Puig Neulós (1245 m)

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Puig Neulós (1245 m)
Pic du Néoulous, Col de l'Ouillat

Pyrenäen, Serra de l'Albera, Languedoc-Roussillon.
Auch mal alleenmäßig.
Wenn man so will, ist der Puig Neulós (1256 m Höhe) das erste wirkliche Aufbäumen der Pyrenäen vom Mittelmeer her gesehen. Er ist nämlich der höchste Gipfel der Serra de l’Albera, des östlichsten Teils des Gebirges, und aus der Ferne dementsprechend gut zu erkennen. Zudem hat man auf ihm eine große Antennenanlage errichtet; da zu dieser Anlage ein asphaltierter Weg von Le Perthus hinaufführt, ist er auch für Rennradfahrer gut zu erreichen.
Für Autofahrer ist dieser Weg hinter dem Col de l’Ouillat (auf Katalanisch Coll de l’Ullat) gesperrt. Dieser Col wird als Pass gesehen, weil dort von Norden herauf ein nichtasphaltierter Waldweg auf die Straße zum Puig Neulós trifft. Die Kammlinie der Serra de l’Albera ist gleichzeitig die Grenze zwischen Frankreich und Spanien, was bedeutet, dass man auf den letzten anderthalb Kilometern der Auffahrt, die auf besagtem Kamm verlaufen, zwar in Frankreich unterwegs ist, aber in Spanien Pause machen würde, wenn man sich rechts von der Straße kurz niederließe.
Kurioserweise ist der Puig Neulós unter Radfahrern weit weniger bekannt als der Tour de Madeloc, welchen er sozusagen berghoch überragt. Vermutlich weiß außerhalb des Roussillons und Kataloniens kaum jemand, dass es so nah an der Küste einen Anstieg mit fast 1000 Hm gibt. Um ehrlich zu sein, ist der Startpunkt der Auffahrt, Le Perthus, auch keine allzu attraktive Lokalität. Es gibt dort viele Tankstellen, viele Ramschläden und viel Verkehr. Also eher eine Angelegenheit für stressresistente Powershopper.
Ein letztes Wort zum Namen des Berges: Wir haben uns für die katalanische Variante entschieden, obwohl die Anfahrt in Frankreich liegt. Da die Serra de l’Albera altes katalanischsprachiges Gebiet ist und die Nordseite erst im Zuge des Pyrenäenfriedens von 1659 Frankreich zugeschlagen wurde, sind katalanische Bezeichnungen auch auf der Roussillonseite durchaus gebräuchlich. Zudem ist der Berg auch auf französischen Wanderwegen mit Puig Neulós ausgeschildert. Im Internet findet man auch hin und wieder den Namen „Pic Neulós”, was aber ganz und gar nicht im Sinne des Erfinders ist, da man so das französische Pic mit dem katalanischen Neulós zusammenwirft.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Westanfahrt von Le Perthus15,5 km955 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne

Westanfahrt von Le Perthus  15,5 km / 955 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Westanfahrt von Le Perthus
Wie schon oben erwähnt ist der Ausgangspunkt der Auffahrt zum Puig Neulós, Le Perthus, nicht unbedingt etwas für den ruhesuchenden Pässesammler vom Typ „Einsamer Wolf”. Leichter macht man es sich bei einer Anfahrt von Norden her, weil man dann nicht das Zentrum des Ortes durchqueren muss; der Beginn der Auffahrt liegt nämlich nördlich des Kulminationspunktes der Straße durch Le Perthus und sozusagen am Rand der Einkaufszone. Bei einer Anfahrt von Süden her muss man durch das ganze Kaufchaos hindurch (und natürlich auch die Grenze passieren). Von wo auch immer man herkommt, ein paar Höhenmeter zusätzlich sind von beiden Seiten her zu absolvieren, die aber nicht mehr der eigentlichen Auffahrt zum Puig Neulós zugezählt werden.
Wie dem auch sei, man folgt dem Wegweiser in Richtung Saint-Martin-de-l’Albère und unterquert die Autobahn, welche das Languedoc mit Katalonien verbindet. Hinter der Autobahn wird es rasch ruhiger; man bewegt sich auf einer engen, kurvigen, etwas holprigen Straße durch einen niedrigen mediterranen Mischwald in Richtung Osten.
Auf den ersten 4 km liegt die Steigung bei moderaten 5 bis 6 %. Danach folgt schon ein längeres flacheres Stück. Schon bald sieht man links von sich einen Felsgipfel, den Roc d’Albère (1031 m), der diesen ersten Abschnitt der Auffahrt überragt. Hinter dem Flachstück zieht die Steigung ab dem siebten Kilometer etwas an. An der Straße und der Landschaft ändert sich wenig. Nur ganz vereinzelt stehen aus braunen Steinen gefügte Häuser am Wegrand.
Zweimal passiert man Kreuzungen; während an der ersten der Col de l’Ouillat ausgeschildert ist und die Richtung somit klar ist, weist an der zweiten ein Schild nur auf Saint-Martin-de-l’Albère hin. Dem Schild sollte man aber nicht folgen, es sei denn, man möchte diesem versteckten Weiler einen Besuch abstatten.
Ab dem zehnten Kilometer wird es wieder ein wenig steiler. Immer noch führt die Straße in einem Mischwald nach oben, allerdings bestimmen nun kälteresistentere Sorten wie Eichen, Kiefern und Platanen das Bild. Hin und wieder hat man auch weite Ausblicke in Richtung Westen, wo besonders das Fort de Bellegarde oberhalb von Le Perthus und am Horizont der Canigó hervorstechen.
Gegen Ende des elften Kilometers ist es schließlich soweit: Der Col de l’Ouillat auf ungefähr 930 m Höhe ist erreicht. Dort oben steht eine Art Bergbistro, in dem man anscheinend etwas zu Essen bekommt, so es denn geöffnet ist. Hinter dem Etablissement führt das letzte flachere Stück der Auffahrt in einen dichten Wald, in dem nun der Anteil der Nadelbäume deutlich höher ist als weiter unten. Die Steigung bewegt sich auch zum ersten mal länger im Bereich von 10 %. Man umfährt eine Schranke, und weiter oben weichen die Kiefern plötzlich zurück. Durch eine Serpentine hindurch gelangt man auf den Gipfelgrat der Serra und sieht die Antennenanlage schon bald vor sich. Bis dahin muss man aber das steilste Stück der Auffahrt bewältigen, deutlich über einen Kilometer mit Maxima von 15 % Steigung. Ähnlichkeiten zum Mont Ventoux sind unverkennbar: der Grat ist fast kahl, und der Wind bläst einem direkt ins Gesicht. Wie schon in der Allgemeinbeschreibung erwähnt, verläuft die Staatsgrenze dort auf dem Kamm direkt neben der Straße.
Oben angekommen sollte man die wenigen Meter zu dem Steintürmchen direkt auf dem Gipfel des Puig Neulós hochsteigen, denn erst von dort aus hat man an der Antenne vorbei eine Aussicht auf das Mittelmeer im Osten und nach Katalonien im Süden. Nach Westen reicht der Blick weit den Pyrenäenkamm entlang, während nach Norden hin sich die Ebene des Roussillon an den Bergen des Corbières verliert. Sense dubte, wie man in der Serra de l’Albera sagt, findet man auf dem Puig Neulós einen der schönsten „Adlerhorste” der östlichen Pyrenäen.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.AP Mail an Absender1 h 11 m 00 s28.08.2009
Sirniz Mail an Absenderohne Zeit29.05.2004
klausk Mail an Absenderohne Zeit24.07.2010
CarstenA Mail an Absenderohne Zeit15.07.2011