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Nufenenpass (2478 m) Passo della Novena

Abfahrt Richtung Airolo, 26.8.08

Auffahrten

Von kletterkünstler – Dies ist zwar die kürzere, sicher aber auch die schwerere, weil steilere Auffahrt. Es ist die klassische Variante, die auch gerne in einer Runde mit Furka- und Gotthardpass gefahren wird, so wie auch schon desöfteren bei der Tour de Suisse, was zuletzt im Jahre 2005 der Fall war. Damals war dieses 100 km lange Teilstück mit Start und Ziel in Ulrichen zugleich die letzte Etappe der gesamten Rundfahrt.

Startet man, wie die Profis 2005, in Ulrichen, so hat man nicht viel Zeit sich einzurollen, denn schon am Ortsende kommt die erste Rampe in Sicht und ehe man sich versieht, steckt man auch schon mittendrin. Zuvor hat man die noch jungfräuliche Rhône überquert, die sich hier im deutschsprachigen Goms noch Rotten nennt. Das zu Ulrichen zählende Dörfchen Zum Loch stellt dann den Beginn des Anstiegs dar.
Die Steigung erreicht gleich auf den ersten beiden Kilometern Spitzen von 12 % und liegt meist im höheren einstelligen Bereich. Nach zwei Kehren folgt ein gerader Abschnitt, an dem man einen Blick nach rechts unten wagen sollte, wo sich der Gebirgsbach Ägene tief in den Fels eingeschnitten hat. Nach zwei weiteren kurzen Kehren erreicht man auf nun über 1600 m schließlich eine kleine Hochfläche. Doch flach ist es hier nicht. Die Straße verläuft zwar über etwa einen Kilometer nur leicht ansteigend geradeaus, doch der häufige Gegenwind kann hier ganz schön unangenehm sein und demotivierend wirken.
Eine Brücke über die Ägele beendet dieses Teilstück und nun wird es dann auch richtig ernst. Zunächst verläuft die Straße weiterhin geradeaus am Hang entlang. Die Steigung liegt nun meist zwischen 9 und 12 %. Auf 1925 m passiert man die Alp Ladstafel, die hier in einem weiten Talkessel liegt, auf den man von weiter oben eine hervorragende Sicht hat. Störend wirken dann allerdings die zahlreichen großen Strommasten, die die sonst so schöne, wilde Kulisse doch ganz schön verschandeln.
Blickt man nun nach oben, sieht man schon die eng übereinander geschachtelten Kehren. Mit diesem Serpentinenabschnitt beginnt auch der Schlussteil der Passauffahrt. Wie in Trance schraubt man sich nun höher und höher und ist vermutlich trotz der meist hohen Steigung froh, dass man die endlos scheinende Gerade hinter sich gebracht hat. Bizarre Bergformen präsentieren sich nun über dem unter uns liegenden Talkessel. Immer wieder gerät das Blinnenhorn mit dem Griesgletscher in unser Blickfeld. In der vorletzten Kehre zweigt eine Straße zum Griessee ab.
Nun folgen wieder längere gerade Abschnitte. Die Straße führt nun in nordöstliche Richtung an der Südflanke des 3061 m hohen Pizzo Gallina entlang. Dieser zählt zum Massiv des 3192 m hohen Pizzo Rotondo, der den Wasserscheidepunkt von Atlantik, Adria und westlichem Mittelmeer darstellt. Er zählt zum Gotthardmassiv oder großräumiger betrachtet zu den sogenannten Lepontinischen Alpen.
Die letzte Kehre führt uns schließlich wieder in die entgegengesetzte, also südliche Richtung. Die Passhöhe konnte man von der anderen Seite schon erkennen, nun liegt sie wieder etwas verdeckt. Auf den letzten Metern wird noch einmal die Maximalsteigung von rund 13 % kurzzeitig erreicht, dann passiert man auch schon das Passschild, das ein wenig unterhalb der Passhöhe positioniert ist. Diese liegt dann in einer Linkskurve an zwei kleinen Seen.

Von der Passhöhe hat man nun eine großartige Sicht. Nach Osten blickt man hinab in das Val Bedretto, nach Westen hinüber bis zu den vergletscherten Berner Alpen mit seinem höchsten Gipfel, dem Finsteraarhorn (4274 m). Nördlich und östlich von uns thronen die Gipfel des Gotthardmassivs. Südlich des Passes erheben sich u.a. Helgenhorn (2837 m) und Grieshorn (2929 m).
Die Abfahrt in das Val Bedretto gestaltet sich nun anfangs etwas ruppig, da die Straße, wie am Lukmanierpass, aus hässlichen Betonplatten besteht. Auf der langen Gerade nach den ersten Kehren sind aber dennoch hohe Geschwindigkeiten möglich.
435 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:58:13 | 26.07.2008
Adam
Mittlere Zeit
01:23:15 | 10.10.2015
Retep Reloaded
Dolce Vita
02:39:00 | 29.08.2015
Postbote
Von Chris99 – Die 23 km lange Strecke von Airolo zum Nufenen ist berüchtigt für den zumeist vorherrschenden Gegenwind vom Pass.
Durch das Val Bedretto führt die Straße von Airolo (1159 m) entlang des Baches Ticino mit einstelligen Steigungswerten bis nach Paltano (2203 m). Doch schon diese 16 km weisen einen durchschnittlichen Steigungswert von 6,5 % auf, und das ohne jegliche Serpentinen, die ja zumeist Regenerationsphasen in den Kehren gewähren. Hier aber geht es konstant bergan.
Die letzten 6 km von Paltano zum Pass haben zwar wegen mehrerer Serpentinen nur noch eine Durchschnittsteigung von 4,5 %, dies allerdings mit Steigungsspitzen von 10 bis 12 %. Nach 16 km gleicht dies einer wahren Tortur.
Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass die Passhöhe erst sehr spät ins Blickfeld gerät und man ständig unsicher ist, wie weit es noch hinauf geht. Hier lohnt sich ein vorheriger Abgleich mit der Kilometeranzeige des Bordcomputers. Nach insgesamt 23 km ist dann die Passhöhe auf 2478 m Höhe erreicht. Hier oben befindet sich ein kleiner See und ein Passrestaurant. Vor der Abfahrt sollte man noch die Ausblicke zu beiden Seiten genießen.
124 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:19:00 | 25.08.2004
Mangstrong
Mittlere Zeit
01:48:00 | 04.08.1995
marcello
Dolce Vita
03:04:00 | 12.10.2015
Ernst8953
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