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Neunkircher Höhe (605 m)

Das Schloss Lichtenberg - der Ausgangspunkt der Anfahrt zur Neunkirchner Höhe von Niedernhausen aus.Armin Kübelbeck

Auffahrten

Von quälix – Fischbachtal ist – wie Modautal auch – eine im Rahmen der Gemeindegebietsreform im Jahr 1971 entstandene Groß-Gemeinde mit den Ortsteilen Billings, Meßbach, Nonrod, Lichtenberg (mit den Orstteilen Obernhausen, Hof Hottenbach und Hütte Kernbach), Niedernhausen und Steinau. Die Strecke führt durch einige dieser Ortsteile.

Startpunkt:
Ausgangspunkt dieser Tour ist der Ort Fischbachtal-Niedernhausen. Um das Maximum an Höhendifferenz herauszuholen, liegt der Startpunkt am Ortseingang von Niedernhausen (von Groß-Bieberau bzw. Darmstadt aus kommend betrachtet). Laut Topographischer Karte liegt dieser Punkt auf 180 m Höhe.

Die technischen Daten:
412 Hm auf 9,5 km verteilt ergeben 4,4 % durchschnittliche Steigung. Die maximale Steigung liegt bei ca. 12 %.
Die gesamte Strecke bis zum Gipfel ist asphaltiert und in einem sehr guten Zustand.

Beschreibung:
Vom Startpunkt aus geht es die ersten 2,3 km sehr flach durch Niedernhausen. Es werden gerade mal 17 Hm bewältigt. Nicht nur zum Einfahren wurde dieser „Vorbau“ gewählt, sondern auch weil dadurch die Strecke am Schloss Lichtenberg vorbeiführt. Kurz bevor Niedernhausen verlassen wird, ist das auf einer Anhöhe gelegene Schloss mit dem gleichnamigen Ort auf der rechten Seite nicht zu übersehen. Mehr zu dem Schloss und seiner Geschichte findet man z.B. bei harland.de oder odenwald.de.
Fast kerzengerade geht es weiter auf der L3102 in Richtung Billings. Ein paar hundert Meter vorm Ortanfang steigt die Straße merklich an. Mit knapp 4,5 % Steigung ist der nächste Kilometer, der durch den kleinen Ort Billings führt, aber immer noch recht gemütlich. Danach kommen 2,5 km, die mit sehr gleichmäßigen 6 % Steigung an dem links liegenden Ort Steinau vorbeiführen. Es geht vorbei an einem Wanderparkplatz, und nach rechts bietet sich eine herrliche Aussicht zurück ins Tal, in dem man u.a. die Veste Otzberg sehen kann – wenn das Wetter es zulässt.
Nach einer langgezogenen Serpentine führt die Strecke nun erstmals in den Wald hinein. Nach 800 m wird der Wald aber schon wieder verlassen, und gleichmäßige 6 % Steigung führen in den staatlich anerkannten Erholungsort Modautal-Lützelbach. Durch den kleinen Ort geht es realtiv flach hindurch. Immerhin sind schon 400 m Höhe erreicht, wenn es am Gasthof Spitzewirt vorbei geht.
Kurz hinter Lützelbach wird die L3102 verlassen, und es geht links ab, weiter auf der L3399 in Richtung Lindenfels und Neunkirchen. Die Strecke wird nun etwas anspruchsvoller. Mit 6 bis 7 % geht es in Richtung Neunkirchen. Dieser Teil der Strecke ist bei schönem Wetter voll der Sonne ausgesetzt. Gerade dann, wenn man vor sich den ockerfarbenen Kirchturm von Neunkirchen erblickt, erreicht man eine Art Plateau, das sich über knapp 400 m erstreckt. Und wenn man nun diese Strecke zum erstenmal fährt, denkt man: Okay, das wars dann wohl! Auch wenn man es an diesem Punkt kaum glauben kann, jetzt geht es erst so richtig los. Es ist eine optische Täuschung der üblen Art und schon ein kleines Phänomen: Die Straße geht nach rechts weg, und in der Kurve nimmt die Steigung mehr und mehr zu, bis man sich die nächsten 600 m mit über 9 % Steigung nach Neunkirchen quält. An der steilsten Stelle sind es ca. 12 %.
Kurz bevor man die zuvor so nah geglaubte Kirche erreicht und es links in den Ort Neunkirchen hinein geht, wird die L3399 nach rechts verlassen. Es folgt noch eine kurze Rampe, hinter der sich der motorisierte Kraftverkehr verabschiedet. Der nun einspurige Weg führt vorbei an Wiesen und der nahe gelegenen Modau-Quelle. Auf diesen 400 m geht es recht flach in Richtung Gipfel. Noch in diesem Flachabschnitt wird der Wald erreicht, der bis zum Gipfel nicht mehr verlassen wird.
Nun sind es noch knapp 1000 m bis zum Ziel. Kaum im Wald angekommen geht es auch wieder deutlich steiler voran. Die nächsten 500 m bieten 9 % Steigung, aber nach einer Linkskurve wird es erheblich flacher, und die letzten paar hundert Meter kann man fast zum Ziel rollen. Der Radar-Turm liegt auf 605 m Höhe und bietet keinerlei Aussichtsmöglichkeit – es sei denn, man gehört zu dem Turmpersonal.
Eine wunderschöne Aussicht wird aber auf dem Rückweg nach dem Verlassen des Waldes geboten. Hier zeigt sich der Odenwald von seiner schönsten Seite. Fast schon malerisch liegt die Kirche von Neunkirchen vor der wunderschönen Odenwaldkulisse.

17 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:23:36 | 22.08.2014
moritz_dgdracingteam
Mittlere Zeit
00:31:09 | 20.09.2007
Christoph Mainzer
Dolce Vita
00:42:19 | 26.10.2006
Yuppie mit dem Mountainbike
Von quälix – Die Strecke von Reichelsheim hinauf auf die Neunkircher Höhe ist eine der schwersten Strecken im Odenwald. Mit ein Grund dafür ist das sehr ungleichmäßige Profil, bei dem sich giftige Steigungen immer wieder mit flacheren Passagen abwechseln.
Die in fränkischer Zeit entstandene Gemeinde Reichelsheim zählt ca. 9000 Einwohner. 1806 wurde sie hessisch. Das Rathaus stammt aus dem Jahre 1554, und die über dem Ort liegende, teilweise verfallene Burg Reichenberg von ca. 1250. Die Tallage macht Reichelsheim zu einem guten Ausgangspunkt für einige anspruchsvolle Radtouren im Odenwald.
13 kleinere Ortsteile gehören mit zur Groß-Gemeinde Reichelsheim. Durch zwei davon (Klein-Gumpen und Laudenau) führt diese Route.

Die Strecke nach Neunkirchen ist bei vielen Rundfahrten im Programm. So auch 2002 bei der Hessenrundfahrt, als Zülle & Co. von Fürth über Glattbach und Winterkasten kommend eine Bergwertung am Waldparkplatz kurz vor Neunkirchen überquerten.
Am 3.9.2003 fuhr die Elite auf der 1. Etappe der Hessen-Rundfahrt sogar den größten Teil der hier beschriebenen Strecke von Reichelsheim über Laudenau nach Neunkirchen. Den Abstecher hinauf zur Sackgasse Radarturm haben die Profis natürlich ausgelassen. Im Zeitplan wurden für die Strecke Reichelsheim–Neunkirchen 18 Minuten veranschlagt. Völlig unverständlich ist für mich allerdings, dass es hier damals keine Bergwertung gab, während an der erheblich einfacheren Kuralpe (siehe Felsberg) gleich zwei Bergwertungen abgenommen wurden. Noch unverständlicher ist das falsche Höhenprofil auf der Homepage des Veranstalters. Meine Mail mit einem entsprechenden Hinweis, abgesandt vor dem Beginn der Rundfahrt, wurde nie beantwortet.

Startpunkt:
Der Startpunkt liegt am Ortsende von Reichelsheim und am Ortsanfang des Ortsteiles Klein-Gumpen. Von der B38 zweigt hier die K77 ab.
Einen Straßenplan zum Startpunkt findet man bei meinestadt.de (als PLZ 64385 eingeben).

Die technischen Daten
Der Startpunkt liegt laut topographischer Karte auf 215 m und das Ziel auf 605 m Höhe. Zu diesen 390 Hm kommen noch zwei kleine Gefällstücke mit 6 und 20 m auf somit insgesamt 416 Hm hinzu. Bei einer Streckenlänge von 10 km ergibt sich dabei eine mittlere Steigung von 4 %.
Dieser Wert gibt jedoch ein völlig falsches Bild der Strecke wieder. Sehr steile Anstiege mit bis zu 16 % maximaler Steigung wechseln sich ständig mit Flachpassagen ab. Einerseits ist es schwer dabei einen gleichmäßigen Rhythmus zu finden, andererseits kann so eine Flachpassage auch recht erholsam sein.
Die gesamte Strecke bis zum Gipfel ist asphaltiert und in einem sehr guten Zustand.
Für die Schönheit der Strecke gibt es 4 und für die Härte 3 Sterne.

Beschreibung:
Vom Startpunkt aus geht es die ersten 1,5 km recht flach durch Klein-Gumpen, einen Ortsteil von Reichelsheim. Der hübsche Ort war wiederholt im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ erfolgreich und errang mehrfach auf Landes- und Bundesebene Preise. 14 Hm werden bei der Fahrt durch den knapp 1000 Einwohner zählenden Ort bewältigt, bevor es am Ortsende zum ersten mal richtig losgeht. Diese erste Rampe ist zwar nur 300 m lang, aber mit 8 % Steigung schon mal eine Einstimmung auf das, was noch kommt. Nach 150 m Flachpassage mit knapp 3 % Steigung kommt auch schon die nächste Rampe: wieder nur 300 m und wieder 8 % Steigung. Die Straße führt durch zwei kleine Wäldchen hindurch.
Danach wieder 200 m Flachpassage (knappe 2 %), auf die wieder 300 m mit knapp 8 % folgen. Am steilsten Punkt sind es immerhin schon mal über 12 %. Vor Laudenau geht es nochmals kurz durch den Wald, und nach einem kurzen Flachstück geht es durch Laudenau. Im Ort kommt nun die steilste Stelle der ganzen Strecke. Über 12 % Steigung meldet der Radcomputer auf den nächsten 200 m, und die daran anschließenden 400 m liegen bei über 8 % Steigung. Aber keine Angst: es kommt natürlich wieder eine kurze Flachpassage von 200 m.
Laudenau hat etwas mehr als 300 Einwohner und verdankt seinen Namen dem rauschenden Bach (lut = laut), der die Aue durchfließt. Am Ortsende von Laudenau geht es den nächsten Kilometer auf zwei Serpentinen mit 6 % weiter in Richtung Neunkirchner Höhe. Kerzengerade führt die Straße über ein Hochplateu bis zur L3399. Dabei geht es sogar die letzten 200 m leicht bergab. An der Gabelung muss man nach rechts in Richtung Neunkirchen in den Wald hinein abbiegen.
Die Straße führt nun an der links liegenden Eleonoren-Klinik der LKH vorbei. Die nächsten 800 m bis zum Waldparkplatz haben knapp 8 % Steigung. An der steilsten Stelle – kurz vorm Waldparkplatz auf der linken Seite – sind es allerdings recht giftige 12 %. Unmittelbar daran schließt sich ein 1,3 km langes kurvenreiches leichtes Gefälle an. Nachdem der Wald in einer Linkskurve verlassen wird, geht es flach weiter am Skilift und schließlich am rechts liegenden Neunkirchen vorbei. Kurz vorm Ortsende wird die L3399 nach links verlassen. Es folgt noch eine kurze Rampe, hinter der sich der motorisierte Kraftverkehr verabschieden muss. Der nun einspurige geteerte Weg führt vorbei an Wiesen und der nahe gelegenen Modau-Quelle. Auf diesen 400 m geht es recht flach in Richtung Gipfel. Noch im Flachabschnitt wird der Wald erreicht, der bis zum Gipfel nicht mehr verlassen wird. Nun sind es noch knapp 1000 m bis zum Ziel. Kaum im Wald angekommen, geht es auch wieder deutlich steiler voran. Die nächsten 500 m bieten 9 % mittlere Steigung, aber nach einer Linkskurve wird es erheblich flacher, und die letzten paar hundert Meter kann man fast zum Ziel rollen. Am Tor zum Radar-Turm ist das Ziel der Strecke erreicht.
Wer nicht die gleiche Strecke zurückfahren möchte, kann die weiter oben beschriebene Variante Niedernhausen–Neunkirchen (natürlich in umgekehrter Reihenfolge) zurückfahren. Dann durch Niedernhausen durchfahren und weiter auf der L3106 nach Groß-Bieberau. Dort auf die B38 rechts abbiegen und an Brensbach, Nieder-Kainsbach, Fränkisch-Krumbach, Beerfurth vorbei bis nach Reichelsheim auf der B38 bleiben. Am Ortsende erreicht man dann nach insgesamt ca. 39 km wieder seinen Ausgangspunkt.
17 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:26:20 | 13.06.2006
Trautmann Björn
Mittlere Zeit
00:32:15 | 22.08.2008
holle mtb
Dolce Vita
00:43:12 | 12.09.2011
saxoshuttle
Von ThomasZ – Die Auffahrt zur Neunkirchner Höhe von Brandau aus verdient eine eigene Beschreibung, weil sie sich gut kombinieren lässt mit der Fahrt von Bensheim über die Kuralpe. Wählt man diese Route mit der Abfahrt über Winterkasten und die Schöne Aussicht, hat man am Ende ca. 700 Hm absolviert. Auch eine Kombination mit der Strecke Jugenheim–Stettbachtal–Steigerts ist reizvoll.
Die Auffahrt beginnt in der Ortsmitte von Brandau, wo die L3102 von der L3099 abzweigt. Man folgt der L3102 Richtung Neunkirchen/Lützelbach. Im Ort schlängelt sich die Straße mit leichten Steigungen dahin, am Ortsende beginnt die eigentliche Auffahrt, und es geht mit mäßigen 5 % aufwärts, bis rechts die L3399 abzweigt. Ab hier ist die Strecke identisch mit der Auffahrt von Niedernhausen.
15 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:11:28 | 11.08.2013
Bikerharry
Mittlere Zeit
00:15:41 | 18.08.2015
Bergrennersack
Dolce Vita
00:17:56 | 27.06.2010
Sprengmeister
Von kletterkünstler – Dies ist die unbekannteste und versteckteste, aber auch reizvollste Variante zur Neunkircher Höhe zu gelangen, denn sie ist komplett autofrei. Wir starten in Gadernheim. Kommt man beispielsweise vom Krehberg über Knoden und Raidelbach ab, so hält man sich an der B47 links und sogleich wieder rechts. Die Straße nennt sich passenderweise Neunkircher Straße und steigt noch im Ort gleich kräftig an. Dies ist allerdings nur von kurzer Dauer.
So verlassen wir den Ort und sehen uns nur mit dem teilweise holprigen, aber meist gut fahrbaren Weg und den an Wochenenden sicher häufigen Wanderern konfrontiert. Ansonsten können wir bei meist 5 bis 8 % die landschaftliche Idylle genießen. Fast die gesamte Strecke führt durch den Wald, was einem an heißen Tagen willkommen sein dürfte.
Am Ende des Waldes stemmt sich dem Radler dann aber noch einmal eine giftige Rampe entgegen, die bis zu 13 % steil ist und direkt auf das gleißende Sonnenlicht zuführt – Das Licht am Ende des Tunnels par excellence.
Wer nun noch den Gipfel ohne Aussicht erreichen und damit die 600-Meter-Marke knacken möchten, biegt rechts ab und folgt einfach dem aspahltierten Weg bis zum Radar-Turm.

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