstiege, so zählt der Kandel dennoch ohne Frage zur Top Ten der deutschen Pässe.
Selbstverständlich haben nicht nur Rennradler den Kandel als Trainingsrevier entdeckt, er dient auch im Winter als kleines Skigebiet und im Sommer als beliebtes Wanderrevier. Dementsprechend groß ist auch der Parkplatz am Gipfel. Da die Straße von Waldkirch nur schmal ist, scheinen die allseits beliebten Motorradfahrer allerdings die Anfahrt übers Glottertal zu bevorzugen – die weitaus schönere und serpentinenreiche Nordwestanfahrt ab Waldkirch ist dagegen überraschend ruhig.
Neben den erwähnten Auffahrten von Waldkirch und über das Glottertal gibt es auch noch die Möglichkeit, von St. Peter zum Kandel zu gelangen; diese Alternative mündet von St. Peter aus nach einer kurzen Abfahrt auf die Glottertalroute ein. Umgekehrt kann man natürlich von Waldkirch kommen auch zunächst ins Glottertal abfahren und dann noch wenige Höhenmeter nach St. Peter bezwingen, um von dort Anschluss nach Kirchzarten oder an die Panoramastraße zwischen St. Peter und dem Thurner zu haben.

Der Kandel stand auch bei der 1. quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt 2009 auf dem Programm, und zwar auf der 6. Etappe von Freiburg nach Freudenstadt als Anheizer zu Beginn.
Für die Beschreibung danken wir majortom Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordwestanfahrt von Waldkirch11,8 km970 HmSchön: 4 SterneHart: 4 Sterne
Südwestanfahrt über Glottertal14 km1000 HmSchön: 3 SterneHart: 3 Sterne

Nordwestanfahrt von Waldkirch  11,8 km / 970 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Die Waldkirchseite ist zweifellos die attraktivere Anfahrt des Kandels und der Glottertalseite vorzuziehen. Sie verlangt dem Radler alles ab – sowohl bergauf wie bergab. Auf 12 km legt man bis zum Gipfel fast 1000 Hm zurück, womit ein alpiner Schwierigkeitsgrad erreicht wird. Die Landschaft ist weniger hochalpin, denn man befindet sich praktisch die ganze Zeit über im dichten Wald. Im oberen Teil der Auffahrt, und besonders vom Gipfel bieten sich allerdings grandiose Ausblicke auf die Hügelkette auf der anderen Seite des Elztals, das Rheintal, und – bei entsprechender Sicht – auf die Vogesen am Horizont.

Von Süden das Elztal hinauf kommend fährt man zunächst nach Waldkirch hinein, um dann in der Ortsmitte rechts in die Freie Straße ein, die in ihrem weiteren Verlauf in die Kandelstraße übergeht. Der Kandel ist ausgeschildert. So erreicht man schließlich die Waldkircher Herz-Kreislauf-Klinik, wo der eigentliche Anstieg beginnt. Von Norden kommend folgt man der Ausschilderung zur B294 und gelangt nach deren Unterquerung ebenfalls zur Herz-Kreislauf-Klinik.
Von dort aus steigt die Straße einen Kilometer lang steil an und führt dann am Waldrand entlang bis zum Gasthaus Altersbach (480 m). Dort sieht man schon die erste brutale Rampe vor sich, die allerdings direkt auf das flachere Stück folgt und dementsprechend furchterregender wirkt als sie es tatsächlich ist. Etwa 12–13 % beträgt die Steigung allerdings schon. Die erste Kehre (4,7 km) führt dann in die zweite Rampe mit 15 Prozent Maximalsteigung, die etwa einen Kilometer lang ist – unterbrochen von der zweiten Kehre – und eine entsprechend kleine Übersetzung erfordert. Von nun an fährt man bei etwas moderateren Steigungswerten um die 10 % am Hang entlang.
In der dritten Kehre (8,7 km) befindet sich ein Wanderparkplatz, und man hat zum ersten Mal eine sehenswerte Aussicht ins Elztal. Kurz vor der vierten Kehre (9,9 km) wartet noch einmal eine tückische Rampe, die jedoch nur etwa 100 Meter kurz ist. Dann wird so langsam das Hochplateau erreicht, und der Gipfel ist nicht mehr weit.
Schließlich verlässt man kurz vor Ende der Auffahrt den Wald und kommt auf einen großen Parkplatz, wo der höchste Punkt der Kandelstraße erreicht ist. Direkt am Gipfel und ein Stück weiter Richtung Glottertal gibt es zwei Restaurants, die zur Einkehr einladen. Doch auch wenn man keine Pause machen möchte, sollte man sich ein paar Minuten Zeit nehmen, um den großartigen Rundumblick zu genießen.
Wählt man diese Seite für die Abfahrt, ist Vorsicht wegen des Kurvenreichtums und des starken Gefälles geboten, der Asphaltbelag ist leider auch nicht im allerbesten Zustand. Ortskundige erreichen an mehreren Stellen Geschwindigkeiten von über 70 km/h.
(Diese Beschreibung wurde überarbeitet und ergänzt von majortom Mail an Absender.)
Für die Beschreibung danken wir Tobi Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: wildtal_roadrunner Mail an Absender0 h 38 m 10 s27.06.2005
Mittlere Zeit: FoggyDew Mail an Absender0 h 58 m 30 s28.08.2009
Langsamste Zeit: 1 h 45 m 00 s13.08.2010

Südwestanfahrt über Glottertal  14 km / 1000 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Das Glottertal ist touristisch stark erschlossen, was speziell an Wochenenden zu hohem Verkehrsaufkommen führt. Nebenbei stellt sie nach der Höllentalroute die zweitwichtigste West-Ost-Verbindung im Südschwarzwald dar.
Der Ort Glottertal erstreckt sich über mehrere Kilometer. Die Steigung beginnt am Ortsausgang beim Sägewerk (400 m). Bis zur Abzweigung zum Kandel (680 m) steigt es mit maximal 6 Prozent recht gleichmäßig an und ist besonders wegen der Blechkolonne wenig attraktiv.
Die weiteren 9 km zum Gipfel erweisen sich hingegen als schön, anspruchsvoll und abwechslungsreich. Der Schwierigkeitsgrad variiert stark. Direkt nach der Abzweigung wird es steil, gefolgt von einem Flachstück an Sägendobel vorbei, welches durch den steilsten, kurvenreichen und knapp 2 km langen Teil der Auffahrt abgelöst wird. Bis zum Gipfel fährt man praktisch auf dem Bergrücken. Die Freude auf den Pass wird jedoch von einem letzten Steilstück unterbrochen, welches die Straße aus dem Wald heraus führt und den Blick aufs Kandelhotel freigibt.

Tipp! Unbedingt zu empfehlen ist eine Zusatzschleife über St. Peter und Plattensee / Schönhöfe**, mit weiteren 190 Hm. Wählt man diese Route, so ist der Wegweiser zum Kandel nicht zu beachten. Stattdessen folgt man der Hauptstraße Richtung St. Peter. Am östlichen Ende der Brücke der Umgehungsstraße zweigt ein schmales, verkehrsarmes Sträßchen nach Norden ab. Es bietet einen tollen Blick über St. Peter und St. Märgen zu Thurner, Feldberg und Schauinsland. In langgezogenen Kehren gewinnt man bei bis zu 9 Prozent Steigung schnell an Höhe. Am Waldrand angekommen erreicht man nach 900 m den Kulminationspunkt auf 995 m Höhe. An der nächsten Kreuzung geht es rechts zum aufgestauten Plattensee, links zurück zur Kandelhauptstrecke. Die Einmündung auf diese ist sehr tückisch und steil!
Für die Beschreibung danken wir Tobi Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: wemsa Mail an Absender0 h 43 m 57 s31.07.2009
Mittlere Zeit: quälmichhoch Mail an Absender0 h 58 m 32 s15.06.2010
Langsamste Zeit: 1 h 13 m 00 s21.07.2009