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Passo San Leonardo (1298 m)

Westanfahrt: Nette Streckenführung.

Auffahrten

Von AP – Möchte man über die hier beschriebene Anfahrtsvariante zum Passo San Leonardo fahren, so muss man Sulmona über die Via dei Cappuccini verlassen. Diese Straße beginnt genau westlich der Piazza Giuseppe Garibaldi und führt schnurstracks nach Nordwesten auf die Montagne del Morrone zu. Mit der Überquerung der Umgehungsstraße Sulmonas hat man das Stadtgebiet hinter sich gelassen, was aber an der Richtung der Straße nichts ändert. Erst hinter dem Abzweig nach Marane, wo die Straße an die Ausläufer der Montagne del Morrone stößt, knickt sie nach rechts ab. Dort beginnt der Anstieg zum Passo San Leonardo.
Im ersten Teil des Anstiegs zieht sich die Straße über acht Serpentinen am Hang der Montagne del Morrone hinauf. Die Straße wird so wenig befahren, dass der Autor dort alte Männer sah, die spazieren gingen, und jüngere Frauen, die sich mit Walking fit hielten. Mit moderaten 5–6 % begünstigt die Steigung der Straße natürlich solche Aktivitäten. Erst die lange Gerade, die einen nach Pacentro bringt, weist Steigungswerte von etwa 8 % auf und ist damit der steilste Abschnitt der gesamten Auffahrt.
Im Zentrum Pacentros biegt man auf dem Platz vor dem Rathaus auf die Hauptstraße nach links ab. An dieser Stelle vereinen sich also, wie schon in der Allgemeinbeschreibung erwähnt, die Varianten 1 und 2 der Anfahrt von Sulmona über Pacentro.
Über eine Serpentine gelangt man in den oberen Teil Pacentros und fährt an der Burg mit ihren wuchtigen Türmen vorbei. Hinter der Burg gibt es noch das eine oder andere Ausflugslokal an der Straße, aber das war es dann mit der Bebauung.
Der nächste Abschnitt ist der schönste der gesamten Auffahrt und nach der bescheidenen Meinung des Autors eine der schönsten Strecken Mittelitaliens. Über sechs Serpentinen, eine lange Gerade und sechs weitere Serpentinen zieht sich die Straße am steilen Südrand der Montagne del Morrone nach oben. Dabei blickt man wahlweise in eine tiefe Schlucht herab oder zur grauen Riesenmauer der Montagna della Majella im Osten oder zu den weiten Bergketten im Süden, die den Übergang zwischen dem Nationalpark Majella und dem Nationalpark Abruzzen bilden. Welcher Anblick die anderen aussticht, bleibt dem Auge des Betrachters überlassen, wie man so treffend sagt. Jedenfalls ist das Ensemble von landschaftlichen Szenerien eindrucksvoll.
Im letzten Abschnitt der Auffahrt biegt die Straße nach Norden in ein Hochtal ein, das sich zwischen den Montagne del Morrone und der Montagna della Majella erstreckt. Eine Häusergruppe taucht auf, hinter der man nach links auf die Straße abbiegt, die von Campo di Giove heraufkommt und die dritte Anfahrtsvariante von Sulmona aus ist.
Ein paar Bäume stehen links und rechts der Straße, und dann ist man in einem offenen Gelände angekommen, das wohl hauptsächlich als Viehweide benutzt wird. Die eigentliche Passhöhe liegt inmitten einer kleinen Baumgruppe, von der aus man das in der Allgemeinbeschreibung erwähnte Hotel-Restaurant schon sieht. Das Passschild steht auf halbem Wege zwischen der Passhöhe und dem Anwesen, vielleicht damit die Hotelgäste nicht so weit laufen müssen, um ein Passschildfoto zu machen.

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Von Droopy – Die Pacentro-Variante ist sicherlich in der Abruzzenregion eine der Fünf-Sterne-Auffahrten mit Krönchen. Aber auch die Nordseite hat ihren Reiz. Im Gegensatz zu seinem herben Nachbarn, dem Blockhaus, quetscht sich dieser Weg zwischen Majella und Monte Rotondo – immer einen seichten Weg suchend – mehr als dreißig Kilometer durch eine schöne Kulturlandschaft hindurch. Das Pescaratal auf der eher lieblichen und mit vielen Weinbergen geschmückten Adriaseite ist hierbei der Startpunkt.
Die Hauptstrecke auf der SR 487 beginnt in Scafa. Wer von der anderen Seite aus dem Pescara-Durchbruch bei Popoli kommt, kann und sollte bereits die SP 67 über Tocce da Casauria wählen und sich so einige verkehrsreiche Kilometer Hauptstraße sparen. Beide Einstiege vereinigen sich noch vor Caramanico Terme, dem touristischen Hauptort auf der westlichen Majella-Seite.

Bleiben wir auf der Hauptstrecke von Scafa, so müssen wir zunächst noch einige Kilometer auf breiter Straße durch besiedeltes Gebiet hinter uns bringen. Noch verbirgt der Weg seinen Charme, lässt sich aber durchaus mit einem Gelato in San Valentino aufpeppen, denn die Eisdiele liegt direkt am Wege auf dem Hauptplatz des Ortes. Da die Straße für den 2017er Giro weitgehend einen neuen Asphaltteppich spendiert bekommen hat, erreichen wir zügig den Blockhaus-Abzweig nach Roccamorice und lassen ihn links liegen. Das folgende Stück ist zugegebenermaßen etwas ätzend: Knappe zehn Kilometer geht es auf breiter Straße nur fast unmerklich bergan, um kurz vor Caramanico sogar einige Höhenmeter wieder zu verlieren.
Kurz vor dem Kurort verlassen wir die Hauptstraße und biegen auf die „alte Landstraße” ein, da wir ansonsten in zwei ziemlich lange Tunnelgalerien geraten, die nur bergab zu empfehlen sind. Außerdem sind wir auf diese Weise den Verkehr los und können uns den Ort aus nächster Nähe anschauen. Das Kurbad liegt landschaftlich wunderbar gelegen auf einer Terrasse vor der Majella und gehört, wie so viele Orte in den Abruzzen, zu der Vereinigung I borghi più belli d’Italia („Die schönsten Orte Italiens”). Auch der Anstieg ist auf einmal richtig schön und spendiert neben ein paar Serpentinen immer mehr Ausblicke auf die umliegende Bergwelt. Bei guter Sicht verstärkt sogar das Gran Sasso-Massiv in unserem Rücken die Souplesse und sorgt für Motivation.
Auf den folgenden sieben Kilometern bis Sant’Eufemia a Maiella wartet dazu mit sieben Prozent das „steilste” Stück auf uns. Wer hier also noch Dreifach fährt, macht irgendetwas falsch oder trinkt zu viel Tegernseer Spezial. Sant’Eufemia a Maiella ist auch der letzte touristische Ort, wo noch ein Kaffeestopp lohnt, denn die Passhöhe selbst ist nach Ansicht des Autors weniger einladend.
Dafür sind die restlichen zehn Kilometer Wegstrecke ein wirklich liebreizender Klettergarten. Die Straße wird zunehmend schmaler, wechselt häufig die Richtungen und verliert sich in der schönen Flora und Fauna des Nationalparks. Im oberen Teil sind übrigens auch ein paar Brunnen mit Trinkwasser zu finden. Diese bei maximal fünf Prozent liegende entspannende Rollerei könnte ewig dauern, findet am Scheitel dann aber doch ein würdiges Ende. Linker Hand liegt in voller Pracht die wuchtige Wand der Majella zum Greifen nah vor uns, kein Baum verstellt den Blick. Für Punktabzug sorgt lediglich das selten hässliche Hotelufo auf der anderen Straßenseite.
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