Mondent (1530 m)
QD-Reisen & Events:
DLRF: 2
Mondent (1530 m)
Braggio
Alpen, Lepontinische Alpen, Val Mesolcina, Graubünden.
Das Calancatal beginnt bei Grono (330 m) in der Nähe von Roveredo und zieht sich parallel zum Val Mesolcina im Osten und zur Tessiner Riviera im Westen 27 km nach Norden. Zur Geschichte des wilden Tales gehören auch immer wieder Bergstürze. Im Juni 2007 stürzten 400.000 Kubikmeter Fels beim Steinbruch Arvigo ins Tal hinunter. Rund 400 Personen im hinteren Tal waren eingeschlossen, weil die einzige Straße gesperrt werden musste.Mondent (1530 m) ist Teil von Braggio, einem Dorf auf einer Sonnenterrasse auf 1300 m Höhe oberhalb von Arvigo (830 m), von wo man nach Monti dArvigo abzweigt. Von Arvigo kann man mit einer kleinen Seilbahn nach Braggio gelangen, im Winter ist dies die einzige Möglichkeit.
Wir Velofahrer müssen dafür zunächst 4 km weiter ins Calancatal fahren. In Cauco geht es steil hinauf auf einer Rampe 5 km zurück, am Ende sind wir 700 m oberhalb von Arvigo. Eine Privatstraße führt sehr schön im Almgelände, weitgehend waldfrei, über eine Reihe von Kehren hinauf und das bei prächtiger Aussicht auf die markanten Berggestalten Pizzo di Claro (2727 m) und Mottone (2692 m).
Die Auffahrt kann man in zwei Abschnitte gliedern: der erste Teil führt von Grono durch das Calancatal bis Cauco. Dabei werden ca. 650 Hm auf 13,2 km überwunden, wobei sich steilere und flachere Stücke abwechseln. Der zweite Teil überwindet auf 5,6 km 550 Hm bei gleichmäßiger Steilheit zwischen 9 und 10 %.
Eine Gesamttour Calanca könnte umfassen: Monti di Santa Maria und Monti dArvigo und Mondent und Monti di San Carlo mit zusammen etwa 3000 Hm.
Für die Beschreibung danken wir TicinoBergler46 

Liste der Auffahrten
| Westanfahrt von Grono | 19,5 km | 1200 Hm | ![]() | ![]() |
Westanfahrt von Grono 19,5 km / 1200 Hm

Wir starten am Südende von Grono und folgen den Hinweisschildern ins Calancatal. Zwei Kehren lassen uns rasch an Höhe gewinnen. Nach einem kurzen, beleuchteten Tunnel überqueren wir auf schöner Brücke das Tal. Bald darauf zweigt eine Straße nach links ab, die nach Monti di Santa Maria führt. Wir fahren geradeaus bei wechselnder Steigun in das Calancatal über Arvigo nach Cauco (981 m) und gelangen links am Dorf vorbei. Wanderschilder zeigen bereits Braggio.Die Privatstraße beginnt gleich hinter dem Dorf. In vier Kehren gewinnen wir rasch an Höhe. Wir fahren weiter den Hang querend hinauf, gelegentlich von Kehren unterbrochen. Die Ausblicke sind prächtig. Auf 1430 m Höhe queren wir das sehr steile Val dAuriglia, das steil herabstürzt zwischen den beiden Gipfeln Piz della Molera (2603 m) und Piz de Groven (2693 m), der Westflanke des Calancatals.
Am 15. Mai 2010 nach dem sehr langen Winter ist für mich Schluss. Es fehlen noch 1 km und 100 Hm. Die Reste einer großen Lawine haben das steile Tal in einer Breite von 60 m ausgefüllt. Der Schnee ist hart, es gibt keine Fußspur, und beim Ausrutschen würde es mit mir und meinem Velo 400 m steil hinuntergehen. Mit Bergschuhen und Stöcken kein Problem, so muss ich aber verzichten. Mondent ist übrigens dann die erste Häusergruppe von Braggio. Den höchsten Punkt von 1530 m erreicht man übrigens, indem man auf einer Höhe von 1496 m links abbiegt zu einem kleinen Tümpel mit der Kartenbezeichnung Motta della Vacche.
Für die Beschreibung danken wir TicinoBergler46 















