Passo Manghen (2042 m)

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Passo Manghen (2042 m)

Alpen, Dolomiten, Trentino - Südtirol.
Von der Passhöhe sieht man das knapp unterhalb gelegene Wirtshaus.
Über den Manghen gelangt man vom Val Sugana ins Valle di Fiemme (Fleimstal). Von Süden kommend ist er also das Tor in die faszinierende Bergwelt der Dolomiten. Und neben den Dolomitenpässen wie Sella, Pordoi oder Fedaia verblasst sein Name ungerechterweise auch. Ungerecht deswegen, weil seine Südanfahrt zu den langen, harten Anstiegen der italienischen Alpen wie zum Beispiel dem Passo di San Marco oder dem Colle dei Morti gehört.
Allerdings müssen wir darauf hinweisen, dass der Manghen offensichtlich sehr regenanfällig ist. Verschiedene Mitglieder des Redaktionsteams erreichten in verschiedenen Jahren arg durchnässt seine Passhöhe. Deswegen empfehlen wir die Mitnahme von Regenkleidung, auch wenn man während eines Jahrhunderthochs unterwegs ist. Sicher ist sicher.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südanfahrt von Borgo Valsugana23,5 km1630 HmSchön: 4 SterneHart: 5 Sterne
Nordanfahrt von Molina16,4 km1229 HmSchön: 3 SterneHart: 4 Sterne

Südanfahrt von Borgo Valsugana  23,5 km / 1630 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südanfahrt von Borgo Valsugana
Der Beginn der Südanfahrt ist ein wenig schwer zu finden und liegt ein ganzes Stück östlich des Ortskerns von Borgo Valsugana. Die Steigung ist zunächst erträglich und durch eine locker bebaute Gegend entfernen wir uns aus dem Val Sugana. Nach knapp 3 km gelangen wir an den Abzweig zu dem Dorf Telve, welches wir auf einem weiten Schlenker umfahren. Oberhalb des Dorfes flacht die Straße für ein paar Meter auch völlig ab. Vermutlich kann man sich diesen Schlenker auch sparen und den Ort direkt durchfahren.
Hinter Kilometer 4 zweigt eine engere Straße nach rechts ab, der Pass ist dort ausgeschildert. Die Straße erinnert an die Wege hoch zum Mortirolo oder Passo del Vivione, schmal, kaum befahren, durchgehende blütenweiße Streifen links und rechts, der Traum eines jeden Pässeradlers. Ab hier macht die Auffahrt richtig Spaß. Wir fahren an der Westseite einer Schlucht (das Val di Calamento) immer höher in die Berge hinein.
Angeblich soll die Straße über den Manghen für Lastwagen gesperrt sein; das kann der Autor dieses Texts so nicht bestätigen, da ihm doch einige Lastwagen beladen mit Baumstämmen oder Kühen begegneten. Die Kühe wurden weiter oben auf einer Alm freigelassen. Früher machte man das zu Fuß, was uns zeigt, dass die Bewegungsunlust deutscher Kinder, von der man in den Medien so viel hört, sieht und liest, auch vor italienischen Kühen nicht Halt macht... o tempora, o mores!
Aber weiter gehts bergan. Auf dem siebten Kilometer erreichen wir erstmals ein längeres Waldstück; von jetzt an führt die Straße immer mal wieder durch den Wald. Die Steigung ist sehr unregelmäßig, mal flacher, mal steiler. Unten in der Schlucht hören wir das Brausen des torrente Maso. Bald schon sehen wir rechts von uns eine weitere Schlucht, das Val Campelle, aus dem Val di Calamento abzweigen, aus der ein Bach in anscheinend künstlichen Kaskaden herabstürzt. Diese Schlucht hinauf führt zum Passo Cinque Croci.
Irgendwann ist der Maso direkt neben der Straße, und bei Kilometer 12 überqueren wir ihn. Die Straße zieht deutlich an, und die Steigungswerte überschreiten nun für längere Zeit die 10 %. Eine kleine Ansiedlung taucht auf, das muß wohl Calamento sein. Dahinter folgt dann wieder ein längeres Waldstück bei gemäßigten Steigungswerten.
Natürlich kann man sich jetzt fragen, wo eigentlich die Härtepunkte für die Auffahrt herkommen, denn das klingt alles recht harmlos. Man sollte sich aber nicht täuschen, die Fahrt ist lang und irgendwann machen sich auch 6 oder 7 % Steigung bemerkbar. Im übrigen folgt das abschließende schwere Steilstück ungefähr bei Kilometer 17; dort steht auch ein großes Haus am Wegrand, vermutlich ein Einsiedlerhof. Über eine ganze Anzahl von Serpentinen schwingt sich die Straße bei ca. 10 % Steigung im Schnitt nach oben. Diese letzten mehr als 6 Kilometer sind der landschaftlich spektakulärste Teil der Auffahrt, Felsen, Schneereste, steile Bergflanken, dunkle Tannen.
Nur unserem Autor entgeht das eindrucksvolle Erlebnis fast völlig, da Regen und Nebel aufziehen und nicht nur die Aussicht, sondern auch seine Laune eintrüben. Auf dem letzten Kilometer erinnert die Gegend bei schlechtem Wetter mehr an schottische Highlands als an die sonnendurchfluteten Dolomiten.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: wemsa Mail an Absender1 h 39 m 48 s24.05.2008
Mittlere Zeit: quältsichgern Mail an Absender2 h 09 m 00 s26.06.2011
Langsamste Zeit: 2 h 48 m 19 s03.08.2011

Nordanfahrt von Molina  16,4 km / 1229 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordanfahrt von Molina
Die Nordanfahrt zum Manghen ist etwas kürzer als die Südrampe und mit einigen Höhenmetern weniger ausgestattet, von der Schwierigkeit jedoch nahezu ebenbürdig, nur eben kürzer. Der Anstieg ist exakt zweigeteilt – acht leichte Kilometer auf normal breiter Piste und acht schwere Kilometer auf kleiner Bergstraße. Das Steilstück ist (als Vergleichsgröße) in Bezug auf Länge und Durchschnittssteigung in etwa mit dem des Mt. Ventoux auf der Seite von Bédoin zu vergleichen.
Die Auffahrt startet in Molina im Valle di Fiemme, etwas südwestlich unterhalb Cavalese gelegen, an der Brücke über den Avisio, auf 820 m Höhe. Gleich zu Beginn folgt eine ganz kurze steilere Rampe an einigen Picknickplätzen vorbei, bis wir auf breiter Straße ins Tal hinein fahren.
Jetzt folgt der erste etwas langweiligere Teil, da die ersten 8 km ohne nennenswerte Schwierigkeiten und auch leider auch ohne schöne Fernblicke aufwarten. Anfangs sehr flach, erreichen wir nach und nach auch Steigungen um die 6 %. Ganz vereinzelt passiert man ein paar Häuser, einen richtigen Ort gibt es aber nicht.
Nach den 8 km folgt eine erste Rechtskurve und eine Brücke an einem abzweigenden Tal. Ab hier wird die Straße schmal und steil, bis oben meistens zwischen 8 und 12 %. Fast permanent im Wald führt der Weg weiter nach Süden in das Tal hinein, bevor nach 3 km eine Serpentinengruppe nach Osten den Hang hinauf zieht. Weiter ohne jedes Flachstück folgt eine Gerade, die uns aus dem Wald herausführt.
Am Waldrand hat man dann erstmals Ausblicke nach vorne und man sieht eine Alm (ca. 1800 m Höhe) und zahlreiche Kühe, deren Hinterlassenschaften man nun schön umrunden darf, z.T. auch die Rindviecher selbst. Die Almpassage überwinden wir mit einer weiteren steilen Kehrenpassage, bevor uns eine 90-Grad-Kurve wieder im Wald zum Schlusshang führt.
Dieser ist dann das Highlight der Auffahrt, zwar nicht mehr besonders lang, aber kurvig mit vier kurzen schönen Kehren und Spitzen bis ca. 14 % verlangt er uns noch einiges ab. Danach sind wir am Rifugio etwas unterhalb des Passes mit kleinem Teich, wo man dann auch endlich den Kalorienverlust wieder auffüllen kann.
Die Passhöhe selbst ist dann nach der letzten Kehre auch gleich erreicht – zum Glück!
Hat man den Manghen bezwungen und fährt nach Süden ab, so ist für eine Runde der kürzeste Weg zurück über den westlich verlaufenden Passo del Redebus. Echte Kerle hingegen können sich natürlich am östlich gelegenen Passo Cinque Croci versuchen.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Iron_Biker Mail an Absender1 h 12 m 40 s01.10.2009
Mittlere Zeit: Yogi Mail an Absender1 h 21 m 00 s05.08.2009
Langsamste Zeit: 1 h 29 m 00 s04.09.2010