Mendelpass (1363 m)

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Mendelpass (1363 m)
Passo della Mendola

Alpen, Südtirol, Trentino - Südtirol.
Befestigungen am Mendelpass.
Der Mendelpass (ital. Passo della Mendola) ist ein ganzjährig befahrbarer, gut ausgebauter Gebirgspass nur ein paar Kilometer südlich von Bozen. Über die Staatsstraße SS-42 geht es hinauf zum parallel zum Etschtal verlaufenden Mendelkamm, der an der tiefsten Stelle zwischen dem Monte Roen (2116 m) im Süden und dem Monte Pénegal (1737 m) im Norden überquert wird. Während der Auffahrt ergeben sich wunderschöne Ausblicke auf das Etschtal und die Weinstraße.
Der Pass verbindet auf 1363 m Höhe das Überetsch bei Eppan (zur Provinz Bozen-Südtirol gehörend) mit dem Nonstal (Provinz Trentino) und führt westlich weiter nach Fondo. Er stellt damit auch seit alters die Sprachgrenze zwischen deutsch auf Südtiroler Seite und italienisch im Trentino dar.
Als Hausberg der Bozener zieht er natürlich viele Biker aus der näheren Umgebung als Trainingsstrecke an, und man trifft auf der Passstraße nach oben immer Weggefährten an. Man sollte sich besser in der Früh aufmachen. Erstens wegen des zum späteren Vormittag einsetzenden Verkehrs (Autos, viele Motorräder und Biker teilen sich die Piste) und zweitens wegen der Sommerhitze. Einige Wegstrecken sind der Sonneneinstrahlung ausgesetzt, und die Felswände entlang der Trassenführung reflektieren die Hitze.
Insgesamt stellt der Pass aber keine extremen Ansprüche an die Kondition, windet er sich doch von Eppan recht gleichförmig mit ca. 6–7 % Steigung über 14 Kilometer hinauf. Daneben kommt aber auch Kaltern als Einstieg in die Ostanfahrt in Frage. Die Variante von Eppan aus ist dabei die Hauptroute, die etwas länger, aber flacher ist. Von Kaltern aus ist der Anstieg dementsprechend kürzer aber auch schwerer. Die Westrampe von Fondo ist mit insgesamt 495 Hm auf 11 km noch einfacher zu fahren. Der Asphalt ist größtenteils neu und sehr gut befahrbar.
Der Mendelpass lässt sich wunderbar mit den westlich gelegenen Pässen Gampenjoch oder Hofmahd zu einer reizvollen Runde mit Rückkehr über Meran verbinden. Weiterhin bieten sich über das vom Nontal nach Westen abzweigende Val di Sole der Passo Campo Carlo Magno und der Passo di Tonale zur Weiterfahrt in Richtung der zahlreichen lohnenswerten Pässe der Lombardei an. Ein absolutes Highlight sind die zusätzlichen 400 Höhenmeter auf den Monte Penegal, einen wunderschönen Panoramahügel, auf den von der Passhöhe eine Stichstraße hinaufführt. Auf der Plattform des dort angebrachten Aussichtsturmes genießt man einen einmaligen Rundumblick nach allen Seiten, im Westen sieht man bis zum Ortler, im Osten lassen sich die Dolomiten bewundern.
Bei aller Radfahrbegeisterung sollte aber nicht unerwähnt bleiben, dass im Gebiet um Eppan heute herrliche Rotweine von internationaler Qualität angebaut werden.

Dank auch an Thomas Moser und kayano Mail an Absender für ihren Anteil an der Passbeschreibung.
Für die Beschreibung danken wir Herbi Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Ostrampe von Eppan15 km950 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne
Ostrampe von Kaltern14 km958 HmSchön: 4 SterneHart: 4 Sterne
Westrampe von Fondo über Belvedere9 km380 HmSchön: 3 SterneHart: 2 Sterne

Ostrampe von Eppan  15 km / 950 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Ostrampe von Eppan
Südlich von Eppan an der Weinstraße zweigt die Mendelpassstraße nach Westen ab. Der Abzweig ist sowohl von Süden als auch von Norden kommend gut ausgeschildert. Vor uns liegen 14 Km zur Passhöhe, die es in 17 Spitzkehren zu überwinden gilt.
Im unteren Bereich sind es zunächst fünf lang gezogene breite Kurven zum Warmfahren ohne Schwierigkeiten. Wir erreichen nach 1,8 km ein Hinweisschild, dass der Pass geöffnet ist. Jetzt verlassen wir das Gebiet der Rebstöcke links und rechts der Straße, und es geht in den Bergwald. Auch im weiteren ist die Strecke sehr abwechslungsreich: Wald, Lichtung, Kehren und Geraden wechseln sich laufend ab.
Bis zur ersten Kehre sind es weitere 3,3 km. Weitere Kehren folgen, dazwischen immer wieder herrliche Panoramablicke nach Osten über das Südtiroler Weinland der Etsch, den Kalterer See und im Norden tiefer unten im Tal die Stadt Bozen. Der Blick schweift weiter bis hinüber zu den Berggipfeln der Dolomiten mit Latemar (2846 m) und Rosengarten (2981 m).
Etwa bei der Hälfte der Strecke erreicht man das verfallene Gasthaus Matschatsch. Zwischen den Kehren 8 und 9 liegt dann ein längerer, relativ gerader Anstieg, der die steil abfallende Bergwand quert. Hier wurde die Straße zum Teil über weite Strecken abenteuerlich in den nackten Fels geschlagen. Steinschlagnetze und Betonstützen sichern die Flanken, an denen entlang man ausgesetzt in Richtung Süden fährt. Dementsprechend bekommt man hier eine tolle Aussicht über das Etschtal, in dessen Talsohle der Kalterer See schimmert. Dieses schönste Stück des Anstieges ist ca. 1,5 km lang. Danach tritt die Straße wieder in den Wald ein, in dem noch die fehlenden acht eng übereinander gebauten Serpentinen überwunden werden müssen.
Mehrere kleine Nothaltebuchten entlang der Strecke sind für Biker wie ideal geschaffen für kurze Verschnaufpausen, und als schöne Aussichtspunkte willkommen. Die letzten 5 Kilometer sind jeweils mit weißer Farbe als Zahlen im Asphalt angezeigt.

Nicht entgehen lassen sollte man sich die eingangs erwähnte Stichtour zum Penegal, die ca. 500 m hinter dem Pass rechts abzweigt. Zu Beginn ist die Steigung noch angenehm, etwas später wird sie immer steiler, Spitzenwerte um die 20 % Steigung verlangen entweder einen ganzen Mann oder doch zumindest eine Bergübersetzung.
Für die Beschreibung danken wir Herbi Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Cheffe Mail an Absender0 h 47 m 11 s28.05.2009
Mittlere Zeit: lordhenchen Mail an Absender1 h 03 m 42 s16.04.2011
Langsamste Zeit: 1 h 47 m 00 s26.06.2009

Ostrampe von Kaltern  14 km / 958 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Ostrampe von Kaltern
Bei der Variante von Kaltern aus ist der Anstieg 14 km lang und hat seine Höchststeigung auch bereits im Dorf mit etwa 15 % auf kurzen Abschnitten. Bereits vom Start aus kann man die Passstraße weit oberhalb am Felsen erahnen. Man beginnt den Aufstieg, fährt durch Kaltern und erreicht St. Nikolaus, einen kleinen Ortsteil. Hier legt sich die Steigung dann zurück und kurz nach dem Ort erreicht man die Kreuzung mit der von Eppan heraufführenden Hauptstraße. Ab dort geht es dann weiter wie oben beschrieben.
Für die Beschreibung danken wir kayano Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Waldo_Feraldo Mail an Absender0 h 46 m 20 s02.07.2011
Mittlere Zeit: mountain_geissbock Mail an Absender1 h 02 m 10 s25.04.2007
Langsamste Zeit: 1 h 31 m 27 s04.08.2011

Westrampe von Fondo über Belvedere  9 km / 380 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Westrampe von Fondo über Belvedere
Die Westrampe ist die mit Abstand kürzeste sowie leichteste Variante, den Mendelpass zu bezwingen. Dies wird vor allem anhand der nur 380 Hm bei durchschnittlich 4,2 % Steigung deutlich.
Wir starten im Ortszentrum von Fondo wenige Meter unterhalb des Brunnens auf der Dorfspiazza auf 983 Metern Höhe. An der rein italienischen Beschilderung hier im Ort erkennen wir, dass wir uns noch nicht im zweisprachigen Südtirol, sondern noch in der Provinz Trentino befinden. Das Rathaus im Rücken verlassen wir das Zentrum nach links auf der Via Cesare Battisti zunächst auf flacher Strecke.
Nach ca. 300 Metern biegen wir links im rechten Winkel bergauf ab, lassen die Bushaltestelle links liegen und treffen nach insgesamt einem halben Kilometer auf die Hauptstrasse Via Palade, die aus Tret und somit vom Gampenpass kommt.
Nach erneut nur wenigen Metern biegen wir links in die spitz und vor allem steil abzweigende Viale Bellavista ab und folgen somit der Ausschilderung zum Mendelpass. Hier befinden wir uns im mit 7 bis 9 % steilsten Stück der Steigung, befahren im weiteren Verlauf eine langgezogene Linkskurve sowie eine spitze links-rechts Kehrenkombination mit flachem Mittelteil und landen automatisch auf der langen Geraden der Via Belvedere.
Bei Kilometer 2,5 haben wir nun bereits das erste Zwischenplateau erreicht und biegen links auf die SS42 in Richtung Mendelpass ab. Nach einem erneuten Richtungswechsel nach rechts bei Kilometer 2,8 verlassen wir bei Kilometer 3,4 endgültig die Bebauung von Ronzone-Belvedere und steigen in den Wald ein.
Hier bewegen wir uns auf den folgenden Kilometern bei sehr mäßigen Steigungsgraden von meist unter 5 % und teilweise sogar Flachstücken auf schön kurviger Straße. Nach 6,1 Kilometern geht es noch einmal scharf rechts auf der mittlerweile Via Villini dell’Alpe heißenden SS42.
Auf den letzten beiden Kilometern beginnt nun wieder die Bebauung von Mendola, wobei der Glanz vergangener Tage mit Herrenhäusern und vermeintlich schicken Kurhotels durchschimmert, in schattiger Abendstimmung und erst recht bei schlechtem Wetter der Ort aber doch eher trist daherkommt.
Als Schluss des Anstiegs wählen wir nicht das Ortseingangsschild mit dem Hinweis auf den 1363 m hohen Pass. An dieser Stelle stimmt dies nämlich noch nicht, so dass wir bis fast an den Ortsausgang weiterfahren und erst an der nach rechts abgehenden Stichstraße nach 9 km den Schlusspunkt setzen.
Insgesamt stellt diese Steigung wie eingangs formuliert eine leicht fahrbare Variante dar, die gut auch noch nach einem längeren Tag über Gampenjoch oder Brezer Joch gefahren werden kann.
Für die Beschreibung danken wir Flachlandtiroler Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Chris108910 Mail an Absender0 h 23 m 13 s02.09.2011
Mittlere Zeit: StahlMeister Mail an Absender0 h 32 m 30 s24.07.2008
Langsamste Zeit: 0 h 39 m 00 s27.06.2007