Monte Ray (1860 m)
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DLRF: 2
Monte Ray (1860 m)
Alpen, Seealpen, Piemont.
Der Monte Ray ist ein Vorgipfel der Cima della Lausetto im Valle Gesso nahe des Colle di Tenda und damit natürlich auch nahe der französischen Grenze. Er ist Teil des Parco Regionale Alpi Maritimes etwas westlich von Entraque, was den Bau dieser Straße umso merkwürdiger macht. Zweifellos ist die Straße Zubringer zu einer Zentrale oder etwas Artverwandtem der zahlreichen wasserkrafttechnischen Anlagen (Stauseen, Pumpspeicher usw.) in diesem Seitental, welche aber am Ende der Straße hinter einem Tor verborgen ist und sich auf der anderen Seite des Berges befindet.Von Elektrokonzernen erbaute Straßen sind für den Rennradler immer einen Ausflug wert, und das gilt uneingeschränkt auch für diese Straße – und Straße ist der richtige Ausdruck, da sie einst relativ breit und technisch aufwändig mit zahlreichen Stützmauern erbaut wurde. Das ist bei einer aktuellen Befahrung ein wenig merkwürdig, da die Straße im Tal abgeschrankt und die Durchfahrt verboten ist, d.h. wir haben die Straße vollkommen für uns allein und das ist per se schon gigantisch.
Hinzu kommt noch ein steiler aber recht gleichmäßiger Schnitt jenseits der 9 %, und durch die Trassierung am waldfreien Berghang meist auch noch schöne Aussichten – also alles, was des Recken Herz begehrt.
Die Instandhaltung der Straße lässt allerdings ein wenig zu wünschen übrig, d.h. mit herum liegendem Geröll, Dreck oder Schlaglöchern muss man schon rechnen, was vor allem bei der Abfahrt zu beachten ist.
Bei einer abgeschrankten Straße gilt natürlich immer der Hinweis, dass die Befahrung auf eigene Verantwortung erfolgt.
Der Endpunkt am Hang auf über 1800 m Höhe ist ein größerer Platz mit fluffiger Mauerbegrenzung, wo man auch schön hinüber zur Madonna del Colletto und hinunter nach Entraque sieht – hier sollte man auf jeden Fall ein wenig verweilen.
Für die Beschreibung danken wir stb72 

Liste der Auffahrten
| Ostauffahrt von/bei Entraque | 10,2 km | 930 Hm | ![]() | ![]() |
Ostauffahrt von/bei Entraque 10,2 km / 930 Hm

Der leicht zu übersehende Abzweig liegt an der anfangs gemeinsamen Straße zum Lago della Rovina und nach San Giacomo. Er befindet sich gleich nahe der Kreuzung, wo die Straße aus dem Valle Gesso und diejenige direkt aus Entraque zusammentreffen.In insgesamt 14 Kehren geht es nach oben, und auch ansonsten ist es ein kurviges Vergnügen. Die ersten vier und die letzten sieben tornanti folgen in relativ kurzen Abständen, die drei dazwischen sind dagegen sehr ausladend und queren den Hang etwas nach Süden. Bereits recht bald sieht man schön über die verschiedenen Seitentäler hinweg, was nach oben natürlich immer schöner wird. Es tauchen auch noch teilweise schneebedeckte Berge auf, der Cima della Argentera mit 3279 m Höhe dürfte aber leider ganz knapp nicht zu sehen sein.
Im oberen Teil hat man auch häufig Blicke auf die bisherige Trassierung und den Lago di Piastra im Tal. Die innerhalb der kurzen Distanz schnell gewonnene Höhe wirkt hier durchaus beeindruckend. Ganz oben kann man dann auch die Ebene hinter Cuneo im Dunst erahnen.
Noch ein paar Informationen zum Abschluss:
– zur Steigung gibt es nicht viel zu sagen, niemals unter 7 % und niemals über 13 % ermöglichen ein gleichmäßiges fahren
– der einzige Fremdwasserkontakt ist nach 6 km ein magerer abseitiger Wasserfall, also auffüllen von Bidons geht nicht
– bei der Abfahrt wie bereits erwähnt aufpassen, hier kommt im Ernstfall sicher relativ selten Hilfe vorbei
Für die Beschreibung danken wir stb72 
















