Passo del Bocco (929 m)
QD-Reisen & Events:
DLRF: 2
Passo del Bocco (929 m)
Apennin, Nördlicher Apennin, Ligurien.
Leider scheint es mit der Fantasie der Leute bezüglich Namensgebung hierzulande nicht so gut bestellt zu sein. Schliesslich gibt es nur etwa 10 Kilometer nordwestlich einen weiteren Passo del Bocco.Die beiden identisch benannten Pässe haben aber nicht viel gemeinsam. Handelt es sich bei der nordwestlich gelegenen Variante um eine recht große Straße, kommt dem Passo del Bocco, welcher hier beschrieben, wird keine verkehrstechnische Bedeutung zu. Zudem ist er auch nur bedingt Rennrad-tauglich. Alle drei Auffahrten sind nämlich über große Teile nicht asphaltiert und eine Befahrung derselben setzt eine gewisse Experimentierfreude und Staubtoleranz voraus.
Dafür wird man mit auf der Passhöhe mit einer perfekten Ruhe und Einsamkeit und einer herrlichen Aussicht auf die Küste belohnt. Auch wenn man auf allen der Pässe in der Region sehr ruhige Verhältnisse vorfindet, verleiht der Umstand, dass es auf diesem Pass keine asphaltierte Straße und auch keinen Zivilisationslärm gibt, der Passhöhe einen speziellen Charme.
Wer dies erleben und dabei sein Rad nicht zu fest strapazieren möchte, sollte die Anfahrt über Colli wählen, wo einen schon ein knackiger Anstieg über knapp 2 Kilometer bei durchschnittlich 10 Steigungsprozenten erwartet. Die Weiterfahrt erfolgt dann am besten über Maissana, da sich bei dieser Variante der nicht-asphaltierte Anteil auf etwa 8 km beschränkt.
So lässt sich eine tolle Runde über den Colle di Velva, Passo del Bocco und Passo della Biscia (oder die etwas härtere Variante über Passo di Malanotte und den anderen Passo del Bocco) fahren.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer 

Liste der Auffahrten
| Südwestauffahrt von Bargonasco | 11,2 km | 873 Hm | ![]() | ![]() |
Südwestauffahrt von Bargonasco 11,2 km / 873 Hm

Der Einstieg in diese Auffahrt beginnt in dem unschönen Dorf Bargosnaco. Hier zweigt eine Straße ab, in deren Richtung das Dorf Bargone ausgeschildert ist. Die Strasse steigt hier moderat entlang des Taleinschnitts an, bietet jedoch kaum schöne Ausblicke, da diese durch einen Industriebetrieb im Talboden gestört werden.Immerhin liegt das Dorf Bargone sehr malerisch, welches man nach knapp 4 Kilometern und 250 Höhenmetern auf einwandfreiem Asphalt erreicht. Hierhin verirrt sich schon kaum mehr ein Auto, und die Betriebsamkeit der Küstenregion um Sestri Levante scheint schon in weite Ferne gerückt.
Ab hier ist es leider vorbei mit der Herrlichkeit des einwandfreien Asphaltes. Was sich zuerst noch als einspuriges Sträßchen mit holprigem Belag tarnt, ist schon bald mit tiefen Schlaglöchern durchsetzt und weist ungeteerte Abschnitte auf. Nach etwa einem Kilometer herrscht dann Klarheit, da der Asphalt komplett aufhört und in eine Schotterpiste übergeht.
Diese ist durchaus befahrbar, fordert jedoch einiges an Kraft und Konzentration. Immerhin warten auf 7,5 Kilometern noch mehr als 600 Höhenmeter mit Steigungsmaxima von 15 %. Die Piste wartet unangenehmerweise mit tiefen Wasserrinnen und größeren steinigen Passagen auf, so dass man beständig damit beschäftigt ist, sich den besten Weg zu suchen.
Die Auffahrt führt größtenteils durch lichten Wald, und erst im obersten Bereich gibt dieser den Blick auf die Küste frei. Glücklicherweise ist die Straße hier einigermaßen flach und in gutem Zustand, so dass man sich auch einen Moment Zeit nehmen kann um den Blick in die Ferne schweifen zu lassen.
Bis zu der Passhöhe ist es nun nicht mehr weit, und man passiert noch einen Aussichtspunkt mit Picknick-Möglichkeit.
Dies ist sicher die schwierigste der drei Auffahrten. Sie stellt einerseits recht hohe Anforderungen an die Fahrqualitäten, und auch aus sportlicher Sicht werden hier bei den steilen Passagen auf rutschigem Untergrund einige sonst weniger beanspruchte Muskelgruppen strapaziert. Nach Meinung des Autors ist sie auch nur als Auffahrt zu bewältigen, eine Abfahrt auf dieser Straße möchte man seinem Rad nicht zumuten.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer 
















