Männlichen (2343 m)

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Männlichen (2343 m)

Alpen, Berner Alpen, Berner Oberland, Bern.
Tolle Aussicht vom Gipfel des Männlichen.
Die Auffahrt von Grindelwald zum Berghotel Männlichen und dann weiter zum Gipfel des Männlichen ist immer noch recht unbekannt. Sie fehlt nach wie vor in den meisten Pässesammlungen in der einschlägigen Literatur und im Internet. Völlig unbegreiflich! Denn sie ist sportlich sehr herausfordernd, frei von motorisiertem Verkehr und bietet unterwegs - und vor allem am Ziel – einmalige Ausblicke auf das majestätische Dreigestirn des Berner Oberlandes: Eiger, Mönch und Jungfrau. Ohne Übertreibung zähle ich diese Ansichten zum Grandiosesten, was die Alpen zu bieten haben. Hinzu kommen schwindelerregende Tiefblicke hinunter nach Lauterbrunnen und nach Grindelwald. Womöglich liegt es daran, dass es sich hier nicht um einen Pass handelt, sondern um eine Stichstraße, die oben am Ziel endet und genauso wieder heruntergefahren werden muss. Das sollte aber keinen Pässefahrer davon abhalten, sich diesen Anstieg einmal vorzunehmen. Der Männlichen drängt sich zudem geradezu auf als Kombination mit der Runde über die Grosse Scheidegg. Die ist ja bekanntlich auch nicht ohne. Wer aber beides wagt, der hat wegen der konstanten hohen Steigungsprozente am Männlichen ganz schön was vor. Schönes Wetter vorausgesetzt, wird er abends aber ziemlich glücklich sein.

Die Straße ist bis hinauf zum Berghotel Männlichen durchgängig asphaltiert. Bereits von dort nimmt einem die Aussicht bei guter Sicht schier den Atem. Dennoch ist es empfehlenswert, die gut hundert Höhenmeter hinauf zum Gipfel des Männlichen dranzuhängen. Die ersten paar Meter Wegstrecke findet man da noch Asphalt vor, dann einigermaßen befahrbaren Schotter. Wer ganz nach oben will, geht die letzten Meter auf weicher Wiese zu Fuß und muss dann noch ein wenig über Felsen klettern. Festes Schuhwerk ist hier die bessere Wahl.
Für die Beschreibung danken wir Wolfi Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Auffahrt von Grindelwald14,5 km1308 HmSchön: 5 SterneHart: 5 Sterne

Auffahrt von Grindelwald  14,5 km / 1308 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Auffahrt von Grindelwald
Von der Ortsmitte in Grindelwald auf die Beschilderung zum Männlichen achten und der Straße ein paar hundert Meter bergab bis auf den Talgrund folgen. Alternativ kann man auch zum unten gelegenen Bahnhof Grindelwald-Grund fahren. Von dort kommt flussaufwärts nach etwa dreihundert Metern die Brücke, die man erwischen muss. Das ist alles nicht schwer zu finden. Danach wird es noch einfacher: Es geht nur noch bergauf. Auf den gesamten nun folgenden 13,5 km fällt die Steigung kaum einmal unter 12 %, liegt öfters darüber und beißt sich am Schluss bei etwa 16 % fest. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es genau zwei winzige Abschnitte von lächerlichen ein- oder zweihundert Metern, auf denen der Druck auf die Beine mal ein wenig nachlässt.

Die ersten Kilometer geht es mit rund 12 % an zahlreichen am Hang gelegenen Häusern und Höfen hinauf. Hier begegnen einem auch die letzten Autos, die man für die nächste Zeit sehen wird. Danach ist Schluss damit, und man gewinnt in ruhiger, einsamer Fahrt rasch an Höhe. Grindelwald rückt immer tiefer nach unten und man scheint sich immer mehr dem Niveau der Grossen Scheidegg anzunähern, die in der Ferne gut zu sehen ist. Davor Wetterhorn, Schreckhorn und vor allem die Nordwand des Eiger. Die tolle Aussicht in die 1800 Meter hohe Felswand des Fastviertausenders wird einen von nun an bis nach oben begleiten. In Sichtweite ist meist auch die Gondelbahn, die von Grindelwald-Grund bis zum Berghotel führt und Touristen aus aller Welt zum Aussichtspunkt bringt, der für uns leider noch weit entfernt ist. Sie ist mit 6,2 km die längste Gondelbahn Europas.
Oberhalb der Baumgrenze und bei einer Steigung von inzwischen mehr als 12 % eröffnet sich schließlich die Sicht auf die Bergstation. Bis dorthin sieht man noch viel Wiese vor sich, die im Winter natürlich als Skipiste fungiert und die irgendwie nicht halb so steil aussieht, wie sie wirklich ist. Der Schlussabschnitt am Steilhang vor der Abrisskante beschert dem Radfahrer dann konstante 16 %. Hier muss hart gekämpft werden und weil der Blick nur noch auf den Asphalt vor dem Vorderrad oder die Schweißtropfen auf dem Oberrohr fällt, sieht man nicht, wie hinter dem Eiger allmählich Mönch und Jungfrau herauskommen. Ich habe die erst nach der letzten besonders langen Rampe gesehen und bekam – ungelogen – eine Gänsehaut angesichts dieser geballten Alpenpracht. Nun kann man ins Berghotel einkehren und mit japanischen Touristen über Schaltungen von Shimano fachsimpeln oder noch den eigentlichen Gipfel des Männlichen ansteuern, um das Maß des Tages endgültig voll zu machen.
Für die Beschreibung danken wir Wolfi Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: valverde26 Mail an Absender1 h 08 m 16 s12.08.2009
Mittlere Zeit: pirata Mail an Absender1 h 35 m 00 s04.07.2011
Langsamste Zeit: 2 h 05 m 00 s06.09.2009