Passo del Bracco (615 m)

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Passo del Bracco (615 m)

Apennin, Nördlicher Apennin, Ligurien.
Moneglia in der ersten Einbuchtung
Der Passo del Bracco führt aus dem südlichen Ende des tigullischen Golfes bei Sestri Levante in die zerklüftete Region der Cinque Terre.
Es ist nach Kenntnisstand des Autors der einzige Pass in Ligurien, der an der bekannten Via Aurelia liegt. Diese Römerstraße wurde 241 v. Chr. von Gaius Aurelius Cotta in Auftrag gegeben und führte in ihrem Endausbau über 962 km von Rom bis nach Arles in Frankreich. Der italienische Teil der Straße trägt die Bezeichnung SS1 (Staatsstraße 1) oder eben Aurelia.
Die Tatsache, dass die als Küstenstraße konzipierte Aurelia beim Passo del Bracco auf über 600 Höhenmeter klettern muss, sagt einiges über die landschaftliche Charakteristik aus. Südlich des Golfo di Tigullio wie auch in den angrenzenden Cinque Terre ist die Küste stark zerklüftet, der Appenin steigt hier steil aus dem Meer auf. Den Römern war es nicht möglich (jedenfalls nicht mit vertretbarem Aufwand), die Straße entlang der Küste zu bauen. Und auch den heutigen Straßenbauern war dies nur durch lange Tunnels zwischen den Küstenorten möglich, welche für uns Radfahrer unpassierbar sind.
Der Straßenverlauf hoch über der Küste ist zwar recht attraktiv, trotzdem ist der Passo del Bracco einer der langweiligeren Pässe der Region. Die breite Straße ist zwar nicht allzu stark befahren; zu mühsam ist die Fahrt über den Pass angesichts der Alternativen in Form der Autobahn oder der Fahrt entlang der Küste durch die Tunnels. Die übersichtliche Kurvenführung ist jedoch eine Einladung für die Motorradfahrer, was einem bei der Trefferliste einer Internet-Recherche schnell klar wird. Zudem lässt die schiere Anzahl an einsamen einspurigen Strässchen in der Region die Fahrt auf diesem breiten Asphaltband als Zeitverschwendung erscheinen.
Trotzdem ist der Pass eine Überlegung wert. Zu den in den Buchten gelegenen Fischerdörfern wie Moneglia oder Deiva Marina lassen sich wunderschöne Abstecher mit Kaffeepause machen. Da es zudem immer mehrere Straßen zu den Dörfern gibt, braucht man nicht denselben Weg hinauf zu fahren, auf welchem man hinuntergesaust ist. Dabei müssen immerhin jeweils etwa 400 Höhenmeter überwunden werden.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer Mail an Absender

Westauffahrt von Trigoso  14,4 km / 586 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Westauffahrt von Trigoso
Die Auffahrt beginnt bereits im Ort Trigoso, wo die Straße das steilste Stück der gesamten Auffahrt aufweist. Nach einer langen Linkskurve hat man durch die gewonnene Höhe einen schönen Blick über den Golf und Sestri Levante.
Nun steigt die Straße nur noch schwach an, und man kann richtig Tempo machen. Zwischen der Straße und der Küste befindet sich ein Hügelzug, so dass man hier das Meer nicht sieht, sondern das Hinterland studieren kann, welches viele Möglichkeiten bietet, um weitere Anstiege anzuhängen.
Nach 5 Kilometern verläuft die Straße recht lange flach und verliert sogar einige Höhenmeter, so dass man hier einen dicken Gang auflegen kann. Nach einer Rechtskurve fährt man durch einen Einschnitt der Hügelkette und erblickt die Küste. Ab hier bis zur Passhöhe hat man immer einen schönen Ausblick auf das Meer. Ausserdem hat man die Möglichkeit, über Masso ins Landesinnere oder hinunter nach Moneglia an die Küste zu fahren. Folgt man weiter der Aurelia, fährt man durch Bracco und gewinnt bei kleinen Steigungswerten langsam an Höhe.
Nach einem Kilometer mit etwas mehr Steigung gelangt man in den nächsten Einschnitt, in welchem unten am Meer das Dorf Deiva Marina liegt. Hier gibt es eine große Kreuzung, da in der Bucht eine Autobahnauffahrt liegt. Außerdem gibt es eine Bar, wo sich die Motorradfahrer treffen, denn von hier bis zur Passhöhe scheint ihre liebste Rennstrecke zu liegen. Also teilt man bei kaum vorhandener Steigung den Rest der Strecke mit diesen motorisierten Rennfahrern.
Kurz vor der Passhöhe muss nochmals eine kurze Rampe gemeistert werden, welche zu einem Punkt führt, welcher etwas höher als das Passschild liegt, so dass man bis zur eigentlichen Passhöhe sogar noch etwas runterfahren kann.
Diese liegt reichlich unspektakulär in einer Kurvenkombination bei einer Steinruine und lädt nicht zum Verweilen ein.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
pantaaani Mail an Absenderohne Zeit20.07.1988
det203 Mail an Absenderohne Zeit14.06.2010
hifi Mail an Absenderohne Zeit30.03.2011
christoph Mail an Absenderohne Zeit30.03.2011
pantani66 Mail an Absenderohne Zeit21.09.2010
paelzman Mail an Absenderohne Zeit21.09.2010
Roli Mail an Absenderohne Zeit21.09.2010
Colnagotreter Mail an Absenderohne Zeit23.03.2010
FranzHacki Mail an Absenderohne Zeit17.05.2000
stb72 Mail an Absenderohne Zeit24.05.2010
Sonnenschein Mail an Absenderohne Zeit24.05.2010
fnerdwq Mail an Absenderohne Zeit05.05.2010
js Mail an Absenderohne Zeit05.04.2010
SUGI67 Mail an Absenderohne Zeit31.08.2004
Herr_ Mail an Absenderohne Zeit23.03.2010
fietsemeister Mail an Absenderohne Zeit11.08.2009
Kletterkönig120 Mail an Absenderohne Zeit26.03.2012

Südostauffahrt von Levanto  16,2 km / 678 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südostauffahrt von Levanto
Levanto ist eigentlich der westliche touristische Ausgangspunkt für Touren in die Cinque Terre. Es lassen sich jedoch auch in westlicher Richtung reizvolle Touren bis weit ins ligurische Hinterland unternehmen. Zwischen dem Passo del Bracco und der Küste gibt es ein einigermaßen dichtes Straßennetz, so dass man viele Kombinationsmöglichkeiten hat und entweder nur einen Teil des Anstiegs oder aber die gesamte Auffahrt zum Pass in Angriff nehmen kann.
Dieser Anstieg war beim Giro d’Italia 2009 bei der 12. Etappe mit Start in Sestri Levante im Rahmen eines Einzelzeitfahrens als Abfahrt im Streckenplan, bevor es dann über den Passo del Termine und über die Cinque Terre Höhenstraße weiter nach Riomaggiore ging. Dies bedingt den jetzt hervorragenden und teilweise neuwertigen Zustand der Straße.

Die eigentliche Steigung ist nach ca. 9 km bereits absolviert, so dass sich ein schön gleichmäßiger Anstieg bei meist 6–8 % ergibt. Der hier erreichte Hochpunkt (617 m Höhe) heißt (lt. Giro-Etappenplan) Valico Guaitarola, wir listen die Auffahrt trotzdem hier mit der Verlängerung zum Passo del Bracco. Wer jedoch die Zeit messen will, sollte diesen Punkt beim Brunnen wählen, da danach die Straße als Höhenstraße leicht wellig bis weiter zum Bracco führt. Es gibt ebenfalls – sofern sich der Autor richtig erinnert – Angaben an der Strecke über die Entfernung bis zu diesem Hochpunkt und eine Ziellinie.

Startpunkt ist der Badeort Levanto an der Brücke über den kleinen Dorfbach Torrente Ghiararo, welcher sich aus den zahlreichen kleinen Bächen des Talkessels speist. Man folgt der Via Trento Trieste durch zwei Kehren aus Levanto hinaus nach Westen. Ab jetzt schlängelt sich die Straße entlang der welligen, von buschigen Hangrücken durchzogenen Küste, so dass sich immer neue abwechslungsreiche Blicke über die schöne Landschaft ergeben. Bis zum Ende folgt man bei allen Abzweigen der SP332.
Da die Steigung recht konstant ist, beschränken wir uns auf ein paar Angaben zu den wichtigsten abzweigenden Straßen:
Nach insgesamt 3 km und 200 Hm kommen wir an den ersten Abzweig hinunter nach Bonassola (die unten aufgeführte Südostauffahrt), was ein durchaus lohnender Abstecher ist. Bei Kilometer 4,7 und 305 Hm folgt dann die nächste Einmündung aus Bonassola, welches die steile Variante aus diesem bekannten Küstendorf darstellt.
Nach 6,3 Kilometern halten wir uns rechts, die linke Straße führt über die Dörfer südlich des Bracco weiter der Küste entlang in einem ständigen auf- und ab, wobei es mehrheitlich nach oben geht. Im Endeffekt mündet diese Straße mit ihren Abzweigen ebenfalls auf eine Straße zum Bracco, jedoch auf die Westauffahrt aus Trigoso.
Unser Weg führt rechts weiter sehr kurvig nach oben, und es beginnt der einsamste Teil der Auffahrt, da sich der Großteil des sowieso schon spärlichen Verkehrs nicht hierher verirrt. Von nun an meist im lichten Pinienwald ist es zwar nicht mehr aussichtsreich, aber durch die Stille umso schöner. Schön anzusehen ist der Vegetationswechsel, der sich von der Küste zur Passhöhe auf den 600 Höhenmetern vollzieht.
Bis zum Valico Guaitarola steigt die Straße noch an, bevor es dann abflacht bzw. leicht bergab geht, und man hoch über der Küste locker dahin rollen kann. Bei Kilometer 13 folgt noch ein Abzweig Richtung Deiva Marina, zum Bracco bleibt man aber auf der nun leicht ansteigenden Straße bis zur Einmündung auf die Via Aurelia SP1 bei Kilometer 14,5. Hier biegt man links ab und vollendet die einfachen letzten 30 Hm bis zum Erreichen des Passes.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Lorenz Mail an Absenderohne Zeit20.09.2011
tobsi Mail an Absenderohne Zeit24.03.2012
Herr_ Mail an Absenderohne Zeit20.09.2011
Roli Mail an Absenderohne Zeit20.09.2011
Flachlandtiroler Mail an Absenderohne Zeit20.09.2011
masch Mail an Absenderohne Zeit30.05.2011
tobsi Mail an Absenderohne Zeit30.05.2011
marionk Mail an Absenderohne Zeit31.03.2011
greyback58 Mail an Absenderohne Zeit21.05.1996
drRex Mail an Absenderohne Zeit02.10.2004
Sonnenschein Mail an Absenderohne Zeit02.06.2010
stb72 Mail an Absenderohne Zeit02.06.2010
hifi Mail an Absenderohne Zeit26.03.2012

Südostauffahrt von Bonassola, steile Variante  15,5 km / 686 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südostauffahrt von Bonassola, steile Variante
Bonassola liegt in einer sehr malerischen Bucht mit Kiesstrand zwischen Framura und Levanto. Die Hänge ringsum sind locker bebaut und steigen steil an. Im Winter dürfte dies wie die meisten Küstenorte hier ein verschlafenes Nest sein, während im Sommer mit regem Betrieb zu rechnen ist.
Im Rahmen der Rennrad Reisen in Ligurien wird auch dieser Ort als kreisförmige Stichstraße ähnlich wie Moneglia gerne in die Tourenplanung aufgenommen. Der Weg zurück aus dem Dorf nach oben kann über zwei Wege in Angriff genommen werden, welche je nach Route bis zum Passo del Bracco verlängert werden können.
Wer es gerne ein wenig steiler hat, wird diese Variante wählen, überwindet sie doch auf den ersten 2,6 km bis San Giorgio knapp 300 Hm. Anders als bei der Hauptroute hält man sich im Ort nach Norden, und die Straße beginnt sofort steil anzusteigen. Die Maximalsteigung von ca. 18 % wird hierbei aber gleich auf den ersten 200 m für ein kurzes Stück erreicht, danach wird es ein wenig einfacher, die Steigung liegt jedoch fast permanent jenseits der 10 %-Marke. Durch acht Kehren ist dies sehr schön bis San Giorgio, die Steilheit lässt einem aber nicht allzu viel Zeit, um den Blick über das Meer streifen zu lassen. Dies kann man dann aber nachholen, wenn 1,4 flache Kilometer zur „Hauptstraße“ führen. Nach insgesamt 4 km erreichen wir dann diese aus Levanto kommende Straße und setzen unseren langen Weg zum Bracco wie oben beschrieben fort. Ab hier ist der Weg aber deutlich gemäßigter, und mit giftigen Prozenten ist nicht mehr zu rechnen, dafür mit umso genussvollerem bergauf fahren.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
stb72 Mail an Absenderohne Zeit23.03.2010
Colnagotreter Mail an Absenderohne Zeit23.03.2010
Herr_ Mail an Absenderohne Zeit23.03.2010
tobsi Mail an Absenderohne Zeit26.03.2012

Südostauffahrt von Bonassola  16,1 km / 679 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 3 Sterne

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Profil der Auffahrt Südostauffahrt von Bonassola
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IbanMayo Mail an Absenderohne Zeit11.10.2006

Ostauffahrt von Carrodano Inferiore  10,3 km / 447 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

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Profil der Auffahrt Ostauffahrt von Carrodano Inferiore
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Kletterkönig120 Mail an Absenderohne Zeit29.03.2012

Nordostauffahrt von Ponte Santa Margherita  13,7 km / 465 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

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Profil der Auffahrt Nordostauffahrt von Ponte Santa Margherita
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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
helmverweigerer Mail an Absenderohne Zeit21.09.2010
ColVento Mail an Absenderohne Zeit25.04.2011