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Malojapass (1815 m) Passo del Maloja

Die waghalsige Trassenführung der Malojapassstraße.Tag 4 Sommertour 2001

Auffahrten

Von Oliver Habegger – Am Kreisel in Chiavenna, wo der Splügenpass und der Malojapass zusammentreffen, zweigen wir in Richtung Osten ab. Hier ist auch bereits der offizielle Beginn des Malojapasses.
Auf den "italienischen" ersten 10 km ist die Steigung (~4 %) nicht dramatisch - nichts deutet auf eine Passstraße hin, außer die Distanzsteine/ -schilder, welche alle 100 m die zurückgelegten Meter anzeigt.
Die Straße schlängelt sich durch ein paar kleinere, verschlafene italienische Dörfer. Nach der Schweizer Grenze kommt gleich die erste Steinschlagüberbauung, welche ankündigt das man nun in den Bergen ist. Es geht auch gleich mit einer 7 % Steigung für die nächsten beiden Kilometer los.
In einer großen Tankstelle direkt an der Straße kann man sich jetzt noch einmal mit Getränken und Essen eindecken, falls man dies nicht bereits in Chiavenna gemacht hat. Ein paar hundert Meter nach der Tankstelle wird man darauf hingewiesen, dass ein Tunnel folgt, welcher für Fahrradfahrer tabu ist. Man muss eine kleine Umfahrung links durch das Dorf Promontogno nehmen.
Am Abzweig dieser Umfahrung geht nach links auch die Straße zum urigen Bergdorf Soglio ab, das man durch Kastanienwälder über eine steile Straße erreichen kann - definitiv einen Abstecher wert.
Die zentrale Dorfstraße von Promontogno ist mit Pflastersteinen belegt und auch recht eng; alles wirkt etwas südländisch. Auf dieser Umfahrungsstrecke legt man 1,5 km zurück, bevor man dann wieder auf die Hauptstraße nach Maloja einzweigt.
Die nächsten 5 km bis nach Vicosoprano sind mit ca. 4 – 5 % Steigung durch abwechslungsreiches Wald- und Talgebiet recht angenehm zu fahren. Hier ist noch alles recht weit und nichts deutet auf einen wirklichen Anstieg hin. Der erste kommt aber unmittelbar nach Vicosoprano. 7–8 Serpentinen mit einigen längeren Geraden welche teilweise bis knapp über 10 % steigen. Hier wird einem bereits das Gefühl eines Passes gegeben, für die nächsten 4 km fühlt man sich in ein kanadisches Nadelwaldgebiet versetzt.
Nach diesem Anstieg wird alles sehr flach für die nächsten beiden Kilometer, man erwartet eigentlich demnächst das Ortsschild Maloja und hat auch schon das Gefühl, der Pass sei jetzt durch, doch dann kommt erst der Knüller: Direkt nach dem Dorf Casaccia geht es hinauf mit einer langen Geraden und einer Linkskurve in die ersten beiden Serpentinen. Plötzlich sieht man den gesamten Pass sich vor einem erheben. 13 Serpentinen auf 3 km verteilt führen einem durch einen wunderschönen Nadelwald mit herrlichen Blick zurück ins Tal. Die mittlere Steigung beträgt ca. 9 %, und einige steile Kurven und Geraden bringen einen ganz schön ins Schwitzen. Doch dann ist es geschafft, und man hat das Engadin am westlich Zipfel erklommen.
Bis nach Silvaplana ist es nun nur noch eine 10 km lange Jubelrunde ohne Steigung. Diese geht vorbei an dem malerischen Sils- und am Silvaplanasee. Der Silvaplanasee ist sehr berühmt für Segel-, Surf- und neu auch Kitesurf-Wettbewerbe. In Silvaplana könnte man direkt wieder auf den Julier fahren und so eine schöne Tagesrundfahrt über Thusis-Splügen-Chiavenna-Maloja-Silvaplana-Julier-Tiefencastel-Thusis machen.
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fredi93
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Niklas
Dolce Vita
04:52:00 | 22.05.2012
uwe0130
Von Jan – Diese Auffahrt von Silvaplana zum Maloja ist gar keine Auffahrt, da Silvaplana ebenfalls auf 1815 m liegt.
Zuerst geht es auf der B 3 entlang am Lago di Silvaplana. Linkerhand erheben sich die mächtigen Berge des Oberengadin bis auf knapp 4000 m. Bei Sils überbrücken wir auf einem Landstück die Weiterfahrt zum nächsten See, dem Lago da Segl.
Wenn einem auf dieser Auffahrt der Wind recht heftig entgegenweht, gibt es kein Entrinnen und es ist wie auf einer richtigen Auffahrt. Vor der Hälfte dieses Sees entfernen wir uns etwas vom Ufer und nehmen dadurch ca. 20 Hm in Kauf.
Am Seeende erreichen wir den Ort Maloja (1815 m) und nach dem Ortsausgang rechterhand einen Aussichtspunkt hinunter ins Val Bregaglia (Bergell), linkerhand das pittoresk gelegene alte Hotel Maloja-Kulm und dann den Pass (1815 m).
Für die Beschreibung danken wir Hans Dietmar Jäger

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Jabba
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