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Lysevegen (932 m) Lyseveien, Lysebotn Road

Schon vom Fähranleger in Lysebotn sieht man oben auf dem Hang (links) den Øygardstølen (640 m).

Auffahrten

Von Reinhard – Ein kurzer Blick auf die Karte genügt, um zu wissen, dass diese Straße zwingend unter die Räder genommen werden muss. Das bauliche Highlight und Kuriosum der Kartendarstellung der je nach Zählweise rund 30 Kehren, mit denen die Auffahrt beginnt, ist der 1,1 km lange Wendetunnel geradewegs ins Bergmassiv und wieder zurück. Er wird bereits 500 m respektive zwei Kehren nach Beginn der Auffahrt erreicht, der sich wiederum 1,4 fast flache Kilometer vom Fähranleger entfernt an der Brücke über den Lyseelvi, den Hauptzufluss des Fjordes, befindet. Wer der Straße an dieser Stelle geradeaus folgt, statt den Fluss zu queren, kann eine Auffahrt Richtung Norden starten, die im späteren Verlauf für den Kraftverkehr gesperrt ist. Den Karten nach scheint es sich dabei allerdings um eine Sackgasse zu handeln.
Zurück zum Tunnel, der größtenteils einspurig mit seinen ca. 10 % Steigung über 100 Hm überwindet. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens und seiner zumindest einfachen Beleuchtung fährt er sich nicht unangenehm, sofern man zusätzlich mit etwas Sicherheitsbeleuchtung ausgestattet ist. In der Draufsicht betrachtet, befindet man sich am Umkehrpunkt im Tunnel bereits 13 Kehren weiter, fährt die Strecke aber wieder zurück ans Tageslicht, um keine 100 m vom unteren Tunnelende entfernt die von nun an ausschließlich an der Erdoberfläche stattfindende Fahrt fortzusetzen. Der Hang, den sich die Straße empor schlängelt, liegt leider etwas vom Fjord abgewendet, so dass einem dessen schöner Anblick die meiste Zeit verwehrt bleibt. Stattdessen wird permanent die auffällige Stromtrasse unterquert, was dann auch der Grund dafür ist, dass nicht die Höchspunktzahl für die Schönheit dieses Passes vergeben werden kann. Beschweren können wir uns trotzdem nicht, ist die Stromerzeugung doch erst der Anlass für den Bau dieser Straße gewesen.
Mit Erreichen des Berggasthofs Øygardstølen (640 m), dessen Terrasse sich für einen möglichst spektakulären Blick weit über den Abgrund hängt, ändert sich das Landschaftsbild. Das obere Ende der Steilflanke des Fjords ist erreicht, deshalb ist der (natürlich kostenpflichtige) Parkplatz auch der Ausgangspunkt für die Standard-Wanderung zum Kjeragbolten. Es folgen nur noch einzelne Kehren, während die typisch norwegische Fjelllandschaft durchfahren wird. Bis knapp auf 900 m Höhe geht es noch kontinuierlich bergauf, wobei es vor allem im Frühsommer zwischen den verbliebenen Schneeresten merklich kühler wird. Die letzten 6 km zehren dann unter Umständen etwas an der Geduld des Pässefahrers, der sich den Kulminationspunkt (932 m) herbeisehnt, sich stattdessen aber wiederholt mit kürzeren Zwischenabfahrten konfrontiert sieht. Das macht die Streckenführung jedoch keineswegs langweiliger. Mit seiner Ursprünglichkeit, den Schneefeldern, kleinen, teils zugefrorenen Seen und in Heidekraut gebetteten Gesteinsbrocken ist dieser Abschnitt des Passes landschaftlich sogar der schönste.

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Schnellste Zeit
01:03:41 | 08.07.2019
OeTTZI
Mittlere Zeit
01:07:27 | 04.08.2018
Molotov
Dolce Vita
01:25:00 | 23.06.2016
marwis
Diese Beschreibung ist ganz frisch bei uns eingegangen und befindet sich noch nicht in Redaktion. Der Beitrag wird noch redigiert.
Von – Beginnt etwas südlich von Suleskard (Kommune Sirdal) an der Fv975.

Wir freuen uns, wenn du eine Beschreibung dieser Auffahrt bereitstellen kannst!
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