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Morond (1419 m)

Jura, Franche-Comté (Hochburgund).
Die Schlußrampe.
Der Morond liegt praktisch nur einen kurzen Fußmarsch nördlich des Mont d’Or. Tatsächlich wirken beide Berge aus der Ferne betrachtet, sprich zum Beispiel vom Gipfel des Suchet her, wie ein langer Bergkamm, aus dem zwei Kuppen herausragen. Den Bergkamm findet man südlich von Pontarlier direkt an der Grenze zur Schweiz.
Das Dorf am Fuß des Berges mit dem seltsamen Namen Métabief hat sich eine veritable Skiinfrastruktur zugelegt, wie man sie eher in den Alpen vermuten würde. Das äußert sich unter anderem darin, dass auf den Gipfel des Morond ein Sessellift führt, und man im Winter bei entsprechender Schneelage bis nach Métabief abfahren kann. Im Sommer wird dieser Skihang von Dickpneuvelobergablern (oder Downhiller auf Neuhochdeutsch) benutzt, die sich dermaßen aufgerüstet dort hinunterstürzen wie früher die Rittersleute beim Tjost. Wer in Métabief Urlaub macht und kein Interesse an berglerischen Aktivitäten hat, der kann den nahe gelegenen Lac de Saint-Point besuchen, den drittgrößten natürlich entstandenen See, der vollständig in Frankreich liegt.
Zurück zum Morond: auf seinen Gipfel gelangt der Dünnpneuvelobergaufler auf einem engen Sträßlein, das wunderbarerweise für den allgemeinen Verkehr gesperrt ist. Zumindest war dies beim Besuch des Autors der Fall. Das Sträßlein ist aber nicht mehr in allerbestem Zustand, und es steht zu befürchten, dass man nicht allzu viel tun wird, um diesen Zustand zu verbessern. Möchte man also mit dem Rennrad auf den Morond, sollte man das bald in Angriff nehmen.
Fährt man auf der Straße von Longevilles-Hautes zum Mont d’Or, so wird man an einem Abzweig vorbeikommen, wo eine ebenfalls asphaltierte Straße in Richtung Morond führt. Diese Straße wird jedoch weiter oben zur Waldpiste und ist für Rennradler unbrauchbar.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südanfahrt von Métabief5,5 km445 HmSchön: 4 SterneHart: 2 Sterne

Südanfahrt von Métabief  5,5 km / 445 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südanfahrt von Métabief
Obwohl man den Morond von praktisch jeder Stelle in Métabief aus sehen kann, kommt man auf der Suche nach dem Weg zu ihm hoch leicht durcheinander. Der Autor hat sich bemüht, diese Suche mit leider wenig eindrucksvollen Fotos zu vereinfachen.
Der Reihe nach: im Ortskern wird man die Kirche in der Rue du Village nicht verfehlen können. Neben der Kirche, die der Startpunkt der Auffahrt ist, führt die Rue du Télésiège nach Süden. Es gibt zwar kein Straßenschild an jener Ecke, aber der Weg zum Sessellift sollte trotzdem zu finden sein. Bald schon verbreitert sich die Straße zu einem Parkplatz. Im hinteren Bereich des Parkplatzes biegt eine Straße rechts ab, die für ein paar Meter geschottert ist. Das ist die Verwirrung, die oben angedeutet ist, denn obwohl man den Berg und verschiedene Wege zu ihm hoch am Hang vor sich sieht, hat man erst einmal den Eindruck, den falschen Einstieg erwischt zu haben. Hat man aber nicht.
Man kann sich den Schotter ersparen, indem man ungefähr in der Mitte des Parkplatzes durch einen mit Pfosten abgesperrten Kreisel auf eine Esplanade hinauffährt, die sich vor der Talstation des Sessellifts ausbreitet. Ob das erlaubt ist, weiß nur die Verwaltung des Dorfs; die Downhiller blasen dort jedenfalls hemmungslos durch.
Welche Variante auch immer man nimmt, man sieht dann zur linken Hand einen schmalen, steilen Weg im Wald verschwinden, der teils verdeckt ist durch eine Schleppliftanlage. Das ist der Weg zum Morond. Die Wege, welche direkt vom Gipfel unter dem Sessellift hinab führen, sind Pisten, die von den Downhillern genutzt werden.
Steigungstechnisch hat die Auffahrt bis zu jenem Punkt hinter der Talstation nicht viel zu bieten gehabt, aber sobald man auf dem schmalen Weg angekommen ist, steigt es auch schon kräftig an. Für etwas mehr als einen halben Kilometer geht es mit 10 bis 15 % voran. Ein Stück weiter oben im Wald lässt aber die Steigung wieder nach und bleibt bei recht gemütlichen 7 %.
Der Weg zum Morond ist kurz und auch kurzweilig, denn immer wieder öffnet sich der Wald, und man schaut auf Métabief hinab und weit ins Umland hinein. Zweimal kreuzen Downhiller-Pisten die Straße. An jenen Stellen sollte man etwas vorsichtiger sein, weil manche der Kollegen ohne Rücksicht auf Verluste nach unten jagen, und der Asphalt dort auch übersät ist mit Dreck und Steinchen.
Ebenfalls zweimal wird der Sessellift unterquert. Im Bereich der zweiten Unterquerung weicht der Wald zurück, und der Gipfelbereich ist erreicht. Um ganz nach oben zu kommen, muss man noch einmal heftiger am Lenker ziehen, denn der letzte halbe Kilometer ist fast so steil wie die Passage weiter unten in den Wald hinein. Oben bietet sich dem tapferen Radler ein weiter Rundumblick, u.a. ins obere Tal des Doubs, zum Mont Tendre und sogar bis zum Genfer See und den Alpen.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

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