Monte Beigua (1287 m)

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Monte Beigua (1287 m)

Apennin, Ligurien.
Der Monte Beigua ist ein Berg, mit dem einiges an italienischer Radsportgeschichte verbunden ist. An seinem an der Mittelmeerküste gelegenen Fuß befinden sich die beiden Ortschaften Varazze und Celle Ligure. In Varazze steht zu Ehren von Fausto Coppi ein Denkmal, der aufgrund des milden Klimas in dieser Gegend hier regelmäßig seine Frühform aufpoliert hat.
Wer sich wundert, weshalb hier jedes zweite Rennrad aus der Schmiede von Olmo stammt, der findet in Celle Ligure die Erklärung. Der zweimalige Gewinner von Mailand–San Remo stammt aus diesem kleinen Küstenort. Als Zwölfjähriger soll er dem Sprinterkönig Giuseppe Oliveri auf einer Trainingsfahrt aufgefallen sein, worauf dieser ihn trainierte. Nach seiner Radsportkarriere hat Giuseppe Olmo in Celle Ligure eine Fahrradmanufaktur eröffnet. Eine seiner liebsten Trainingsrunden soll ihn von Celle Ligure über Sassello auf den Monte Beigua geführt haben.
Nicht weiter erstaunlich, dass dieser Berg gerne als Trainingsgelände benutzt wurde und immer noch wird. Ausgehend vom Küstenort kann man hier schließlich 1.300 Höhenmeter an einem Stück absolvieren. Damit braucht sich der Monte Beigua auch vor einem grösseren Alpenpass nicht zu verstecken, vor allem weil die Steigung ab Alpicella wirklich giftig ist.
Leider wird der Berg aber nicht nur zu Trainingszwecken gebraucht. Obwohl er in einem gleichnamigen Naturpark liegt, wurde auf seiner Kuppe ein regelrechter Antennenwald errichtet. Damit soll er wohl eine wichtige Funktion für die Datenversorgung des nahegelegenen Savona erfüllen. Trotzdem lohnt auch die Landschaft das Befahren des Monte Beigua. Abgesehen von einer praktisch verkehrsfreien Auffahrt bietet der Berg eine spektakuläre Aussicht (was dem Autor aber aus wettertechnischen Gründen leider versagt blieb). Bei klaren Bedingungen soll man problemlos Korsika sehen können. Da sich die Bergspitze nur wenige Kilometer Luftlinie vom Meer entfernt befindet, hat man außerdem eine tolle Aussicht auf die ligurische Küste in Richtung San Remo.
Über die aktuelle Wetterlage auf dem Monte Beigua kann man sich bestens mittels einer in den Antennenanlagen montierten Webcam informieren.

Liste der Auffahrten

Südwestauffahrt von Alpicella10,8 km885 HmSchön: 3 SterneHart: 4 Sterne
Nordostauffahrt von Piampaludo7,1 km424 HmSchönheit nicht bewertetHärte nicht bewertet

Südwestauffahrt von Alpicella  10,8 km / 885 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Die Nordauffahrt auf den Monte Beigua ist sowohl landschaftlich als auch sportlich die attraktivere Variante. Das auf 402 m Höhe gelegene Alpicella bietet sich als Startpunkt der Auffahrt an, da es mehrere Varianten gibt, um dorthin zu gelangen. Aber selbstverständlich bietet die Auffahrt beginnend von Varazze zusätzliche 400 Höhenmeter und den Reiz, dass man an der Küste auf Meereshöhe gestartet ist.
Eine schöne Alternative mit wenig Verkehr stellt die Route Celle Ligure – Sanda – Brasi – San Martino dar. In San Martino muss man dazu eine kleine Abzweigung im Dorfkern nehmen, die nicht ausgeschildert ist. Über eine kleine reizvolle Straße erreicht man dann Alpicella, wo man auf die Straße aus Varazze trifft. Diese steigt bis hier mäßig an. In Alpicella gibt es sogar ein Straßenschild, das einen auf die kleine und zum Teil löchrige Fahrbahn auf den Monte Beigua führt.
Die Fahrbahn ist in diesem Bereich schmal, verläuft durch einen dichten, wilden Wald und steigt im zweistelligen Bereich an. Zusätzlich zu der Steigung macht einem auch der holprige Belag der Straße zu schaffen. So windet man sich Richtung Norden und sehnt sich nach einer Verschnaufpause. Der dichte Wald spendet kaum Schatten, da das Gelände hier zu steil ist. Es ist also wichtig, ausreichend Trinkvorräte mitzunehmen, denn hier läuft der Schweiß in Strömen.
Nach 7 Kilometern lässt dann die Steigung erstmals etwas nach und geht in ein ziemlich flaches Stück über. Die Fahrbahn ist hier auch in einem ganz ordentlichem Zustand und zweispurig. Nun hat man auch genug Luft um festzustellen, dass sich die Vegetation völlig verändert hat, und man sich in einem alpin-anmutenden Nadelwald befindet. Man hat dann auch schon die Marke von 1000 Höhenmetern überschritten.
Das flachere Stück ist etwa einen Kilometer lang. Danach steigt die Straße wieder stärker an, erreicht aber nicht mehr die Werte vom Beginn des Anstiegs. Die Straße hat einen weiten Rechtsbogen vollzogen und führt nun wieder Richtung Küste. Da sich der Wald allmählich lichtet, hat man hier schöne Ausblicke auf die Küste. Nach einer Linkskurve sieht man dann auch erstmals den Antennenwald. Dann drückt man die letzten Höhenmeter bei ca. 8 Prozent Steigung weg, um endlich oben anzukommen.
Leider ist die Orientierung auf dem Berg aufgrund der zahlreichen Antennen nicht ganz einfach, und es ist auch nicht genau auszumachen, wo denn nun der höchste Punkt ist. Das Höhenprofil auf salite.ch gibt als Zielpunkt eine Kirche auf 1312 m Höhe an. Der eigentliche Scheitelpunkt befindet sich aber auf 1.287 m Höhe. Das ist aber auch nicht so wichtig, man sollte sich – bei guter Fernsicht – besser einen guten Punkt auswählen, um die einmalige Szenerie am Fuße des Bergs zu betrachten.
Begibt man sich anschließend auf die Abfahrt in Richtung Urbe, so sollte man es gemächlich angehen lassen. Die Straße ist eng und unübersichtlich und vor allem in ganz schlechtem Zustand und mit vielen Steinen übersät.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer Mail an Absender

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Nordostauffahrt von Piampaludo  7,1 km / 424 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

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