Mont d'Or (1430 m)

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Mont d'Or (1430 m)

Jura, Franche-Comté (Hochburgund).
Dem Steilstück entgegen.
Südlich von Pontarlier erhebt sich der Mont d’Or (1463 m Höhe) direkt an der Grenze zur Schweiz. Unter dem „Goldberg” darf man sich trotz des viel versprechenden Namens keinen alles überragenden Gipfel vorstellen, vielmehr ist er die höchste Erhebung eines Bergrückens, der nach Norden hin zum Morond hin abfällt. Schaut man von der französischen Seite auf den Mont d’Or, so sieht er aus wie ein normaler Berg in einem beliebigen Mittelgebirge mit Wiesen im unteren Bereich, größeren Waldstücken weiter oben und eine kahlen Kuppe als Mütze obenauf. Von der Schweiz aus besehen wirkt der Berg viel dramatischer, denn in jene Richtung hin fallen fast 200 m hohe, steile Felswände ab, die so genannten Falaises.
In Feinschmeckerkreisen dürfte der Mont d’Or bekannter sein als unter Radlern. Der Grund sind die Kühe, die sich auf seinen Weiden tummeln. Aus deren Milch wird der Weichkäse Vacherin Mont-d’Or hergestellt, der sowohl in Frankreich als auch in der Schweiz als traditionelle Käsesorte anerkannt ist. Wobei sich die Produktionsmethoden leicht unterscheiden, in Frankreich verwendet man nur Rohmilch, in der Schweiz ist es erlaubt, die Milch zu thermisieren und der Rohkäsemasse Milchsäurebakterienkulturen beizufügen. Wer sich näher für dieses magenschließende Thema interessiert, der möge hier und dort nachlesen.
Nicht nur den Kühen und Käsemachern allein ist der Mont-d’Or vorbehalten, seine Hänge werden zusammen mit denen des schon erwähnten Morond im Winter auch für alpine und nordische Skiaktivitäten genutzt. Als Rennradler hat man die Möglichkeit, auf zwei verschiedenen Wegen bis fast auf den Gipfel zu fahren. Die kürzere Variante beginnt in Longevilles-Mont d’Or, die längere einen Katzensprung entfernt davon in Longevilles-Hautes. Beide Wege führen kurz vor dem sehr steilen Schlusskilometer zusammen, der fast schon weissenstein'sche Ausmaße hat. Will man nach oben, wird man sich diesen Kilometer nicht ersparen können. Quaeldich.de empfiehlt, die kürzere, ruhigere Straße zur Auffahrt zu wählen und die längere, im unteren Bereich breiter ausgebaute Straße zur Abfahrt zu nutzen. Wer sich wundert, warum auf salite noch eine dritte Auffahrt erwähnt ist, dem sei gesagt, dass jener Weg eine Variante der Straße von Longevilles-Hautes her ist, der aber für Rennradler nicht mehr machbar ist, da sein Asphalt über weite Strecken verwittert und zerbröselt ist.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Westanfahrt von Longevilles-Mont d'Or  5,2 km / 504 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Westanfahrt von Longevilles-Mont d'Or
Der Unterschied zwischen Longevilles-Mont d’Or und Longevilles-Hautes ist der, dass obwohl beide Orte zusammengewachsen sind, ersterer direkt an der D45 liegt, welche von Les Hôpitaux-Vieux in Richtung Rochejean verläuft, sich letzterer aber eher oberhalb der Straße erstreckt. Jedenfalls befindet sich der Startpunkt dieser Auffahrt zum Mont d’Or an der erwähnten Hauptstraße am Ortsanfang von Longevilles-Mont d’Or von Rochejean aus kommend. Ausgeschildert ist dort nicht der Berg, sondern zwei Auberges, wie hier zu sehen ist. Kurz oberhalb der Kreuzung wird dieser Fauxpas durch einen diskreten Hinweis vor einem Bauernhof ausgebügelt.
Der Bauernhof ist dann auch schon das letzte Haus des Dorfs. Die Straße steigt relativ steil durch Wiesen und Felder nach Süden an. Hin und wieder kommt man an kleinen Waldstücken vorbei. Diese verdichten sich auf dem zweiten Kilometer zu einem großen Waldstück, in dem man die einzigen beiden Serpentinen der Auffahrt durchfährt.
Auf dem vierten Kilometer ist man bei zurückgehender Steigung auf ziemlich gerader Strecke in einer Almenlandschaft unterwegs. Hin und wieder rattert man über Viehroste. Zwei Bauernhöfe stehen am Wegesrand, in denen vermutlich fleißig am Weichkäse gewerkelt wird. Auf diesem Kilometer passiert man auch die Kreuzung, an der man nach Longevilles-Hautes abfahren kann. Hinter der Kreuzung sieht man schon bald den nächsten Bauernhof vor sich. An ebenjenem vorbei zieht eine Straße enorm steil den Berg hinauf, während unterhalb von ihm eine zweite Straße gemütlich am Waldrand nach rechts verläuft.
Nun ratet mal, welcher Weg zum Mont d’Or führt?
Richtig!
Es heißt ja auch „quaeldich.de” und nicht „fahrgemütlichamwaldrandlang.de”
Tatsächlich führt der gemütliche Weg zum im Jura allseits bekannten Kuhschmuggelpaß. Zum Goldberg geht es nun nach dem überqueren zweier Kuhroste mit maximal 20 % Steigung einfach hinter dem Bauernhof geradwegs den Hang hinauf. Sobald man ein kleines verfallenes Gemäuer vor sich sieht, das den Charme eines zerbombten Bunkereingangs hat, ist es mit der Quälerei aber vorbei. Hinter dem Gebäude liegt nämlich schon das Ziel der Auffahrt, ein Parkplatz, der nur rudimentär asphaltiert ist und nach Nordwesten hin noch ein wenig ansteigt. Der Gipfel des Mont d’Or befindet sich nahe des unteren Endes des Parkplatzes. Vom oberen Ende des Parkplatzes aus, an dem der Autor das Foto von seinem Rad gemacht hat, führt ein Schotterweg den Bergkamm entlang in Richtung Morond. Will man sich dort ein wenig die Füße vertreten, sollte man aufpassen, die oben erwähnten Felsabbrüche fallen teilweise ganz dicht neben dem Weg ab!
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Flachlandtiroler Mail an Absender0 h 32 m 00 s17.05.2012

Nordwestanfahrt von Longevilles-Hautes  7 km / 490 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordwestanfahrt von Longevilles-Hautes
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