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Pila (1814 m)

pila 3.

Auffahrten

Von Droopy – Wir starten am Kreisverkehr gleich hinter der Brücke über die Dora Baltea. Unser Ziel Pila ist mit touristischen Hinweistafeln ausgeschildert. Es gilt auf den nächsten 17,5 Kilometern rund 1250 Höhenmeter zu überwinden. 7,1 % im Mittel, das ist recht ordentlich. Der Einstieg im unteren Bereich bleibt einstellig und bietet somit ausreichend Gelegenheit zum Warmfahren. Über eine schön angelegte Kehrenkombination erreichen wir Charvensod. Unser Blick kann sich bereits auf das Gran-Combin-Massiv richten, welches großartig hinter Aosta aufragt.
Im mittleren Teil wird der Anstieg unrhythmisch, zuweilen lässt es sich gut rollen, zuweilen muss aus dem Sattel gegangen werden, und die Werte werden zweistellig. Die Straße ist in gutem Zustand und von Bäumen recht anschaulich gesäumt. Durch die zahlreichen Kehren ergeben sich immer wieder neue Blickachsen, was den abwechslungsreichen Charakter der Auffahrt noch verstärkt. Alles in allem ein Genuss erster Güte.
Es geht an kleinen Höfen vorbei und ein Sendemast gerät ins Blickfeld. Die Straße flacht etwas ab. Am Weiler Les Fleurs erreichen wir den Abzweig zur SR40, die von Gressan aus nach Pila führt. Nun ist es nicht mehr weit, denn wir befinden uns bereits zwischen 1300 und 1400 m Höhe. Die Straße zieht wieder etwas an und bleibt gleichmäßig etwa um die 8 %, windet sich noch durch einige Kehren einer Streusiedlung, wobei die Panoramen immer besser werden. Es duftet zuweilen nach Heumahd.
An einer Spitzkehre leben die Helden des 89er Giro noch. Jemand hat den Namen Fignon an eine Wand gepinselt. Das Foto kennt der Autor ebenfalls aus dem Buch von ZDF-Reporter Leissl. Zusehends verblasst der Schriftzug. Wie lange wohl die Farbe noch hält? Da dem Autor Fignon aufgrund seiner Autobiographie ”Wir waren jung und unbekümmert” mehr als sympathisch in Erinnerung ist, sind die letzten Meter schnell überwunden und wir erreichen Pila. Das Ensemble des großen Hotelkomplexes fügt sich wie ein Tetris-Quader in den Hang. Die Szenerie wird von einer modernen Kirche im Vordergrund unterstrichen. In fünfzig Jahren erhält das Ensemble sicherlich Denkmalschutz, dem Autor gefällt es jedenfalls.
Der Endspurt führt uns im Schlussspurt bergauf nochmal durch eine größere Tiefgarage. Nützlich bei Regen. Aber wer will schon bei Regen hier hochfahren, dafür sind die Panoramen unterwegs schlussendlich doch zu schön. Irgendwann wird es auch wieder hell und wir erreichen die Liftanlagen und einen Wanderparkplatz. Wer es Udo Bölts gleichtun will und eine landschaftlich schöne und sportlich abwechslungsreiche Auffahrt sucht, dem sei diese Variante ans Herz gelegt.


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01:32:10 | 21.09.2016
studerurs
Dolce Vita
Von Droopy – Die nordwestliche Variante ist nur wenige Meter kürzer als die Anfahrt über Pont Suaz. Insofern sind die Eckdaten des Berges ungefähr gleich. Es fehlen allerdings die Rampen im mittleren Teil. Diese Seite ist somit wesentlich gleichmäßiger. Das liegt vielleicht daran, dass die Geraden zwischen den einzelnen Kehren etwas länger ausfallen mögen. Im Vergleich zur Ostseite fehlt der Gressaner Variante dadurch aber etwas der Charme. Auch die Blickachsen auf die umliegende Bergwelt sind etwas eingeschränkter. Aber das ist jammern auf ganz hohem Niveau.
Zügig erreichen wir die Weggabelung zur Sackgasse nach Pila. Als Fazit lässt sich daher festhalten, dass sich diese Seite besser für die Abfahrt eignet. Wer nach der Tiefgarage die Kehrtwende gemacht hat, kann es dann bergab richtig krachen lassen. Am guten Asphalt scheitert es jedenfalls nicht.

1 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
01:12:39 | 04.10.2016
Dirk66
Dolce Vita

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