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Pré de Madame Carle (1874 m) Refuge Cezanne

an der Pelvoux Ostwand entlang

Auffahrten

Von stb72 – Los gehts in Argentière-la-Bessée am tiefsten Punkt auf ca. 980 m Höhe. Den ersten Kilometer steigt die Straße erstmal richtig an. Das war es dann aber auch schon für die nächsten 12 km, auf diesen werden nämlich immer weiter in das Tal hinein lediglich ca. 200 Hm gewonnen, so dass entspanntes pedalieren die Devise ist.
Nach etwa vier Kilometern erreichen wir Les Vigneaux, wo von rechts die schöne alte Höhenstraße von Prelles ankommt. Nach weiteren 4,5 km ist Vallouise der nächste größere Ort, nennenswerte Prozente sind bis hier nicht existent. Hier sollte man dann einen lohnenswerten Abstecher nach Entre-Les-Aigues machen.
Nun auf ca. 1180 m Höhe folgt dann tatsächlich eine kurze 9 %-Rampe, bevor es wieder etwas gemächlicher bis Pelvoux-le-Sarret auf ca. 1265 m Höhe weitergeht, wo die zweite längere Stichstraße des Tales nach Chambran abzweigt. Hier hat man dann erstmals den 3946 m hohen Mt. Pelvoux im Blick, der uns jetzt bis ganz oben begleitet.
So langsam wartet man schon auf einen echten Anstieg, es geht ja immerhin auf fast 1900 m nach oben, und nach jetzt fast 13 km fehlen immer noch ca. 600 Hm. Zunächst jedoch verliert man wieder 20 Hm und weiterhin flach führt die Straße nun ins enger werdende Tal bis Les Claux, wo die zweigeteilte tatsächliche Auffahrt nun endlich beginnt.

Der 2008 frisch asphaltierte Teil 1 (4 km, 240 Hm) beginnt nach einem kurzen Naturtunnel, dann mit einer Brücke über den Wildbach St.-Pierre bei etwa 4–5 % bis zu einer einsamen Kehre. Ab hier wird es dann für 2 km bei 7–9 % deutlich steiler, und die Straße führt meist durch den Wald weiter Richtung Ailefroide. Kurz vor dem Ort nimmt die Steigung wieder deutlich ab, und an verstreuten Campingplätzen vorbei fährt man wieder flach durch den kleinen stark frequentierten touristischen Bergsteigerort am Fuß des Mt. Pelvoux auf ca. 1500 m Höhe. Die gleichnamige fast 4000 m hohe Berggruppe Sommets de l’Ailefroide sieht man jedoch von hier nicht.
Der Schlussteil hinter Ailefroide hingegen hat es dann durchaus noch in sich. Er führt um die Ost- und Nordflanke des steil in den Himmel ragenden Pelvoux auf nun deutlich schmalerer und schlechterer Straße (teilweise mit Steinschlagschäden) bis nach oben. Das jetzt wilde Tal schwenkt nach Norden, und es folgt zuerst noch ein flacherer Kilometer bei 5–6 % aus dem Dorf heraus, bevor es dann steil wird – wie immer ist das am Schluss eines Anstiegs am schönsten, aber allzuviel Kraft hat man bis hierher nun doch nicht gelassen. Die nächsten zwei Kilometer haben dann im Schnitt fast 10 % und führen durch einige kurze Kehren hindurch bei vereinzelt bis zu 14–16 % steil nach oben. Nach einem weiteren (etwas einfacheren) Kilometer sind wir bereits auf 1875 m Höhe praktisch schon oben, der Rest ist dann ein Kinderspiel.
Das Tal weitet sich nun wieder, und der St.-Pierre schlängelt sich hier schön durch die Wiesen. Die Straße führt dann noch flach bis ans Talende, ringsum flankiert von hohen 3000ern der Écrins. Am Ende dann ein großer Parkplatz und die Refuge Cézanne, die Ausgangspunkt für vielerlei Hochtouren wie z.B. die Besteigung der Barre des Écrins (4102 m) ist. Diesen südlichsten 4000er der Alpen sieht man dann ganz am Ende links noch auftauchen, die Reste des zugehörigen Glacier Blanc rechts oben hervorschauen.

Fazit: Eine lange Anfahrt mit einigen steilen Kilometern erst ganz am Schluss, jedoch in herrlicher und zum Schluss hochalpiner Landschaft. Da dies vor allem Wander- und Bergsteigerparadies ist, wird man nur wenigen Rennradlern begegnen und bei entsprechend schönem Wetter ist natürlich auch einiger Betrieb.
Fährt man die „Runde” Briancon – Prelles – Les Vigneaux – Refuge Cezanne und zurück und streut noch die beiden Stichstraßen mit ein, so kommt man trotzdem auf fast 100 km und über 2000 Hm.

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