Passo dei Due Santi (1392 m)
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DLRF: 2
Passo dei Due Santi (1392 m)
Zum Zeri
Apennin, Nördlicher Apennin, Toskana.
Der fast 1400 m hohe Passo dei Due Santi könnte der westlichste Übergang zwischen der Toskana und der Emilia-Romagna sein. Das ist er theoretisch auch, jedoch nur für Wanderer und möglicherweise auch für Mountainbiker. Asphaltiert ist er nämlich nur auf der toskanischen Südseite, so dass er für Rennradfahrer nur als Sackgasse zu befahren ist; auf der Nordseite führt eine Schotterrampe weiter, die jedoch nicht rennradtauglich erscheint. Eingerahmt wird der Pass durch den markanten Monte Spiaggi (1554 m) im Osten und dem Monte Tecchione (1583 m) im Westen.Wieso also bauen die Italiener eine „halbe“ Passstraße? Des Rätsels Lösung ist das Skigebiet Zum Zeri. Darunter darf man sich allerdings keine Bettenburgen aus der Retorte vorstellen, wie man sie in den Alpen häufig antrifft. Die doch recht pompös aufgemachte Homepage des Skigebiets täuscht nämlich ziemlich gekonnt darüber hinweg, dass es sich gerade mal um zwei Skilifte und eine Handvoll Pisten handelt. In Heerscharen dürften die Wintersportler also auch bei Schnee hier nicht einfallen – vermutlich handelt es sich eher um Tagestouristen aus La Spezia. Im Sommer ist in Zum Zeri absolute tote Hose, ein paar verlassene Baracken umgeben einen Parkplatz. Immerhin gibt es einen funktionierenden Wasserhahn, an dem man seine Trinkflaschen auffüllen kann.
Lohnt sich also ein Abstecher zum Passo dei Due Santi? Für den Genussradler sicher nicht. Die Umgebung ist zwar hübsch und idyllisch, aber nicht so spektakulär wie beispielsweise die mit demselben Ausgangspunkt ins ligurische Val Vara führenden Pässe Rastrello und Adelano. Hartgesottene Kletterer könnten jedoch am bis zu 16 % steilen Mittelstück durchaus Gefallen finden.
Welche beiden Heiligen dem Pass seinen Namen gaben, können wir leider nicht sagen.
Zum Schluss noch ein Warnhinweis aus der persönlichen Erfahrung des Autors: Begegnet man in der Auffahrt einer Schafherde, dann sollte man respektvollen Abstand halten und warten, bis die Tiere die Straße wieder freigegeben haben. Andernfalls könnten gemeingefährliche Schäferhunde die Notwendigkeit eines kleinen Bergsprints erwirken.
Für die Beschreibung danken wir majortom 

Liste der Auffahrten
| Südauffahrt von Noce | 8,5 km | 730 Hm | ![]() | ![]() |
Südauffahrt von Noce 8,5 km / 730 Hm

Wie auch die ins ligurische Val Vara führenden Pässe Rastrello und Adelano beginnt der eigentliche Aufstieg zum Passo dei Due Santi im Ort Noce. Wer mit der Anzahl der absolvierten Höhenmeter angeben möchte, kann den Auftakt natürlich auch noch weiter das Val Gordana hinab legen, beispielsweise nach Pontremoli.Wir beginnen die Beschreibung jedoch erst in Noce, und kurz hinter diesem Ort zweigt die Straße zum Passo dei Due Santi rechts ab, während es geradeaus weiter zum Passo del Rastrello ginge. Vom Rastrello abfahrend müsste man als hier links abbiegen, die Straße ist sowohl nach Zum Zeri als auch zum Passo dei Due Santi ausgeschildert. Wir durchfahren denn den Ort Patigno und gelangen dann zur zweiten Kreuzung. Diesmal würde es geradeaus zur Foce di Adelano gehen, wir entscheiden uns jedoch für die Abzweigung scharf rechts und erreichen den Ort Valditermine (2,7 km). Bis jetzt ist noch nichts entscheidendes passiert, und die Steigung lag bislang immer im erträglichen Bereich zwischen 6 und 8 Prozent.
Mit diesen Steigungswerten geht es auch erstmal weiter, während die verschlafene Dorfkulisse nun einer weitläufigen Weidelandschaft weicht – garniert mit Ausblicken auf das Massiv des Monte Spiaggi, auf das wir zu radeln. Es ist ein Seitental des Val Gordana, in dem wir unterwegs sind, und nach insgesamt 5,5 km queren wir den Bach und kreuzen somit auf die andere Talseite. Das ist die erste wirkliche Zäsur in unserem Anstieg, denn nun wird es doch deutlich steiler, und die Auffahrt zeigt ihr wahres Gesicht.
Eine erste Rampe im zweistelligen Prozentbereich führt uns zu einer Kehre direkt unterhalb des Monte Spiaggi, die uns eine schöne Aussicht ins Tal hinab und weit in die toskanische Bergwelt hinein offenbart. Nach der Kehre geht die Kletterei dann erst richtig los. Während die Straße nun in den Wald eintaucht, pendelt sich die Steigung erstmal bei 14–16 % ein. Erst gegen Schluss, auf dem letzten Kilometer, lässt die Steigung wieder leicht nach.
Hinweisschilder auf Parkplätze für Skifahrer und (im Sommer verwaiste) Gastronomie kündigen schließlich das nahe Ende der Auffahrt an. Das kommt am Ende einer Schlussgeraden und belohnt uns immerhin mit einem Passschild – und einem schönen Blick zurück. So stehen wir dann schließlich auf einem Parkplatz mit ein paar verlassenen Baracken ringsum und versuchen uns vergeblich vorzustellen, wie es hier im Winter von Skitouristen wimmelt. An den Parkplatz schließt sich dann ein geschotterter Weg an, der auf der anderen Seite des Passes herunter führt – weitere Informationen hierzu können wir jedoch nicht geben.
Für die Beschreibung danken wir majortom 















