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Erste (längst nicht fertige) Version der OSM-Karten online! Danke an openrouteservice.org für die Unterstützung.

Pasul Urdele (2145 m)

Auffahrten

Von sibiu_trisor – So, die Transalpina beginnt also in Novaci, einer Kleinstadt mit wenig Straßen, die aber dennoch ziemlich weitläufig ist, weil sich die Häuser kilometerweit in Reih und Glied an den Straßen entlangziehen. Die Transalpina schlängelt sich, zuerst durch einen Laubwald, in die Parang-Berge hinein. Auf dem ersten Streckenabschnitt hat man die Straße mit Betonabgrenzungen versehen, die es unmöglich machen, im Fall der Fälle zur Seite auszuweichen....blöd für Radfahrer.
Schon nach etwa vier Kilometern liegt die Straße offen da, man guckt nach hinten weit ins Karpatenvorland. Teilweise ziemlich steil hält man auf einen Berg zu, auf dem Antennen stehen. So langsam sieht man auch schon das Innere der Parang-Berge vor sich.
Auf ungefähr 1520 Metern Höhe angekommen liegen die Antennen hinter einem, und die Straße fällt nach Rânca leicht ab. Der Skiort liegt 18 km von Novaci entfernt auf einer Art Hochfläche und wirkt ein bisschen künstlich mit all den neuen Häusern mit Riesendächern, von denen manche noch nicht ganz fertig sind (oder nie werden). Wenn der Anstieg nur bis Rânca ginge, würde man sagen: ok, nicht schlecht, aber nichts zum Niederknien. Das ändert sich. Hinter Rânca geht es wieder bergauf, direkt auf den Vârful Cioara zu, und dann wirds richtig klasse. Über Serpentinen klettert man nach oben, mit Rânca tief unten und den kahlen Karpatenkuppen ringsherum. Ist man über die Serpentinen hinaus, verläuft die Straße an ein paar Gipfeln vorbei. Weil die Berge nicht wesentlich höher als die Straße sind, hat man das Gefühl, auf dem Dach der Welt zu fahren...sensationell!
Auf den letzten Kilometern gibt es immer mal wieder Minigefälle. Man hat an einer Stelle auch Ausblick zu beiden Seiten, weit in die Karpaten hinein und noch weiter, bis uns am Ende langgezogene Kehren an der Flanke des Vârful Urdele zur Passhöhe geleiten, die genau westlich ein paar Meter unterhalb des Gipfels liegt. Dort oben gibt es weiter nichts außer einem grandiosen Blick nach Osten.

Deswegen stürzt man sich in die Abfahrt, dem genialsten Teil der Transalpina. Ein paar Serpentinen, eine kurze Zwischenanstiegstraverse zum Pasul Muntinul, fast so hoch wie der Urdele, mit einem kleinen Bergsee unterhalb davon, und dann über viele Serpentinen weiter ins Herz der Karpaten hinein. Die Landschaft ist offen und so wild wie kaum einmal in Europa, bis man so etwa auf 1650 m die Baumgrenze erreicht – diesmal aber Nadelwald. Die Abfahrt endet in der Schlucht des Lotru. Dort geht es locker weiter nach Obârșia Lotrului.

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Von Obarsa Lotrului kommend biegt man etwa einen Kilometer hinter dem Ort links ab. Es geht leicht ansteigend etwa vier Kilometer den Fluss entlang, immer wieder sieht man auch Wohnwägen und Zelte, die davon zeugen, dass es sich hier um eine beliebte Urlaubsregion in Rumänien handelt.
Nach der Brücke über den Fluss wird die Steigung etwas härter und, ehe man sich versieht, klettert man schon die ersten Serpentinen hinauf. Auch hier ist die Steigung noch moderat, wenn auch deutlich härter als am Fluss. Die Bäume werden niedriger und man genießt den Ausblick auf den Parang-Gebirgszug. Kurz vor dem Ende der Baumgrenze gibt es noch eine Quelle und die Möglichkeit zum Auffüllen der Flaschen.
Hier beginnt nun der schönste Tel des Passes: Es geht eine Rampe nach der anderen hinauf und die Steigung beträgt hier bis zu 14 Prozent. Links und rechts erblicken wir Schafherden und genießen einen genialen Ausblick auf die umliegenden Karpatengipfel. Man wähnt sich schon fast am Gipfel, doch dann geht es noch einmal links und einmal rechts und man steht (erst) am Pasul Muntiu, dem Vorpass des Urdele. Hier gibt es auch noch einmal eine Möglichkeit, sich bei einer der Imbissbuden zu stärken (allerdings deutlich überteuert für meinen Geschmack), bevor es 150 Höhenmeter hinuntergeht – von hier sieht man bereits die letzen, engen Serpentinen zum Urdele.
Der Urdele selbst ist dann unspektakulär und gar nicht als Pass zu erkennen, allerdings gibt es eine ganz nette Aussicht hinunter auf Ranca. Der Asphalt ist (Stand August 2014) in sehr gutem Zustand, nur kurz vor dem Muntiu gibt es zwei ganz kleine Schotterwellen.

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