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Monti della Gana (1278 m) Monti di Motti

Monti di Ditto.

Auffahrten

Von AP – Genau an der Ortsgrenze zwischen Cugnasco und Gerra (Piano) zweigt von der Hauptstraße 13, die von der schweizerisch-italienischen Grenze bei Brissago am Westufer des Lago Maggiore bis Bellinzona und weiter über den San Bernardino verläuft, ein Weg ab in Richtung Agarone/Medoscio. Hier starten wir die Auffahrt nach Monti della Gana. Schon nach einem halben Kilometer beginnt die Straße kräftig anzusteigen, wobei der Steigungsschnitt pro Kilometer bis zum Ende bei 8 bis 10 % liegt und die Auffahrt somit ein wenig einfacher zu fahren ist als der oben erwähnte Weg nach Bedretto oder etwa der Weg nach Monte Brè.
Wie bei den Anstiegen in der Gegend so üblich, schrauben wir uns zunächst über einige Serpentinen durch kleine, ineinander übergehende Ortschaften nach oben, in denen allem Anschein nach nicht die allerärmsten Menschen der Schweiz wohnen. Es schwer zu sagen, wo Cugnasco sich in Agarone verwandelt, aber Villen, verschnörkelte schmiedeeiserne Tore und hinter Mauern aufragende Palmen gibt es überall. Zwischen den Häusern sind oft noch kleine Weinberge erhalten.
Schon nach ungefähr 2 km passieren wir ein kurzes Waldstück, bevor wir auf dem vierten Kilometer den schönsten Abschnitt der Auffahrt erreichen, der wohl auf dem Gemeindegebiet von Medoscio liegt. Über einen offenen Hang hinweg durchqueren wir dort einen ganzen Haufen von Serpentinen, wobei wir im Süden sehr schön die Trasse des Passo Monte Cèneri unterhalb des Monte Tamaro und im Südwesten das Nordende des Lago Maggiore sehen. Leider verschlechtert sich dort auch der Straßenbelag. Etwa bei Kilometer 4,5 beginnt dann endgültig der Bergwald. Die vier Schönheitspunkte sind dennoch verdient, denn wenn sich im Wald einmal Lücken auftun, steht einem großartigen Ausblick nur noch schlechtes Wetter entgegen.
Es folgen fünf Serpentinen im Wald, bevor wir einen Kilometer später an dem Weiler Monti di Curogna vorbeikommen und die Straße abflacht. Die nächsten 600 m führen kurvig durch den Wald und sind eigentlich das einzige Stück des Anstiegs, auf dem man die Beine baumeln lassen kann. Hinter einer Brücke über einen Bergbach zieht die Steigung wieder kräftig an. Die enge, fast senkrechte Schlucht, durch die der Bach hinabstürzt, ist derart zugewachsen, dass man fast den Eindruck hat, in einen tropischen Dschungel zu blicken.
Ein paar Serpentinen höher öffnet sich der Wald und wir durchfahren das Dorf Monti di Ditto auf 850 m Höhe. Zwar sind wir dort keine 8 Kilometer oberhalb der Magadino-Ebene, aber das urige Dorf mit seinen aus groben Steinen gefügten Häusern wirkt wie aus einem fernen Jahrhundert.
Zwei Kilometer später sehen wir in der letzten Serpentine der Auffahrt den Abzweig in Richtung Monti di Motti, ungefähr 1040 m hoch gelegen. Von dort an ändert sich die Richtung der Auffahrt. Sind wir bis jetzt eher nach Westen unterwegs gewesen, kurvt die Straße nun am Berghang entlang Richtung Osten. Merkwürdigerweise ist der Asphalt nun in wesentlich besserem Zustand als weiter unten. Bald schon versperrt eine Schranke den Autofahrern ohne Sondergenehmigung den Weg; aufrechte Pedalritter fahren ungestört weiter. Zwei Kilometer hinter der Schranke stehen wir dann vor einem Schotterparkplatz für die Autos mit Genehmigung bzw. mit Fahrern, denen das Konzept Obrigkeitshörigkeit fremd ist. Da der Wald dort großflächig gerodet ist, breitet sich ein feines, wenn auch nur halbes Panorama vor uns aus. Der Weiler Monti della Gana liegt am Hang hinter dem Parkplatz, ist aber mit dem Rennrad schon nicht mehr zu erreichen.
Wo wir schon mal vor Ort sind, sollten wir auch noch nach Monti di Motti fahren. Von oben erwähntem Abzweig in der Serpentine aus sind es noch knapp drei Kilometer auf ziemlich übler Straße nach Westen, von denen nur der letzte Kilometer ein wenig ansteigt; tatsächlich liegt der Ort nur 40 oder 50 Höhenmeter oberhalb der Kreuzung. Das Dorf macht einen ziemlich belebten Eindruck und hat auch eine Bar zu bieten, in der man etwas essen kann. Hinter der Bar führt eine asphaltierte Straße noch ein Stück höher und endet (wie fast schon üblich) auf einem Parkplatz.

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