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Kandel (1241 m)

Kandel bedrohlich in der Anfahrt

Auffahrten

Von Tobi – Die Waldkirchseite ist zweifellos die attraktivere Anfahrt des Kandels und der Glottertalseite vorzuziehen. Sie verlangt dem Radler alles ab – sowohl bergauf wie bergab. Auf 12 km legt man bis zum Gipfel fast 1000 Hm zurück, womit ein alpiner Schwierigkeitsgrad erreicht wird. Die Landschaft ist weniger hochalpin, denn man befindet sich praktisch die ganze Zeit über im dichten Wald. Im oberen Teil der Auffahrt, und besonders vom Gipfel bieten sich allerdings grandiose Ausblicke auf die Hügelkette auf der anderen Seite des Elztals, das Rheintal, und – bei entsprechender Sicht – auf die Vogesen am Horizont.

Von Süden das Elztal hinauf kommend fährt man zunächst nach Waldkirch hinein, um dann in der Ortsmitte rechts in die Freie Straße abzubiegen, die in ihrem weiteren Verlauf in die Kandelstraße übergeht. Der Kandel ist ausgeschildert. So erreicht man schließlich die Waldkircher Herz-Kreislauf-Klinik, wo der eigentliche Anstieg beginnt. Von Norden kommend folgt man der Ausschilderung zur B294 und gelangt nach deren Unterquerung ebenfalls zur Herz-Kreislauf-Klinik.
Von dort aus steigt die Straße einen Kilometer lang steil an und führt dann am Waldrand entlang bis zum Gasthaus Altersbach (480 m). Dort sieht man schon die erste brutale Rampe vor sich, die allerdings direkt auf das flachere Stück folgt und dementsprechend furchterregender wirkt als sie es tatsächlich ist. Etwa 12–13 % beträgt die Steigung allerdings schon. Die erste Kehre (4,7 km) führt dann in die zweite Rampe mit 15 Prozent Maximalsteigung, die etwa einen Kilometer lang ist – unterbrochen von der zweiten Kehre – und eine entsprechend kleine Übersetzung erfordert. Von nun an fährt man bei etwas moderateren Steigungswerten um die 10 % am Hang entlang.
In der dritten Kehre (8,7 km) befindet sich ein Wanderparkplatz, und man hat zum ersten Mal eine sehenswerte Aussicht ins Elztal. Kurz vor der vierten Kehre (9,9 km) wartet noch einmal eine tückische Rampe, die jedoch nur etwa 100 Meter kurz ist. Dann wird so langsam das Hochplateau erreicht, und der Gipfel ist nicht mehr weit.
Schließlich verlässt man kurz vor Ende der Auffahrt den Wald und kommt auf einen großen Parkplatz, wo der höchste Punkt der Kandelstraße erreicht ist. Direkt am Gipfel und ein Stück weiter Richtung Glottertal gibt es zwei Restaurants, die zur Einkehr einladen. Doch auch wenn man keine Pause machen möchte, sollte man sich ein paar Minuten Zeit nehmen, um den großartigen Rundumblick zu genießen.
Wählt man diese Seite für die Abfahrt, ist Vorsicht wegen des Kurvenreichtums und des starken Gefälles geboten, der Asphaltbelag ist leider auch nicht im allerbesten Zustand. Ortskundige erreichen an mehreren Stellen Geschwindigkeiten von über 70 km/h.
(Diese Beschreibung wurde überarbeitet und ergänzt von majortom Mail an Absender.)
420 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:37:08 | 15.05.2013
klettermaxl79
Mittlere Zeit
00:58:30 | 11.08.2015
HolgerLo
Dolce Vita
01:45:00 | 13.08.2010
Innopaul
Von Tobi – Das Glottertal ist touristisch stark erschlossen, was speziell an Wochenenden zu hohem Verkehrsaufkommen führt. Nebenbei stellt sie nach der Höllentalroute die zweitwichtigste West-Ost-Verbindung im Südschwarzwald dar.
Der Ort Glottertal erstreckt sich über mehrere Kilometer. Die Steigung beginnt am Ortsausgang beim Sägewerk (400 m). Bis zur Abzweigung zum Kandel (680 m) steigt es mit maximal 6 Prozent recht gleichmäßig an und ist besonders wegen der Blechkolonne wenig attraktiv.
Die weiteren 9 km zum Gipfel erweisen sich hingegen als schön, anspruchsvoll und abwechslungsreich. Der Schwierigkeitsgrad variiert stark. Direkt nach der Abzweigung wird es steil, gefolgt von einem Flachstück an Sägendobel vorbei, welches durch den steilsten, kurvenreichen und knapp 2 km langen Teil der Auffahrt abgelöst wird. Bis zum Gipfel fährt man praktisch auf dem Bergrücken. Die Freude auf den Pass wird jedoch von einem letzten Steilstück unterbrochen, welches die Straße aus dem Wald heraus führt und den Blick aufs Kandelhotel freigibt.

Tipp! Unbedingt zu empfehlen ist eine Zusatzschleife über St. Peter und Plattensee / Schönhöfe**, mit weiteren 190 Hm. Wählt man diese Route, so ist der Wegweiser zum Kandel nicht zu beachten. Stattdessen folgt man der Hauptstraße Richtung St. Peter. Am östlichen Ende der Brücke der Umgehungsstraße zweigt ein schmales, verkehrsarmes Sträßchen nach Norden ab. Es bietet einen tollen Blick über St. Peter und St. Märgen zu Thurner, Feldberg und Schauinsland. In langgezogenen Kehren gewinnt man bei bis zu 9 Prozent Steigung schnell an Höhe. Am Waldrand angekommen erreicht man nach 900 m den Kulminationspunkt auf 995 m Höhe. An der nächsten Kreuzung geht es rechts zum aufgestauten Plattensee, links zurück zur Kandelhauptstrecke. Die Einmündung auf diese ist sehr tückisch und steil!
80 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:43:57 | 31.07.2009
wemsa
Mittlere Zeit
01:01:00 | 14.06.2009
bassoquaeler
Dolce Vita
01:29:23 | 03.10.2012
gesita
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