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Passo del Cirone (1255 m)

Westanfahrt: Kapelle an der Grenze der Toskana und der Emilia.

Auffahrten

Von AP – Die ersten knapp drei Kilometer sind identisch mit der Südauffahrt zum Passo della Cisa. Sprich zunächst verlässt man hinter dem Tunnel den zentralen Bereich von Pontremoli und fährt auf der SR62 gemächlich nach Norden. In der ersten Serpentine der Cisa-Auffahrt biegt man rechts ab in Richtung Gravagna. Der Pass ist dort auch schon ausgeschildert.
Die Straße fällt nun erst einmal bis fast auf Höhe der Magra ab. Oberhalb des Flusses, oder vielmehr Baches, entlang geht es wellig auf den Apenninhauptkamm zu. In Molinello hält man sich weiter in Richtung Cirone und überquert die Magra. Hinter der Brücke wird es etwas steiler bis zum nächsten Dorf, Casalina. Ein letztes Flachstück bringt einen bis unterhalb von Groppodalosio.
Ab dort, also ab ungefähr Kilometer 10 der Auffahrt, steigt die Straße ununterbrochen bis zum Pass an. Weil der Apenninhauptkamm in der Nordostecke der Lunigiana, in der die Magra entspringt, nach Süden knickt und man so auf zwei Seiten von Gipfeln umgeben ist, hat man das Gefühl, in einen Bergkessel hineinzufahren. Und obwohl sich hinter dem letzten Dorf der Anfahrt (Pracchiola auf etwa 660 m Höhe) der Bergwald um die Straße schließt, finden sich zahlreiche Abschnitte, auf denen man entweder tief ins Tal der Magra hinabblicken oder die hellgrünen Kuppen des Apennin bewundern kann.
Im oberen Bereich der Auffahrt sind immer mal wieder Rampen mit um die 10 % Steigung zu bewältigen, sodass letztendlich dieser Weg zum Cirone ein wenig härter ist als vergleichbare lange Strecken der Lunigiana, wie zum Beispiel zum Cisa oder zum Lagastrello. Die Grenze zwischen der Toskana und der Emilia wird schon etwa dreihundert Meter vor dem Scheitelpunkt des Übergangs erreicht, wobei dieser Ort auf einer Wandermarkierung als Passo del Cirone bezeichnet ist. Das Passschild selbst steht aber dann am Scheitelpunkt unterhalb eines Bauernhofs mit Weitblick in die Emilia. Die Entscheidung, welche der beiden Stellen nun der eigentliche Passo del Cirone ist, bleibt jedem selbst überlassen.

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Von christoph – Am Morgen war die Auffahrt auf den Passo del Cirone ab Pontremoli gesperrt, und jetzt kamen wir bei der Abfahrt vom Passo della Sillara auf dem Weg zum Passo di Ticchiano an der Gegenauffahrt vorbei und siehe da, die Auffahrt war ebenfalls gesperrt.
Allerdings, fuhr da nicht gerade jemand völlig ungeniert an der Sperre vorbei? Okay, wir fragten beim nahegelegenen Bauernhof nach, was von der Strassensperre zu halten ist. Erstens gelte so eine Sperre sowieso nicht für Fußgänger und Zweiradfahrer, und überhaupt wisse man nicht, warum die Sperre überhaupt noch da stünde. Wahrscheinlich sei sie sowieso nur nach den letzten Ausbesserungsarbeiten vergessen worden. Fremde kämen ohnehin nie vorbei, und die Einheimischen hätten die Sperre immer ignoriert.
Also, Fahren oder Nichtfahren. Das war hier die Frage. Wir entschieden uns für die menschliche Lösung, also bitte alle, die es etwas genauer nehmen mit Ordnungsmaßnahmen... hier nicht mehr weiterlesen!

Ganz klar, von Bosco aus ist der Cirone ein echtes Schnäppchen, ein „Mitnahmeeffekt“. Wer kann so was schon von der Kante schubsen, wenn man mit lächerlichen 450 Hm auf so einer winzigen, quasi autofreien, noch dazu relativ gut hergerichteten Passstraße einen Neuzugang für den Palamarès einfahren kann. Es gibt auf keinem Kilometer der Auffahrt auch nur einen einzigen Meter Schatten, die Sonne brennt in der Mittagszeit gnadenlos herunter, und auch wenn es nicht allzuviele Höhenmeter sind, so sind doch neben ein paar flachen Stücken durchaus ein paar kleine Rampen dabei, in denen auch mal über 10 % Steigung angezeigt werden. Alles immer nur kurz, aber bei Hitze nicht zu unterschätzen.
Dafür wird man mit einer Auffahrt belohnt, die auf streckenweise komplett erneuertem Asphalt in einigen Serpentinen nach oben zieht und teilweise fast alpines feeling aufkommen lässt, weil blankes Gestein neben der Straße hervortritt. Die Sicht auf die umliegenden Höhenzüge des Apennin, die Abgeschiedenheit der Landschaft, die Zikaden, die Gerüche von Kräutern und die Qualität der Straße rechtfertigen hier nach Dafürhalten des Autors vier Schönheitssterne, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.
Die Passhöhe erreicht man nach 7,5 km durch buschbestandene, ansonsten karge Landschaft ohne sichtbare landwirtschaftliche Nutzung, und findet außer einem Schild und einem gewerblichen Gebäude nichts, was auf Menschen hinweist. Welche verkehrstechnische Bedeutung dieser Pass hat, ist uns nicht so recht klar geworden. Zum Radeln ist er perfekt, wenn man auf der Tagesrunde noch ein paar Trainingshöhenmeter einbunkern will.

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