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Passo del Lucomagno (1972 m) Lukmanierpass

Keine Expedition zum Polarmeer, sondern lediglich der zugefrorene Stausee auf 1908m Höhe

Auffahrten

Von Bike-Martin – Die Beschreibung startet in Disentis an der Kreuzung Oberalppass/Lukmanier. Folgt man dem Wegweiser zum Lukmanier, so führen die ersten Kilometer eigentlich stets bergab. Der richtige Aufstieg beginnt erst nachdem die Straße etwa 2 km nach Disentis den Vorderrhein überquert hat.
Im folgenden befinden sich die steilsten 4 km mit Durchschnittssteigungen zwischen 7 und 8 % und Maxima von etwa 10 %. Nach der vorherigen Abfahrt kann es ziemlich schwierig sein, hier wieder seinen Tritt zu finden. Man fährt hier durch ein schluchtartiges, enges Tal und muss einige kurze Felstunnel durchfahren. Während es rechts der Straße steil hochgeht, blickt man links tief hinunter ins Tal, in dem ein Gebirgsbach tobt.
Sobald das Dorf Curaglia erreicht ist, wird die Straße wieder flacher und steigt schnurgerade im Val Medel nach oben. Schon von weitem sieht man die mächtige Staumauer des Lai da Sontga Maria. Dort oben befindet sich der höchste Punkt der Passstraße auf 1972 m Höhe. Allerdings ist dies noch nicht die eigentliche Passhöhe. Die wird etwas weiter unten nach einer etwa 1 km langen Galerie-Durchfahrt auf 1914 m erreicht.
165 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:53:00 | 21.08.2010
drdbugmann
Mittlere Zeit
01:18:48 | 01.05.2013
clr202
Dolce Vita
02:45:00 | 08.05.2015
denbergfloh
Von Biasca (295 m) startend führen die ersten flachen Kilometer durch das zunächst noch breite Tal des Flusses Brenno auf einer recht stark befahrene Straße. Bis Olivone (889 m) ist die Hälfte der Strecke und knapp 600 m Höhendifferenz geschafft. Die Auffahrt ist bis hier geradlinig, wenig spektakulär und mit nur wenigen steileren Stücken versehen. Der Blick auf die voraus erkennbaren Berge entschädigt aber für die mäßig interessante Straßenführung. Nach der Flußüberquerung des Brenno in Olivone und dem Abknicken der Straße nach Westen beginnt die eigentliche Passstrecke mit einigen Kehren, bei aber immer noch mäßiger Steigung. Man fährt nun durch einen stärker bewaldeten, durch steile Felswände begrenzten schönen Abschnitt bis schließlich etwa 3 km vor der Passhöhe der Streckenverlauf flach durch eine offene Hochebene führt (die mit Bademöglichkeit im Fluß und Picknickplätzen bei schönem Wetter wohl der Grund für den merklichen Verkehr auf der Paßstaße ist).
Insgesamt handelt es sich um eine lange, aber nur mäßig schwere Anfahrt, die erst ab Olivone landschaftlich reizvoll ist. Die anschließende Abfahrt ins Vorderrheintal macht aufgrund der sehr groben Betonplatten und der zahlreichen Schlaglöcher nicht sehr viel Spaß.

Für die Beschreibung danken wir Olaf Behrend


Wer sich den Verkehr auf der langweiligen Lukmanier-Haupttrasse sparen möchte, der kann kurz hinter Biasca der Veloroute 36 folgen, die über schwach frequentierte, z.T. für den motorisierten Verkehr gesperrte Nebenstraßen aufwärts führt. In einer weiten Kehren trifft man hinter Olivone wieder auf die Hauptstraße. Weiter oben zweigt die Veloroute dann erneut von der Hauptstraße ab. Im ersten Teil bis Olivone wird die Höhe, anders als auf der Hauptstraße, schon früher gewonnen und so genießt man hinterher den Blick ins Tal. Diese Strecke ist der Hauptroute vorzuziehen. Es handelt sich wohl zumindest z.T. um die alte Passstraße. Beim Alpenbrevet muss man sich allerdings mit der Standardstrecke auseinander setzen, die psychisch ganz schön zermürbend ist.
Weiterhin besteht im Valle di Blenio die Möglichkeit einige landschaftlich und sportlich interessante Abstecher zu machen. Mehr dazu hier.
128 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:57:52 | 12.06.2011
Laatze
Mittlere Zeit
02:30:00 | 31.08.2013
mabe67
Dolce Vita
03:30:00 | 15.07.2016
icke
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