Les Martinaux (1670 m)

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Les Martinaux (1670 m)
Rionda

Alpen, Waadtländer Alpen, Waadt.
Immer höher
Samstag, 10. Juni 2006:
Endlich herrscht in den Alpen sonniges, warmes Frühsommerwetter. Bestimmt wollen Abertausende in die Berge. Noch schlimmer: Die Gotthardautobahn ist seit längerem wegen Steinschlaggefahr gesperrt und Autofahrern wird empfohlen, die Alpenpässe als Ausweichrouten zu benützen. Höchste Zeit, deshalb eine ruhige Sackgasse aufzusuchen. Zum Beispiel die alte Straße nach Morcles und Rionda. Sie liegt in der Westschweiz unweit des Zuflusses der Rhone zum Genfer See. Auskünfte über diese Straße sind selbst im Internet sehr spärlich. Deshalb war nicht ganz klar, was mich erwartet.
Für die Beschreibung danken wir Renko Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Aufstieg bis Les Martinaux11,4 km1228 HmSchön: 5 SterneHart: 5 Sterne
Fortsetzung bis Rionda (2156 m)4,5 km486 HmSchönheit nicht bewertetHärte nicht bewertet

Aufstieg bis Les Martinaux  11,4 km / 1228 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Aufstieg bis Les Martinaux
Der Ausgangspunkt befindet sich im unteren Rhône-Tal knapp auf Waadtländer Kantonalgebiet. Auf der anderen Flussseite liegt bereits der Kanton Wallis. Vom Genfersee kommend fährt man durch Aigle und Bex. Nach weiteren sieben Kilometern kommt man zum Ort Lavey, dann zum Kurort Lavey-les-Bains.
Hier beginnt eine nur auf wenigen Landkarten eingezeichnete Straße. Das Dorf Morcles ist ausgeschildert. Nach wenigen flachen Metern beginnt die Straße zu steigen. Bereits am Anfang kündigt sich eine für die Schweiz untypische Trassierung an. Die Straße ist schmal und recht steil. Gibt es zunächst auch ein paar flachere Abschnitte, so liegt die Steigung nach zwei Kilometern fast ununterbrochen jenseits der 10 %-Marke. Größtenteils im Wald folgen Serpentinen in zum Teil sehr kurzem Abstand.
Bei Kehre 28 geht es nach rechts, und eine Horror-Rampe kommt in Sicht, allerdings biegt die Strasse vor ihr wieder nach links ab. Man kann aber auch geradeaus fahren und die (geschätzte 20 %) steile Rampe befahren. Auch hier kommt man wieder auf die Auffahrt zurück.
Flach wird die Straße erst unterhalb der ersten und letzten Siedlung Morcles. Dies wird aber anschließend mit einem deftigen Aufstieg durch das Dorf und danach ausgeglichen (hier geschätzte 15 %). Oberhalb Morcles fährt man an einer größeren Militärkaserne vorbei; man folgt immer der Beschilderung nach Rionda.
Erst nach acht Kilometern wird die Straße auf einem längeren Abschnitt flach, was dem Radfahrer endlich die Möglichkeit bietet, seine müden Beine zu pflegen und den Durst zu stillen. Rechts liegt eine Schießanlage. Am Ende des Flachstücks beginnt die Straße erneut anzusteigen, und eine weitere Serpentinengruppe folgt.
Bei rund 1480 m Höhe ist leider Schluss mit Asphalt (Angaben im Internet, wonach die Asphaltierung erst in Les Martinaux endet, erwiesen sich als falsch). Eine Weiterfahrt ist jedoch mit Vorsicht noch gut möglich. Die Autospuren sind ziemlich sauber und bestehen meist aus harter kompakter Erde. Nur kurz unterhalb eines Ferienhauses rutscht das Hinterrad auf Schotter aus.
Auf 1670 m Höhe ist aber definitiv Schluss. Eine Schranke versperrt die Weiterfahrt und der Belag besteht zumindest hier nur noch aus losem Schotter. Auch das hätte ich schließlich in Kauf genomme, aber eine Art „unwillkommene Begleitung” war immer noch mit dabei: die Steigung, welche auch hier oben nach über 11 Kilometern weiterhin bei rund 12 % liegt. Zudem waren die Hänge oberhalb des letzten Straßenstücks sichtlich noch nicht von den Schneemassen des Winters befreit, was eine Weiterfahrt definitiv leichtsinnig gemacht hätte. Somit war Schluss.

Von Les Martinaux steigt die Strasse ähnlich steil noch 3,5 km. Der letzte Kilometer vor der Ruine Rionda dürfte fast flach sein.
Dies ist ein ausgesprochen anstrengender Aufstieg. Mit Ausnahme eines nur etwa 500 m langen Teilstücks ist er so gut wie immer über 10 % steil. Dadurch wird man irgendwann müde.
Tourenfahrer mit viel Zeit finden hier jedoch eine sehr zu empfehlende Straße. Es gibt kaum Autoverkehr. Ab Morcles begegnete ich keinem einzigen Wagen. Schon auf den ersten sechs Kilometern gibt es über dreißig Haarnadelkurven. Der untere Bereich ist durch meist geschlossenen Wald geschützt vor der brennenden Sonne. Oberhalb Morcles öffnet sich ein zunehmend spektakuläres Panorama auf das Rhone-Tal sowie die umliegenden Berge.
Wer mit dem MTB unterwegs ist, kann weiter bis zur Ruine Rionda fahren, und damit den nach Salite fünfthärtesten Aufstieg Europas schaffen. Ich dagegen blieb leicht sauer fast 500 Hm früher stehen.
Für die Beschreibung danken wir Renko Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Manfred Mail an Absender1 h 20 m 30 s07.10.2009
stb72 Mail an Absenderohne Zeit21.09.2007

Fortsetzung bis Rionda (2156 m)  4,5 km / 486 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Fortsetzung bis Rionda (2156 m)
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Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Manfred Mail an Absender0 h 38 m 30 s07.10.2009