Nufenenpass (2478 m)

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Nufenenpass (2478 m)
Passo della Novena

Alpen, Lepontinische Alpen, Wallis, Tessin.
Der Nufenenpass ist mit seinen 2478 m der höchste innerschweizerische Alpenübergang und bildet die Grenze zwischen dem Wallis und dem Tessin. Von Osten aus erreicht man die Passhöhe über das Val Bedretto entlang dem Ticino und gelangt durch zahlreiche Serpentinen nach Ulrichen. Umgeben wird der Pass vom Piz Nero (2904 m) im Norden und von der italienischen Grenze im Süden.
Der Nufenenpass ist einer der jüngsten Alpenübergänge überhaupt, denn er wurde erst vor 30 Jahren erbaut. Durch seine hohe Durchschnittssteigung, seine zahllosen Serpentinen und seine Windanfälligkeit (in beiden Richtungen) ist der Nufenen einer der Härtesten. Da es in diese Hochgebirgslandschaft eh keinen Menschen zieht, und man über Furka und Gotthard genauso ins südliche Klima des Tessin gelangen kann, ist es durchaus berechtigt, den Nutzen des Nufenen in Frage zu stellen. Wer sich die volle Packung geben will, ist an diesem Pass genau richtig. Noch spaßiger für den Radler ist eine Runde über den Furka-, Nufenen- und das Val Tremola des Gotthardpasses.
Die westliche Auffahrt von Ulrichen ist abwechslungsreich und sehr zu empfehlen, während die Ostanfahrt aus Richtung Airolo von der Straßenführung her eher langweilig (aber dennoch hart) ist und auch landschaftlich durchaus einiges zu bieten hat.
Für die Beschreibung danken wir Chris99 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Westrampe von Ulrichen14 km1132 HmSchön: 5 SterneHart: 4 Sterne
Ostrampe von Airolo23 km1339 HmSchön: 4 SterneHart: 4 Sterne

Westrampe von Ulrichen  14 km / 1132 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Dies ist zwar die kürzere, sicher aber auch die schwerere, weil steilere Auffahrt. Es ist die klassische Variante, die auch gerne in einer Runde mit Furka- und Gotthardpass gefahren wird, so wie auch schon desöfteren bei der Tour de Suisse, was zuletzt im Jahre 2005 der Fall war. Damals war dieses 100 km lange Teilstück mit Start und Ziel in Ulrichen zugleich die letzte Etappe der gesamten Rundfahrt.

Startet man, wie die Profis 2005, in Ulrichen, so hat man nicht viel Zeit sich einzurollen, denn schon am Ortsende kommt die erste Rampe in Sicht und ehe man sich versieht, steckt man auch schon mittendrin. Zuvor hat man die noch jungfräuliche Rhône überquert, die sich hier im deutschsprachigen Goms noch Rotten nennt. Das zu Ulrichen zählende Dörfchen Zum Loch stellt dann den Beginn des Anstiegs dar.
Die Steigung erreicht gleich auf den ersten beiden Kilometern Spitzen von 12 % und liegt meist im höheren einstelligen Bereich. Nach zwei Kehren folgt ein gerader Abschnitt, an dem man einen Blick nach rechts unten wagen sollte, wo sich der Gebirgsbach Ägene tief in den Fels eingeschnitten hat. Nach zwei weiteren kurzen Kehren erreicht man auf nun über 1600 m schließlich eine kleine Hochfläche. Doch flach ist es hier nicht. Die Straße verläuft zwar über etwa einen Kilometer nur leicht ansteigend geradeaus, doch der häufige Gegenwind kann hier ganz schön unangenehm sein und demotivierend wirken.
Eine Brücke über die Ägele beendet dieses Teilstück und nun wird es dann auch richtig ernst. Zunächst verläuft die Straße weiterhin geradeaus am Hang entlang. Die Steigung liegt nun meist zwischen 9 und 12 %. Auf 1925 m passiert man die Alp Ladstafel, die hier in einem weiten Talkessel liegt, auf den man von weiter oben eine hervorragende Sicht hat. Störend wirken dann allerdings die zahlreichen großen Strommasten, die die sonst so schöne, wilde Kulisse doch ganz schön verschandeln.
Blickt man nun nach oben, sieht man schon die eng übereinander geschachtelten Kehren. Mit diesem Serpentinenabschnitt beginnt auch der Schlussteil der Passauffahrt. Wie in Trance schraubt man sich nun höher und höher und ist vermutlich trotz der meist hohen Steigung froh, dass man die endlos scheinende Gerade hinter sich gebracht hat. Bizarre Bergformen präsentieren sich nun über dem unter uns liegenden Talkessel. Immer wieder gerät das Blinnenhorn mit dem Griesgletscher in unser Blickfeld. In der vorletzten Kehre zweigt eine Straße zum Griessee ab.
Nun folgen wieder längere gerade Abschnitte. Die Straße führt nun in nordöstliche Richtung an der Südflanke des 3061 m hohen Pizzo Gallina entlang. Dieser zählt zum Massiv des 3192 m hohen Pizzo Rotondo, der den Wasserscheidepunkt von Atlantik, Adria und westlichem Mittelmeer darstellt. Er zählt zum Gotthardmassiv oder großräumiger betrachtet zu den sogenannten Lepontinischen Alpen.
Die letzte Kehre führt uns schließlich wieder in die entgegengesetzte, also südliche Richtung. Die Passhöhe konnte man von der anderen Seite schon erkennen, nun liegt sie wieder etwas verdeckt. Auf den letzten Metern wird noch einmal die Maximalsteigung von rund 13 % kurzzeitig erreicht, dann passiert man auch schon das Passschild, das ein wenig unterhalb der Passhöhe positioniert ist. Diese liegt dann in einer Linkskurve an zwei kleinen Seen.

Von der Passhöhe hat man nun eine großartige Sicht. Nach Osten blickt man hinab in das Val Bedretto, nach Westen hinüber bis zu den vergletscherten Berner Alpen mit seinem höchsten Gipfel, dem Finsteraarhorn (4274 m). Nördlich und östlich von uns thronen die Gipfel des Gotthardmassivs. Südlich des Passes erheben sich u.a. Helgenhorn (2837 m) und Grieshorn (2929 m).
Die Abfahrt in das Val Bedretto gestaltet sich nun anfangs etwas ruppig, da die Straße, wie am Lukmanierpass, aus hässlichen Betonplatten besteht. Auf der langen Gerade nach den ersten Kehren sind aber dennoch hohe Geschwindigkeiten möglich.
Für die Beschreibung danken wir kletterkünstler Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Adam Mail an Absender0 h 58 m 13 s26.07.2008
Mittlere Zeit: freiburger Mail an Absender1 h 23 m 00 s29.08.2010
Langsamste Zeit: 2 h 13 m 00 s02.08.2010

Ostrampe von Airolo  23 km / 1339 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Die 23 km lange Strecke von Airolo zum Nufenen ist berüchtigt für den zumeist vorherrschenden Gegenwind vom Pass.
Durch das Val Bedretto führt die Straße von Airolo (1159 m) entlang des Baches Ticino mit einstelligen Steigungswerten bis nach Paltano (2203 m). Doch schon diese 16 km weisen einen durchschnittlichen Steigungswert von 6,5 % auf, und das ohne jegliche Serpentinen, die ja zumeist Regenerationsphasen in den Kehren gewähren. Hier aber geht es konstant bergan.
Die letzten 6 km von Paltano zum Pass haben zwar wegen mehrerer Serpentinen nur noch eine Durchschnittsteigung von 4,5 %, dies allerdings mit Steigungsspitzen von 10 bis 12 %. Nach 16 km gleicht dies einer wahren Tortur.
Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass die Passhöhe erst sehr spät ins Blickfeld gerät und man ständig unsicher ist, wie weit es noch hinauf geht. Hier lohnt sich ein vorheriger Abgleich mit der Kilometeranzeige des Bordcomputers. Nach insgesamt 23 km ist dann die Passhöhe auf 2478 m Höhe erreicht. Hier oben befindet sich ein kleiner See und ein Passrestaurant. Vor der Abfahrt sollte man noch die Ausblicke zu beiden Seiten genießen.
Für die Beschreibung danken wir Chris99 Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Mangstrong Mail an Absender1 h 19 m 00 s25.08.2004
Mittlere Zeit: funky sportsman Mail an Absender1 h 45 m 00 s09.08.2008
Langsamste Zeit: 2 h 47 m 00 s26.08.2010