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Pico de las Nieves (1945 m) Pozo de las Nieves

Pico13.

Auffahrten

Von ruedi – Die Auffahrt beginnt quasi auf 0 m, exakt gesagt auf 2 m Höhe am Strand und Kreisverkehr in Playa de Mogán und folgt rund 11 km dem Straßenverlauf der GC-200 bis kurz hinter Mogán. Es geht bis hierhin sehr gemächlich mit durchschnittlich nur etwa 3 % bergauf. Dies ändert sich am Abzweig auf die GC-605, wo man sich kurz fragt, ob dies tatsächlich die gesuchte Straße ist. Sie ist es tatsächlich und gibt auf den ersten Metern einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns etwa einen Kilometer weiter bevorsteht.
Man sollte sein Kräfte dann gut einteilen, denn die Straße ist rau und teils über 10 % steil, womit man ordentlich Körner lässt. Nicht zu vergessen eine meist brennende Sonne, welche ihr übriges tut. Hat man endlich 700 m Höhe erreicht, geht es zwar nicht weniger steil, aber zumindest auf guter Straße hinauf auf 970 m Höhe, wo ein Flachstück beginnt. Der hier anzutreffende Asphalt ähnelt eher einer Pflasterstraße, und so rüttelt man dahin.
Erst wenn es wieder kontinuierlicher steigt, nach nunmehr etwa 27 km, wird die Straße etwas besser, und man fährt hinauf nach Ayacata auf 1300 m Höhe, um von hier den Roque Nublo zu erklimmen. Am Ortseingang biegt man rechts ab (auf die GC-60/GC-811), um dann im Ort nach links auf die GC-600 zu fahren.
Es gilt nun auf rund 5 km etwa 370 Hm zu überwinden, wobei es kurzzeitig über 15 % steil wird. Belohnt wird man mit dem Ausblick auf den Roque Nublo, einem rund 60 m hohen Basaltfelsten, und der Möglichkeit am Kiosk seine Getränkevorräte aufzufrischen.
Die letzten fast 7 km sind verhältnismäßig einfach, und man würde sie belächeln, wenn da nicht schon knapp 40 Kilometer bergauf in den Beinen und diese Hitze wären. Glücklicherweise gibt es in diesen Höhen etwas dichteren Kiefernwald, und man hat zumindest das Gefühl von Schatten. Es geht zunächst leicht wellig bergan, bis man bei Kilometer 42 auf die Straße von der Ostküste trifft, wo man rechts auf die GC-130 abzweigt und die letzten knapp 170 Hm angeht.
Die Straße wird zwar wieder rauer, aber das ist jetzt auch egal, denn das Ziel ist greifbar nah und die Ausblicke atemberaubend. Nach gut 2 km biegt man nochmals rechts ab zum ausgeschilderten Aussichtspunkt auf die GC-134.
Am Tor des Militärgeländes geht es dann rechts vorbei, und nach ein paar hundert Metern erreicht man auf 1945 m Höhe und über 2100 Hm einen kleinen Parkplatz, welcher Blicke über Gran Canaria und nach Teneriffa zum Teide eröffnet. Hinter uns befindet sich das Observatorium, welches nur minimal höher steht. Es breitet sich ein zufrieden stellendes Gefühl aus, und man genießt nur noch.
33 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
02:56:00 | 03.12.2008
Miguell
Mittlere Zeit
03:15:00 | 01.11.2010
Flachlandtiroler
Dolce Vita
03:50:00 | 01.03.2009
Mäx
Von Flachlandtiroler – Neben der Auffahrt von Mogan gibt es noch eine minimal längere und mit etwas mehr Höhenmetern versehene Südauffahrt vom Touristenzentrum Playa del Inglés. Hier haben wir aus praktischen Gründen als Startort den Radvermieter und Tourenorganisator Free Motion gewählt, der sich im Erdgeschoss des Hotel Sandy Beach auf der Avenida de Alfereces Provisionales befindet.
Von hier aus fahren wir bergauf die eben genannte kurvige Straße in Richtung Westen und biegen am zweiten Kreisverkehr ins Landesinnere in Richtung Fataga und San Bartolomé de Tirajana ab. Am vierten Kreisverkehr wiederum fahren wir links, weiter in Richtung Fataga, und anschliessend sofort rechts auf die GC-60/GC-520.
Wir kreuzen die Autobahn GC-1 und verlassen nach Norden fahrend die Touristenhochburg Playa del Inglés/Maspalomas.
Mit der Küste im Rücken fahren wir nun stetig steigend und vorerst meist geradeaus in Richtung Trockenheit, Canyons und Palmenhaine. Auf den ersten Kilometern vor Artedara und Fataga liegt die Steigung auch durchgängig im einstelligen Bereich und beinhaltet sogar eine Zwischenabfahrt, so dass man ab und zu noch den Blick über die Schulter sowie die teilweise sehr schönen Passagen durch bunte Blumen und Plantagen genießen kann.
Nach dem kleinen, netten Fataga wird es kurviger, man überrollt den Zwischenpass Alto de Fataga auf gut 900 m Höhe und hält sich halblinks auf der Hauptstraße in Richtung San Bartolomé de Tirajana, das man nun durchfährt.
Nach dem Ort wird es wieder einsamer, schattenärmer und kurviger, bis man in Ayacate rechts in die GC-600 abbiegt und den härtesten Teil der Etappe hoch zum Roque Nublo vor sich hat.
Ab hier ist die Südauffahrt mit der oben beschriebenen Südwestauffahrt identisch. Insgesamt ist bei den gegebenen Eckdaten schwer zu beurteilen welche der Auffahrten schöner oder schwerer ist, zumindest der Asphalt dürfte in Summe auf der Südvariante besser sein. Bei deutlich über 40 Kilometern und 2000 Höhenmetern Steigung ist wohl Tagesform und Wetter und vor allem der Wind deutlich ausschlaggebender dafür, auf welcher Variante man sich mehr quälen muss.

51 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:03:10 | 27.02.2018
OeTTZI
Mittlere Zeit
03:15:00 | 31.07.2017
Minister
Dolce Vita
04:45:00 | 05.03.2012
Schwoachhaxler
Von AP – Vorab ein paar allgemeine Bemerkungen: Die Ostauffahrten zum Pico de las Nieves sind um einiges härter als die von Radurlaubern mehr frequentierten Südauffahrten. Wenn also die Südauffahrten mit fünf Härtesternen bewertet werden, müsste man der Anfahrt von Telde sechs Sterne zusprechen und der über Ingenio sieben. Die Ostauffahrten haben nicht nur wesentlich steilere Rampen als die Südauffahrten, auch die Asphaltqualität ist schlechter. Auf dem Stück zwischen La Breña und der Kreuzung mit der GC-134/135 kurz vor dem Gipfel, also auf quasi zwei Drittel der Ostauffahrt, gibt es (Stand 2018) noch diesen charmanten Kanarenbelag, der aussieht wie zusammengekleisterter Schotter und der bewirkt, dass die Steigung durch den Rollwiderstand gefühlt um noch einmal drei Prozent nach oben anzusetzen ist. Auf der Variante von Ingenio ist die GC-120 bis zur Kreuzung bei Cazadores wohl erneuert worden, aber enorm steil ist es hinter Pasadilla natürlich trotzdem geblieben.

Die Ostauffahrt startet in der Calle Juan Ismael im Südwesten von Telde. Die Straße (GC-130) zieht aus der Stadt hinaus in eine öde Landschaft gespickt mit heruntergekommenen Flachbauten. Trotz der teilweisen landwirtschaftlichen Nutzung vermittelt die Gegend einen halbwüstenartigen Eindruck. Am Anfang ist die Steigung noch recht zahm, es gibt sogar ein Zwischengefälle nach etwa 2,5 km. Direkt dahinter folgt das erste von vielen Steilstücken, 10 % sind nun eher die Regel als die Ausnahme.
Oberhalb eines Dorfs namens Lomo-Magullo trifft von rechts eine Nebenstraße durch den Barranco de la Palma auf die GC-130, über die man auch von Telde her hätte fahren können. Ob es aber auf jener Straße schöner ist, wage ich zu bezweifeln.
Die GC-130 schlängelt sich weiter voran ins Inselinnere, ab und zu bieten sich Blicke in Richtung der Ostküste. Auf diesem Abschnitt gibt es mehr Flach- als Steilstücke, was sich in La Breña gewaltig ändert. Der Asphalt wird ruppig, die Straße steigt zum ersten Mal auf um die 15 % an. La Breña ist schon kein Dorf mehr, sondern nur eine Ansiedlung bestehend aus wenigen Häusern. Von La Breña bis Cazadores stellt sich dem Kanarenpedaleur ein fünf Kilometer langes Steilstück in den Weg, das zum feinsten gehört, was Gran Canaria zu bieten hat. Praktisch permanent über 10 % Steigung, die sich, wie oben erläutert, nach noch viel mehr anfühlt, und kein bisschen Schatten in Sicht. Wenigstens wird die Landschaft etwas grüner, und Weitblicke hat man nun auch in Hülle und Fülle.
Erholung bringt erst ein Flachstück hinter Cazadores. Vor dem Flachstück findet man in Cazadores ein Restaurant direkt an der Straße, wo man, falls es geöffnet ist, Getränke kaufen könnte (wäre bei mir nötig gewesen, aber das Ding war geschlossen). Das Flachstück führt zu einer enormen Rampe, über die man den Hauptkamm der Insel erklimmt. Am Ende der Rampe hat man 17 km und etwa 1350 Hm in den Beinen. Die Ödnis von weiter unten ist vergessen, denn hier zeigt sich die Insel von ihrer eindrucksvollsten Seite. Weite Blicke nach Norden und Süden, abwechslungsreiche rotbraune Vulkanlandschaft mit Kiefern und Felsen. Und zum Glück kann man die Szenerie auch genießen, weil es für zwei Kilometer flach vorangeht.
Aber Unheil dräut am Horizont! Ein kurzes Gefälle endet am Mirador de los Marteles, von dem aus man nach Norden in Richtung Las Palmas blickt und nach Süden in einen kleinen Vulkankrater (Caldera de los Marteles) hinein. Nicht der Ausblick ist unheilvoll, sondern die knapp 20 % steile Brutalo-Rampe hinter dem Mirador, die dort im Kiefernwald verschwindet.

Als kleinen persönlichen Eindruck will ich anfügen, dass mir die Rampe so ziemlich den Rest gegeben hat, nämlich in Form eines Krampfs im rechten Oberschenkel. Deprimierend war dann auch, dass die Rampe an einer Art von Picknickplatz endet, an dem ich von einem Schild über die Höhe informiert wurde (so ungefähr 1660 m). In Anbetracht des Fehlens von fast 300 Hm bis zum Pico war ich kurz davor, mich einfach auf die Straße zu legen und auf den Weltuntergang zu warten. Nach reiflicher Überlegung verwarf ich diese alternative Lebensplanung.

Tatsächlich absolviert man die 300 fehlenden Höhenmeter nicht auf gleichmäßig ansteigender Straße, sondern auf welligem Terrain. Ausblicke bieten sich immer mal wieder nach Norden. Nach Süden allerdings nicht mehr, weil die Straße auf der Nordseite des Kamms entlangführt und nicht mehr direkt auf dem Kamm wie weiter unten.
Der Flüsterasphalt ab der Kreuzung, an der es rechts zum Cruz de Tejada geht und man auf die Südauffahrt trifft, ist eine wahre Wohltat. Das Brennen in den Beinen verglüht, die Tränen trocknen, und so geht es am Ende doch noch ziemlich flott voran zum Aussichtspunkt am Pico de las Nieves.
3 Befahrungen Befahrung eintragen
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Dolce Vita
Diese Beschreibung ist ganz frisch bei uns eingegangen und befindet sich noch nicht in Redaktion. Der Beitrag wird noch redigiert.
Übler Brecher dank der Steilrampe hinter Pasadilla, die auch ”pesadilla” genannt wird. Dieser Streckenabschnitt ist härter als alles, was man im Tal der Männertränen (Degollada de la Hoya de la Vieja) beweint und hat dem Pico, zumindest in der lokalen Rennradlergemeinde, den Ruf eingebracht, eine der härtesten Auffahrten Europas zu sein. Ab oberhalb von Cazadores ist die Strecke identisch mit der Anfahrt von Telde über La Breña.

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01:50:00 | 17.02.2018
Alex Alexa
Dolce Vita

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