Mont Aigoual (1567 m)

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Mont Aigoual (1567 m)

Zentralmassiv, Cevennen, Languedoc-Roussillon.
Am Abzweig zum Observatorium.
Der Mont Aigoual ist der zweithöchste Berg der Cevennen. Auf seinem Gipfel thront eine Wetterwarte mit Observatorium, was auch der Grund für die Straße bis ganz nach oben sein dürfte. Da hier auch Ausstellungen und Artverwandtes stattfinden, ist auch ein wenig Verkehr vorhanden, allerdings mit der Betonung auf wenig.
Der Gipfel ist nicht bewaldet und sorgt für ungehinderte sehr weit reichende Ausblicke, scheinbar sogar über ein Viertel der Fläche Frankreichs hinweg.
Warum der Berg auch der Wasserberg (aygue) und der Windberg genannt wird, kann man hier nachlesen. Hier kann es auf jeden Fall auch in der heißen Jahreszeit recht ungemütlich werden, noch mehr als auf den für ihr raues Klima bekannten Causses der Cevennen.
Wie es sich für einen so wichtigen Berg gehört, führen zahlreiche Auffahrten nach oben. Wir listen hier zur Übersicht vorerst nur die vier Hauptauffahrten und eine dem Autor bekannte Nebenstrecke. Alle vier Bergflanken, besonders jedoch die Westseite bieten aber noch viele weitere Straßen und Kombinationen, die alle ohne jeden Zweifel eine Befahrung wert sind.
In den Cevennen sollte es keine längeren Auffahrten mit mehr Höhenmetern geben, so dass diese Bergstraßen sicher zu den schwersten der Region zählen – auch wenn selten deftige Prozent zu bezwingen sein dürften. Am Mont Lozère (höchster Berg der Cevennen) geht es zwar ähnlich hoch hinauf, man startet aber deutlich höher.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Südauffahrt von Le Vigan über Mandagout  33,8 km / 1465 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Prinzipiell ist auch dies kein allzu schwerer Anstieg, aber mit 33 km sehr lange und mit für die Region außerordentlich vielen Höhenmetern.
Start ist im malerischen Le Vigan auf 231 m Höhe. Man nimmt hier nicht die Hauptroute über den Col du Minier, sondern fährt nordwärts Richtung Mandagout, und der Anstieg beginnt noch unmittelbar im Städtchen. Die Prozente sind zwar deutlich spürbar, jedoch nicht übermäßig steil.
Ein Stück hinter Le Vigan passiert man im Vorbeifahren den Col des Mourèzes mit 560 m Höhe und erreicht nach minimaler Zwischenabfahrt Mandagout. Hier muss man bereits nach den ersten Häusern scharf nach links abbiegen, die Straße wird schmaler und wieder steiler, und es beginnt der schöne Teil des Anstiegs. Kurvig und meist im Wald geht es zunächst weiter. Bei einer kleinen Häusergruppe zweigt dann nach rechts ein Weg über den Col des Vieilles (780 m Höhe) und den Col de Peyrefiche (728 m Höhe) zurück ins Tal nach Le Mazel. Unser Weg führt jedoch geradeaus links weiter bald wieder im Wald.
Auf ca. 850 m Höhe beginnt dann der schwerste Teil. Durch insgesamt fünf Kehren, zunächst noch im Wald, später mit tollen Ausblicken, werden nun auch Steigungen jenseits der 10 %-Marke erreicht, bis man bereits über 1000 m Höhe ist.
Danach wird es wieder lockerer. Noch durch ein paar Kehren, bevor die Straße dann nach Norden über den Zwischenpass Col Barette führt, der höchste Punkt wird hier bei ca. 1325 m Höhe nach ca. 20 km erreicht. Danach gehts längere Zeit locker bergab, bis man den größeren Ort Espérou auf ca. 1230 m Höhe nach ca. 25 km erreicht, wo man mit den Auffahrten über den Col du Minier und von Vallerauge zusammen trifft.
Ab hier ist dann nur noch leichtes Bergaufrollen bei 3–6 % angesagt. Nach 1,5 km erreicht man den Col de la Sereyrède (1299 m Höhe) und die Straße von Meyrueis. Gemeinsam folgt nach weiteren lockeren 2,5 km der nächste Pass, der Col de Prat Peyrot (1380 m Höhe), wo die Gipfelschleife um den Aigoual beginnt. Wir wählen den rechten schmalen Weg und fahren gegen den Uhrzeigersinn um den Gipfel herum. Auch diese ca. 5 km sind völlig entspannt zu fahren, erst am Schluss wird es wieder ein wenig steiler.
Endlich oben auf dem weitläufigen unbewaldeten Gipfel des Mont Aigoual samt Observatorium und Parkplatz hat man dann mit etwas Glück eine fantastische Fernsicht.
Immer zu beachten ist allerdings, dass es auch im Sommer hier oben auf über 1500 m Höhe empfindlich kalt und stürmisch sein kann.

Eine sehr lange Auffahrt, die aber viel Spaß macht, und bei der man zahlreiche Pässe – wie in Frankreich so üblich – im vorbeifahren mitnehmen kann.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

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1.Mad Max Mail an Absender2 h 11 m 00 s06.08.2011
stb72 Mail an Absenderohne Zeit01.05.2003

Südauffahrt von Le Vigan über den Col de Minier  37,5 km / 1430 Hm Schön: 4 Sterne Härte nicht bewertet

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mendi_gora Mail an Absenderohne Zeit20.06.2000

Westauffahrt von Vallerauge  28,5 km / 1225 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

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Columbusgenius Mail an Absenderohne Zeit20.08.1991

Nordauffahrt vom Col de Perjuret  14 km / 584 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Am Ausgangspunkt dieser Auffahrt, dem Col de Perjuret, treffen die geologischen Formationen der Causse Méjean und des Massivs des Mont Aigoual aufeinander und somit auch die beiden Regionen der Grand Causses und der Cevennen . Der Pass liegt im Sattel zwischen beiden Gebirgsstöcken und trennt das Tal der Jonte vom Tal der Fraissinet, einem Zufluss des Tarnon.
Einen tragischen Platz in der Geschichte der Tour de France erhielt der Col 1960 während der 14. Etappe von Millau nach Avignon. Der Stundenweltrekordler Roger Rivière stürzte bei seiner Abfahrt in einer Kurve 20 m tief in eine Schlucht und war ab da an den Rollstuhl gefesselt. Er erholte sich von diesem Schicksalsschlag nie, litt unter Depressionen, die ihn in die Drogenabhängigkeit trieben, und starb 1976 im Alter von 40 Jahren. Ein Denkmal bei Fraissinet-de-Fourques erinnert an die Tragödie.
Man erreicht diesen Ausgangspass über Les Vanels (D996), über Meyrueis (D996) oder hinab von der Causse Méjean aus Richtung Aures.
Am Pass biegt man auf die D18 in Richtung Cabrillach und Mont Aigoual. Die Straße steigt zunächst 1,2 km sehr gemäßigt mit etwa 2–4 % an, bis sie am Col de Fourques (1040 m) leicht bergab führt. Hier hat man einen beeindrucktenden Ausblick nach Westen in die Cevennen. Anschließend führt sie mit etwa 7 % auf einer Länge von 1,3 km durch ein bewaldetes Stück und flacht dann auf 2 km bis auf 5 % etwas ab. Nach insgesamt 5,5 km geht es wieder leicht bergab, bis die Straße kurz vor dem Ortseingang von Cabrillac nach insgesamt 7 km wieder ansteigt und auf die Auffahrt von Massevaques trifft. Hier tut sich ein weiter Ausblick Richtung Gorges du Tapoul auf. Anschließend führt die Straße nun in einem Bogen um den Weiler.
Die Streckenführung verläuft jetzt überwiegend durch bewaldetes Gebiet. Die Steigung auf den nächsten etwa 3 km liegt zwischen 5 und 6 %, um anschließend auf einer Länge von 1,5 km auf etwa 8 % zuzunehmen. Das steilste Teilstück ist nun überwunden, und die Strasse verläuft den Wald am Plo du Four (1407 m) verlassend auf 600 m annähernd flach. Anschließend führt die Straße etwa 1 km gemäßigt mit etwa 3–4 % im Bogen um die Kuppe des Mont Aigoual herauf. An der Stichstraße (RD118) zum Observatorium links abbiegen. Nach 1,3 km hat man das meteorologische Observatorium mit seiner Aussichtsplattform erreicht.
Für die Beschreibung danken wir immerrauf Mail an Absender

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Owingerjan Mail an Absenderohne Zeit17.08.1996

Westauffahrt von Meyrueis über Montjardin  31,5 km / 991 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

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Tom Stier Mail an Absenderohne Zeit25.07.2010

Ostauffahrt von St. André de Valborgne  27,7 km / 1217 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 3 Sterne

Diese Auffahrt ist die Standardauffahrt aus dem Tal des Gardon de St. Jean, also auch von St. Jean-du-Gard oder von Anduze aus. Da jedoch der Anstieg im Tal recht unbedeutend ist, beginnen wir die Beschreibung in St. André de Valborgne (450 m). Hier hat man auch die letzte Gelegenheit, an einem der zahlreichen Brunnen und Wasserhähne seine Trinkflaschen aufzufüllen oder sich im Café noch einen Koffeinschub zu holen.
Vom Marktplatz aus folgt man der D907 aus dem Ort. Die ersten Meter sind etwas steiler, aber schnell pendelt sich die Steigung bei moderarten 4–6 % ein. Der erste Teil des Aufstieges ist noch recht stark bewaldet, trotzdem gibt es immer wieder schöne Aussichtspunkte Richtung Tal.
Etwa 1 km vor dem Tunnel du Marquaires biegt man links ab, dem Schild zum Mont Aigoual folgend (D19). Von den Warnschildern („Route difficile et dangereuse“) sollte man sich nicht einschüchtern lassen, so schlimm wird es nicht. Dieses Sträßchen führt uns nun ca. 1 km lang mit 10 11 % über den 1.014 m hohen Col Salidés, der mit seinem grandiosen Ausblick und kleinen Ruinen auf jeden Fall einen Fotostopp wert ist.
Ein Blick Richtung Westen verrät schon die nun folgenden Herausforderungen. Es folgt eine ebenfalls ca. 1 km lange Zwischenabfahrt mit wieder ca. 10 11 %. Hier sollte man aufgrund der engen Straße und Serpentinen sowie des steilen Abhangs große Vorsicht walten lassen. Unten angekommen, überquert man eine kleine Brücke und beginnt mit einem ca. 2 km langen Anstieg von durchschnittlich 10 %, dem härtesten Teilstück insgesamt.
Nach diesen 2 km wird es mit 2 4 % flach bis moderat, und man landet in Cabrillac, wo man auf die Hauptstraße D18 zum Gipfel abbiegt und noch etwa 8 km zu bewältigen hat. Genaueres hierzu unter der Nordauffahrt vom Col de Perjuret, die ab Cabrillac identisch ist.

Alternativ zu der oben beschriebenen Variante gibt es auch eine Möglichkeit, nur einstellige Steigungsprozente bewältigen zu müssen. Dafür biegt man nicht vor dem Tunnel du Marquaires links ab, sondern durchquert ihn (vorsicht, ca. 200 m kein Licht, aber auch meist keine Autos) und fährt anschließend noch 5 km talwärts nach Rouses. Dort muss man links in die Gorges du Tapoul (D119) abbiegen. Man verschenkt mit dieser Variante einige bereits erklommene Höhenmeter, dafür ist der Aufstieg in den Gorges du Tapoul nicht im zweistelligen Bereich, wenn auch länger. Man landet auch hier wieder in Cabrillac, weiter siehe oben.
Für die Beschreibung danken wir Teutone Mail an Absender

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the grip Mail an Absenderohne Zeit17.05.2008