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Erste (längst nicht fertige) Version der OSM-Karten online! Danke an openrouteservice.org für die Unterstützung.

Prekowa (1179 m)

strassburg kaernten.

Auffahrten

Von Droopy – Wir starten in Straßburg, der nach eigenen Angaben kleinsten Stadt Kärntens. Hier, in Blickentfernung zum romanischen Dom, hatten die Gurker Bischöfe im Mittelalter ihre Residenz genommen. Die in der Neuzeit zum Schloss umgebaute Burganlage kündet noch heute von dieser Macht. Nicht weniger als 51 Bischöfe regierten von hier aus. Und man mag sich unschwer den Trubel im Ort vorstellen, als 1444 Kaiser Friedrich III. seinen Lehensmann Johann von Schallermann auf der Straßburg besuchte.

Seit die Bischöfe dann im späten 18. Jahrhundert nach Klagenfurt umsiedelten, ist es ruhig geworden....bis heute. Unterhalb des Burgberges durchqueren wir schnell die wenigen Häuser von Straßburg und folgen der Ausschilderung in Richtung Hausdorf. Der erste Abschnitt empfängt uns zweistellig, kurzzeitig wird mit knapp 14 Prozent der Maximalwert erreicht. Ein Blick auf die linker Hand auf einem kleinen Hügel gelegene Pfarrkirche Sankt Margareth lenkt uns ab und macht die Steigung erträglicher. In der folgenden S-Kurve folgt dann ein herrlicher Blick auf Stadt und Schloss Straßburg.
Der Weg bleibt fordernd, wenn auch nicht mehr zweistellig. Die Streusiedlung Hausdorf erweist sich ebenfalls als Hingucker: Große Bauernhäuser mit gemischter Fachwerk- und Massivbauweise erinnern an Umgebindehäuser der Oberlausitz. Am Ortsausgang erwartet uns dann eine längere Rampe im Sonnenhang und zeigt, dass es sich bei aller Idylle um einen Pass mit über 500 Höhenmetern Steigungsdifferenz handelt. Halbzeit.
Der gesamte zweite Teil ist dann auf wunderbare Weise unrhytmisch. Auf flachere Rollerpassagen folgen kurze Stücke mit sieben, mal mit acht Prozent Neigung. Das passt dann auch wieder zum Gesamtschnitt. Das Etappenbuch weist für den Anstieg in Summe sechs Prozent durchschnittliche Steigung aus. Doch kommen wir zurück zum Wesentlichen: Die umliegende Kulturlandschaft mit den sichtbaren Höfen auf den Anhöhen ist hier wie dem Bilderbuch entsprungen. Der Verkehr besteht aus Traktoren und Mähfahrzeugen auf den Wiesenhängen. Im letzten Waldstück dann noch eine letzte kurze Rampe und wir erreichen die Siedlung Prekowa auf der Anhöhe. Für den Durst wartet keine 100 Meter weiter das Ausflugslokal Gasthof Kornberger.

Bei schönem Wetter ist diese Seite auch für die Abfahrt ein richtiger Hingucker. Wer Glück hat, kann im oberen Teil die Karawankenkette erspähen. Das macht objektiv vier Sterne. Mit dem Komplettangebot der Region aus Burg, Gurker Dom und absoluter Ruhe für den Genießer eines Rennradmenüs sogar fünf. Dazu die Speisenfolge (m)einer schönen Rundtour als Appetitanreger: Start in Murau, Radweg bis Stadl an der Mur, Flattnitzer Höhe, Weitensfeld im Gurktal, via Masternitzen nach Pisweg, Gurk, Prekowa, Metnitz, Grattinger Sattel. Wohl bekomms.
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Von Droopy – Wer das Gurktal bereits als ruhig empfindet, den empfängt das Metnitztal noch ein wenig mehr mit einer kühl erfrischenden Stille. Hierhin finden nur Fuchs und Hase und manchmal ein verirrter Tourist vom Wörthersee, der eigentlich in die Nockberge wollte. Da dieser Variante im Unterschied zur Südseite ein paar Meter fehlen, liegt das Steigungsmittel mit 6,7 Prozent etwas höher. Im unteren Drittel spüren wir davon noch nichts und folgen dem frischen Taleinschnitt des Feistritzbaches zunächst mit angenehmen Steigungswerten.

Am Abzweig nach Feistritz ändert sich dann der Charakter. Wir queren den Bachlauf und folgen links der Hauptstraße, die sich im nächsten Abschnitt kurzzeitig mit Spitzenwerten bis 15 Prozent aufbäumt. Gefühlt bleibt es die meiste Zeit aber zwischen sieben und neun. Dazu trägt auch die wunderbare Trassierung bei. Die Straße zieht in mehreren Kehren nach oben und lässt trotz Mittelgebirgscharakter der Bergwelt echtes Passfeeling aufkommen. In einer längeren Geraden bietet sich dann rechter Hand ein wunderbares Panorama mit Blick auf die Siedlung Feistritz.
Danach verschwindet die Straße für das letzte Drittel leider im Wald. Wenn das schön gestaltet Wappen der Gemeinde Metnitz auf der Passhöhe ins Blickfeld gerät, ist es schlussendlich vollbracht. Auch für die Abfahrt ist diese Seite sehr gut geeignet: Die Straße ist breit genug und hat Flüsterasphalt in den Kehren. Soviel Ruhe muss sein. In der anderen Richtung empfiehlt der Autor nach der Geschichtsstunde über Straßburg direkt eine Weiterfahrt nach Gurk. Hier warten in bester Lage ein Restaurant oder eine Konditorei vis-à-vis des mächtigen Dombauwerks.
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