Klingenring (234 m)

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Klingenring (234 m)
Teilstrecke WM-Kurs 1954, Witzhelden

Bergisches Land, Nordrhein-Westfalen.
Das steilste Stück der ehemaligen WM- Strecke hinter Balkhausen.
1954 fand die Weltmeisterschaft der Straßenfahrer für Profis und Amateure in Deutschland auf dem Klingenring statt. Dieser Rundfahrkurs war 15 km lang und lag auf Solinger und Leichlinger Stadtgebiet. Die Strecke mit starken Steigungen und schwierigen Abfahrten stellte erhebliche Anforderungen an die Fahrer, wie eine lokale Zeitung berichtete: „Die ausgewählte Strecke stellt an Dramatik und Schwierigkeit inmitten herrlichster Landschaft alles in den Schatten.” Von 72 gestarteten Profis erreichten weniger als ein Drittel nach 16 Runden und 240 km das Ziel. Die restlichen Fahrer mussten vor Anstrengung oder durch Defekte aufgeben. Der Franzose Louison Bobet, dreimaliger Tour de France-Sieger, errang auf dem Klingenring das Regenbogentrikot des Weltmeisters.
Den spektakulärsten Bergabschnitt auf dem alten WM-Kurs stellte sicherlich die heute noch als Klingenring bezeichnete 3,2 km lange Teilstrecke des alten Rundkurses dar, die aus dem Tal der Wupper bei Wupperhof (Stadt Solingen) hinauf nach Witzhelden (Stadt Leichlingen) führt. Hier steigt die gut asphaltierte zweispurige und mit Mittelstreifen versehene L427 von 96 m an der Wupperbrücke auf 234 m an der Kreuzung in Herscheid an und mündet dort in die L359. In den 1960er und 1970er Jahren fand an dieser Steigung jährlich das ADAC-Klingenring-Bergpreisrennen, ein beliebtes Autorennen, statt.
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Liste der Auffahrten

Nordanfahrt von Solingen3,2 km138 HmSchön: 3 SterneHart: 2 Sterne

Nordanfahrt von Solingen  3,2 km / 138 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordanfahrt von Solingen
Zunächst biegt man von Solingen-Mitte, über die Brühler und Vockerter Straße im Stadtteil Höhscheid kommend, links in den Odenthaler Weg (L427). Dieser führt 2,4 km bergab nach Wupperhof, wobei man mächtig Tempo machen kann. Aber Vorsicht: Die erste scharfe Kehre ist nach 600 m erreicht. Nach weiteren 300 m kommt ein gefährlicher, nicht einsehbarer Engpass. Ein Bauernhof samt Stallungen ragt weit in die Straße hinein, und der Gegenverkehr hat Vorfahrt! Am besten bremst man bis auf Schrittgeschwindigkeit, denn manch ein Rennfahrer beendete hier seine tollkühne Abfahrt an der Wand des Wohnhauses, um nicht frontal in den Gegenverkehr zu rasen.
Hinter der Wupperbrücke in Wupperhof beginnt die Steigung des Klingenringes. Einen Seitenstreifen gibt es nicht, weshalb man sich schön breit auf der Straße machen sollte, denn rechts kommt nur noch die Leitplanke – ausweichen unmöglich!
Insgesamt über 4 Kehren und Doppelkurven schlängelt sich die bewaldete Strecke hinauf. Die Steigung ist moderat und ziemlich gleichmäßig, nimmt lediglich im Auslauf der Doppelkurven kurzzeitig etwas zu. Nach 1,7 km tritt die Straße aus dem Wald. Hier hat man die größte Steigung mit durchschnittlich 7–8% hinter sich. Die Straße führt nun 1,5 km mit wenigen Kurven und stetig abnehmender Steigung über Wolfstall bis nach Herscheid, wo sie in die L359, eine relativ ruhige Verbindungsstraße von Leichlingen nach Witzhelden, mündet. In Wolfstall, direkt beim Pferdeland Leide, befindet sich der „Kingwood Forest”, die derzeit größte private Freebiker-Anlage Deutschlands mit Northshore Trails und Dirt-Lines. Sie wurde in Eigenbau von Jugendlichen errichtet, die Unterstützung vom Leichlinger Bürgermeister, einem Burscheider Fahrradhändler und dem zuständigen Forstamt erhielten. Ein Abstecher und ein Blick auf die Anlage lohnt!
An Wochenenden, insbesondere Sonntags, muss auf dem Klingenring mit unzähligen Motorradfahrern gerechnet werden, die magisch von der ehemaligen ADAC-Rennstrecke angezogen werden und häufig unerfahren oder waghalsig die anspruchsvolle Strecke befahren. An anderen Wochentagen ist sie dagegen relativ ruhig und angenehm zu befahren.


Weiter auf den Spuren des ehemaligen Straßen-WM-Kurs von 1954
(Gesamtstrecke des WM -Kurses: 15 km)

Wer den alten WM-Kurs vollständig fahren möchte, biegt an der Kreuzung in Herscheid am Restaurant Herzbachtal, links auf die L359 in Richtung Witzhelden ab. Nach 700 m, kurz hinter dem Ortseingang Witzhelden, geht es links in die Glüderstraße nach Solingen zurück. Sie führt kurvenreich über ca. 2 km und ziemlich schlechten Asphalt wieder ins Tal der Wupper hinab. Der Straßenzustand verhindert ein hohes Tempo. Hinter der Wupperbrücke im Örtchen Glüder geht es 1,5 km relativ flach und schattig entlang der Wupper, vorbei an einem Campingplatz und dem historischen Balkhauser Kotten. Der hübsche Fachwerkbau beherbergt ein Schleifermuseum mit Wasserrad und erinnert an die traditionsreiche Schneidwarenherstellung in Solingen, worauf sich übrigens auch der damalige Name des WM-Kurses, Klingenring, bezog. Die Straße heißt nun Balkhauser Weg.
Bereits kurz vor dem kleinen Ort Balkhausen mit seinen schmucken Fachwerkhäusern beginnt der Anstieg aus dem Tal hinauf auf den Höhenzug des Solinger Ortsteiles Hästen. Unmittelbar hinter dem Ort erreicht man das steilste Stück des alten WM-Kurses mit kurzzeitig ca. 13–14 %, die aber nach etwa 200 m schnell überwunden sind. In einer scharfen Kehre, 700 m hinter der Steigung, mündet links der Fahrweg nach Burg Hohenscheid ein. Das heutige Gebäude mit seinem Bergfried ist aber keine alte Ritterburg, sondern stammt aus der Neuzeit. Einst war hier ein Nobelhotel untergebracht, in dem auch Mick Jagger und Co. nächtigten und dabei das Gebäude fast in Schutt und Asche legten.
Wir lassen die Stones Geschichte sein, biegen nicht zur falschen Ritterburg ab, sondern durchfahren die Kehre und genießen stattdessen lieber einen schönen Ausblick auf die Umgebung. Es geht nun 1,2 km mit etwa 4–6 % Steigung gemäßigt weiter aufwärts bis zur Einmündung des Balkhauser Weges in den Pfaffenberger Weg. Hier biegt man links ab und verlässt nun die bis dahin landschaftlich reizvolle Strecke des WM-Kurses. An der alten Schule des angrenzenden Ortsteils Hästen lag 1954 der Ziel- und Startpunkt der Straßenweltmeisterschaft. Der Rest des Kurses führt ab jetzt durch bebautes und verkehrsreicheres Stadtgebiet. Nach 900 m, an der ersten Ampelkreuzung, biegt man links in die Eichenstraße ab. Nach einem weiteren Kilometer mündet die vorfahrtsberechtigte Unnersberger Allee von rechts in die Eichenstraße, die nun scharf nach links schwenkt. An der nächsten Ampelkreuzung nach ca. 300 m, links einordnen und in die Vockerter Straße einbiegen. Nach 200 m ist man am Ausgangspunkt zurück, der Einmündung in den Odenthaler Weg.
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Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.dr_vodka Mail an Absender0 h 06 m 10 s07.08.2009
2.allvintage Mail an Absender0 h 13 m 54 s24.05.2010
Fe_der_Bergfloh Mail an Absenderohne Zeit31.07.2010
korn Mail an Absenderohne Zeit02.04.2011
metal Mail an Absenderohne Zeit16.05.2010
Pusinelli Mail an Absenderohne Zeit06.11.2011
Norwegian1611 Mail an Absenderohne Zeit01.04.2012