Notschrei (1119 m)

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Notschrei (1119 m)

Schwarzwald, Südschwarzwald, Baden-Württemberg.
Etappe 5 91 - 08.07.2009.
Gruppenfoto der Dolce-Vita-Recken
Der Notschei ist ein südlich des Schauinslands gelegener Hochpunkt, der einen Übergang von Todtnau im oberen Wiesental nach Kirchzarten im Dreisamtal darstellt. Über die sogenannte Panoramastraße, die vom Notschrei mit nur mäßiger Steigung etwa 4 km in nördlicher Richtung zum Schauinsland weiterführt, lassen sich auch Freiburg im Breisgau sowie das Münstertal in kürzester Zeit erreichen. Eine weitere Variante stellt die Auf-/Abfahrt über Hofsgrund dar, die eine direkte Verbindung von Kirchzarten zum Schauinsland darstellt, und auch dort beschrieben ist.

Zur ausführlichen Geschichte, die hinter dem auf den ersten Blick recht eigentümlichen Namen des Passes steckt, verweisen wir wieder einmal auf Wikipedia. Hintergrund der Namensgebung ist ein „Notschrei“ der Todtnauer Bevölkerung an die Badische Regierung in den 1840er Jahren; man forderte aus wirtschaftlichen Gründen lautstark die Anbindung des oberen Wiesentals an den Breisgau. Das Straßenbauprojekt zwischen Todtnau und Oberried wurde schließlich 1848 realisiert.
Der Name wurde auch vom Waldhotel Notschrei aufgegriffen, dass sich direkt an der Passhöhe befindet.

Kombinieren lässt sich der Notschrei sehr leicht mit weiteren Größen des Südschwarzwaldes. Von Todtnau aus kann man zum Feldberg weiter fahren, und von Kirchzarten aus liegen Thurner und Kandel in Reichweite. Von Freiburg aus startend bietet sich eine 60-km-Rundtour über Kirchzarten, Notschrei und Schauinsland (oder in entgegengesetzter Richtung) an.
Für die Beschreibung danken wir majortom Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordanfahrt von Kirchzarten13,5 km734 HmSchön: 2 SterneHart: 3 Sterne
Südanfahrt von Todtnau7,5 km478 HmSchön: 2 SterneHart: 2 Sterne

Nordanfahrt von Kirchzarten  13,5 km / 734 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordanfahrt von Kirchzarten
Von Kirchzarten, im Dreisamtal gelegen, aus fährt man die L126, die in Richtung Oberried und Todtnau ausgeschildert ist. Die ersten neun Kilometer dieser Anfahrt bis zur Abzweigung nach Hofsgrund kurz nach dem Steinwasenpark (einem Vergnügungspark) sind sehr detailliert beim Schauinsland beschrieben und dort nachzulesen. Hier wird auch die Maximalsteigung von 14 Prozent erreicht.
Kurz nach dem Steinwasenpark folgen zwei weite Kehren (Nummer drei und vier von Kirchzarten aus gezählt); in der zweiten muss man sich geradeaus halten, wenn man über Hofsgrund zum Schauinsland fahren möchte. Zum Notschrei jedoch durchfährt man die Kehre und sieht sich sofort mit einem weiteren Steilstück konfrontiert. Über einen knappen Kilometer liegen die Steigungsprozente noch einmal im unteren zweistelligen Bereich.
Dann ist das schlimmste überstanden, der Wald lichtet sich etwas, und die Steigung lässt deutlich nach und liegt nun zwischen fünf und acht Prozent, in den nun sehr rasch aufeinander folgenden Kehren Nummer fünf bis acht sogar noch deutlich darunter. Dieser Abschnitt fährt sich sehr unregelmäßig, dennoch gewinnt man stetig an Höhe und gewinnt auch immer mehr den Eindruck, dass der Hochpunkt bald erreicht ist. Nach der achten und letzten Kehre folgt jedoch noch eine lange Gerade von etwa zwei Kilometern, und da die Steigung nun auch ein letztes Mal in den zweistelligen Prozentbereich hin tendiert, sollte man sich für diesen letzten Abschnitt noch ein paar Körner aufgespart haben.
Die eigentliche Passhöhe ist relativ unspektakulär und wird durch ein Hotel und ein paar weitere Häuser an einer Kreuzung markiert. Geradeaus fährt man nach Todtnau ab, während rechts die sogenannte Panoramastraße abgeht, die den Notschrei mit dem Schauinsland verbindet, und es dem Bezwinger deshalb erlaubt, ohne größeren Aufwand auch noch einen zweiten Schwarzwaldpass der persönlichen Sammlung hinzuzufügen.
Der Straßenbelag der Nordauffahrt ist ausgezeichnet, das Verkehrsaufkommen jedoch ist auch recht beträchtlich, da die Straße eine wichtige Verbindung darstellt. Fazit: ein landschaftlich eher weniger, sportlich dafür doch recht interessanter Pass, den der Autor mit zwei Schönheits- und drei Härtesternen bewertet.
Der Autor bedankt sich bei deralpensegler Mail an Absender für Begleitung bei der Recherche und Bilddokumentation.
Für die Beschreibung danken wir majortom Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: yoginski Mail an Absender0 h 35 m 56 s20.05.2011
Mittlere Zeit: BikerMarkus Mail an Absender0 h 59 m 17 s14.05.2009
Langsamste Zeit: 1 h 31 m 01 s18.08.1983

Südanfahrt von Todtnau  7,5 km / 478 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südanfahrt von Todtnau
Die deutlich einfachere Seite des Notschreis ist die Südrampe, die in Todnau beginnt. Nicht nur ist der zu bewältigende Höhenunterschied hier deutlich geringer als bei der Nordrampe aus Kirchzarten bzw. Oberried (da Todtnau bereits auf 660 m Höhe liegt), auch die durchschnittliche Steigung ist wesentlich geringer. Also eigentlich ein echter Rollerberg, nach einer langen Tour durch den Südschwarzwald kann er aufgrund der Länge aber auch ganz schön weh tun.
Wie gesagt beginnt der Anstieg in Todtnau. Vom Feldberg kommend muss man den Ort ganz durchqueren und dann am westlichen Ende rechts auf die L126 in Richtung Freiburg abbiegen; dementsprechend biegt man, das Wiesental hinauf fahrend, noch vor dem Ortseingang von Todtnau links ab.
Der Anstieg beginnt sanft und bleibt moderat, die Steigungswerte schwanken die gesamte Wegstrecke über nur unwesentlich zwischen etwa 5 und 8 %. Leider ist die Straße besonders in den frühen Abendstunden sehr befahren; es sind wohl einige Autofahrer sehr froh darüber, dass der „Notschrei“ (siehe allgemeine Beschreibung oben) von der Regierung Badens erhört wurde, was sich leider auch in der Schönheitswertung niederschlägt. Der Asphaltbelag ist allerdings tadellos.
Nach 2,3 km erreichen wir Aftersteg, einen Ortsteil von Todtnau, wo die ansonsten ziemlich gerade verlaufende Streckenführung durch eine Doppelserpentine etwas aufgelockert wird. Weil die Steigung hier leicht abflacht, hat man auch Gelegenheit zum Durchatmen. Wer länger durchatmen möchte, dem sei ein Abstecher zu den Todtnauer Wasserfällen empfohlen, die angeblich auch vom Parkplatz in Aftersteg schon zu sehen sind.
Die Reise geht dann wieder in nördlicher Richtung weiter, bei nach wie vor moderater Steigung. Links tun sich Blicke ins Tal auf, während sich rechts der Hochschwarzwald erhebt. Die Abzweigung nach Todtnauberg lassen wir rechts liegen und erreichen bald darauf das zweite Etappenziel, Muggenbrunn (5,2 km, 332 Hm). Hinter diesem Ort nähert sich die Steigung dann für etwa einen Kilometer der 10-Prozent-Marke oder überschreitet sie auch mal kurzfristig. Doch schon bald darauf lässt die Steigung wieder nach und pendelt sich wieder bei um die 7–8 % ein.
Das Hotel am Notschrei, das schon von weitem zu sehen ist, markiert dann die Passhöhe. Auf dem letzten Kilometer lässt die Steigung auch noch weiter nach, so dass man zur Passhöhe auch nochmal Fahrt aufnehmen kann.
Hier kann man sich dann entscheiden, ob man geradeaus hinunter nach Kirchzarten fährt, oder links auf die Panoramastraße zum Schauinsland abbiegt. Aufgrund des Weitblicks in die Rheinebene und zu den Vogesen einerseits und auf den Feldberg andererseits empfiehlt sich die Panoramastraße, zumal der Höhenunterschied zum Schauinsland zu vernachlässigen ist, und man beinahe eben fährt.
Für die Beschreibung danken wir majortom Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Oberrieder Mail an Absender0 h 20 m 25 s17.06.2009
Mittlere Zeit: Hobbyfahrer Mail an Absender0 h 33 m 28 s16.08.2011
Langsamste Zeit: 0 h 52 m 00 s06.08.2008