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Mattertal (1970 m) Zmutt, Zermatt

vor der Nordwand.

Auffahrten

Von stb72 – Wir starten in Visp auf 651 m einige Kilometer westlich von Brig hinein in das kurze Vispertal (nicht die Hauptstraße mit dem Tunnel wählen). In Visp beginnen auch die Straße hinauf nach Visperterminen (höchster Weinberg Europas) und die zwei Varianten der Nordanfahrt zur Moosalp, eine der wenigen richtigen Passstraßen im Wallis und unbedingt zu empfehlen.
Es geht für die ersten Kilometer fast eben ins Tal hinein, und erst kurz vor Stalden beginnt die Straße mit den einzigen richtigen Kehren der Anfahrt erstmals richtig zu steigen (6–10 %). Stalden ist sozusagen das kleine Andermatt dieses Wallisertals. Noch am Ortsanfang kann man links hinauf nach Riedji, und am Ortsende schließlich zweigt links die Straße ins Saastal hinauf zum Mattmark-Stausee (und auch der harten Schotterstraße zum Grubengletscher) ab.
Auch die kehrenreiche Südrampe zur Moosalp hat hier ihren Anfang, und natürlich auch unsere Straße führt am Kreisel leicht rechts hinein ins Mattertal. Zunächst noch ein gutes Stück steiler ansteigend, führt die gut ausgebaute Straße an der linken Talseite bergan. Die Steigung lässt bald nach, und wir pedalieren gemütlich weiter bis nach St. Niklaus (1116 m), wo man noch einen Abstecher nach Grächen hinauf machen kann.
Danach wird es wieder etwas steiler bis kurz vor Mattsand, von wo man zum ersten Mal einen schönen Blick auf das Breithorn am Talende hat. Nach einer kurzen Abfahrt geht es wieder sehr angenehm weiter, und erst ein gutes Stück vor Randa kommt noch mal eine deutlich steilere Rampe in zwei kurzen Serpentinen. Auf diesem Streckenabschnitt (das Tal weitet sich ein wenig) sieht man immer wieder kurz die Gipfel und Gletscher der zahlreichen 4000er beidseitig des Mattertals.
Nach Randa geht es dann einige Kilometer fast eben bis Täsch, von wo man unbedingt einen Abstecher über die steile Rampe hinauf zur Täschalp machen sollte. In Täsch mit großem Bahnhof und vielen Parkplätzen ist dann auch Schluss mit PKW-Verkehr, ab hier muss jeder den Zug nehmen (den Glacier-Express sieht man auch immer wieder).
Die jetzt deutlich kleinere Straße legt wieder ein paar Prozente zu und zieht sehr schön weiter hinauf nach Zermatt. Nach einem flacheren Teil wird es vor Zermatt noch mal kurz steiler, und man fährt dann am recht unschönen Ortseingang (viele Baustellen) vorbei hinein ins berühmte Dorf. Bis hier sind es immerhin über 1000 Höhenmeter, allerdings auf 36 km verteilt.

Jetzt beginnt der Spaß aber erst richtig:
Wer sich (wie ich) nicht auskennt, fährt geradeaus weiter und ist plötzlich mittendrin im touristischen Zentrum Zermatts, was man eigentlich keinem wünschen kann (das hatte ich in meiner Naivität so nicht erwartet). Durch eine Unzahl überwiegend japanischer und amerikanischer (und natürlich deutscher) Besucher habe ich mein Rad dann halb schiebend hindurchgezwängt, nur um möglichst schnell von der Straße zu kommen (wer sich ostseitig des Bachs, der Matter Vispa hält, kann wahrscheinlich relativ unbeschadet durch Zermatt hindurch kommen).
„Nur wieder raus hier” war jetzt mein Motto, und durch Zufall habe ich dann noch das Sträßchen hinauf nach Zmutt gefunden, was mich dann wieder entschädigt hat. Dieses führt leicht schräg links hinaus aus Zermatt an der östlichen Talseite (an den Bergbahnen vorbei). Mit einigen Kurven und zwei Kehren bei recht angenehmer Steigung geht es zunächst im Wald weiter hinauf, bis man nach einem Gasthaus wieder etwas bergab fährt und in großer Rechtskurve am Talende die Richtung um 90 Grad wechselt. Ab hier queren wir das Talende und fahren jetzt nach Westen in Richtung Zmutt, nun wieder in Wiesenhängen durch Chalets und Bahnstationen hindurch. Danach steigt die Straße ohne Bebauung wieder im Wald recht wechselhaft (aber nie über 10 %) weiter bis man etwas hinter Zmutt, das man rechts liegen lässt, an einem Tunnel den Stausee erreicht.
Man ist jetzt auf fast 2000 m (laut Höhenmesser), und hier endet der asphaltierte Teil etwa 6,5 km hinter Zermatt. Laut Hinweistafel dient dieser kleine Stausee als Zuleitung zum weit entfernten großen Dix-Staussee und ist mit diesem durch Zuleitungsstollen verbunden – Wahnsinn!
Da man dem Matterhorn so nah ist (aber es hier nicht sieht), habe ich mein Glück dann noch ein Stück auf der Schotterstraße versucht. Auf schlechtem Untergrund erreicht man nun teilweise deutlich steiler nach etwa 2,5 km auf einer Höhe von 2200 m das freiliegende Hochtal nördlich des Matterhorns in der Nähe der Stafelalp. Hier wieder in völliger Einsamkeit (aber Baumaterialien liegen auch hier herum) steht man dann in der imposanten hochalpinen Kulisse vor der mächtigen Nordwand – unbedingt einen Abstecher Wert und wer Lust bekommen hat, kann sein Glück noch weiter auf den diversen Schotterpisten versuchen. Ein Versuch ab Zermatt nach Osten in Richtung Riffelalp oder Flue wäre sicher auch interessant, vielleicht gibt es da auch noch die ein oder andere für uns befahrbare Straße.
Bei der Abfahrt zurück unbedingt die richtige Route durch „Disneyland” hindurch wählen (geht dann recht flott), danach ist es bis auf die Flachstücke und den kurzen Gegenanstieg sehr angenehm bis zurück nach Visp. Wer noch Zeit und Körner übrig hat, sollte noch einen Abstecher ab Stalden (890 m) über die Moosalp (2048 m) machen.

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04:00:00 | 21.08.2015
sugu
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