Pumpspeicherwerk Markersbach (848 m)
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Pumpspeicherwerk Markersbach (848 m)
Erzgebirge, Sachsen.
Das Erzgebirge hat ja das Problem, dass die deutsche Seite eher flach, aber stetig ansteigt, während die tschechische Seite recht steil abfällt. Somit sind Berge mit ordentlichen Höhenmetern zumindest auf deutscher Seite rar gesät. Aber es gibt doch noch das ein oder andere Schmankerl mehr als den Fichtelberg. Verwundert hat den Autor beispielsweise, dass die Anfahrt zum Oberbecken in Markersbach bislang noch nicht bei quaeldich.de zu finden war. Vielleicht liegt es daran, dass jegliches Rennradevent diesem Plateau bisher noch keine Beachtung geschenkt hat; da oben ist ja außer einem großen Parkplatz und einem schönen Blick auch nix zu finden. Eher werden hier noch ab und zu Wertungsprüfungen drittklassiger Rallye-Veranstaltungen oder auch mal eine Lotus-Super-Seven ausgetragen. Filme gibt es hiervon bei Youtube genug.Das Oberbecken des Pumpspeicherwerks Markersbach wurde erst 1979 auf dem Scheitel des Hundsmarters errichtet. Es ist das zweitgrößte seiner Art in Deutschland. Glücklicherweise für den Rennradfahrer wurden für den Bau und die Versorgung einige Straßen hinauf asphaltiert, die gänzlich fast verkehrsfrei sind. Die meisten Höhenmeter am Stück sind dabei auf den nördlichen Auffahrten zu finden. Aber auch aus südlicher Richtung gibt es eine durchgängig asphaltierte Straße ab Rittersgrün, die das Pumpspeicherwerk sogar als Rundtour befahrbar macht.
Eine Befahrung sollte man nur im Zeitraum Mai bis Oktober in Erwägung ziehen. Neben den üblichen winterlichen Verhältnissen, die auf dieser verkehrstechnisch unbedeutenden, aber durchgehend asphaltierten Straße relativ sporadisch beseitigt werden, ist auch eine Auffahrt zur Bauwerkskrone des Oberbeckens nur bei schönerem Wetter möglich.
Um mit dem Rennrad bis zur Dammkrone vorzudringen, muss man die letzten ca. 20 Höhenmeter die Versorgungsstraße am Oberbecken benutzen. Diese ist im Zeitraum Mai bis Oktober für Touristen durch eine größere Tür zugänglich. Wie bitte? Tür? Ja, und es passt ein Rennrad durch. Wie sieht das Ganze in Natura aus? Hier hat mal jemand die Abfahrt mit seinem Bike gefilmt.
Für die Beschreibung danken wir 30Grad 

Liste der Auffahrten
| Nördliche Auffahrt von Markersbach | 6,3 km | 310 Hm | ![]() | ![]() |
| Östliche Auffahrt von Crottendorf | 6,4 km | 250 Hm | ![]() | ![]() |
| Nördliche Verschärfung von Raschau | 3,5 km | 344 Hm | ![]() | ![]() |
| Südwestauffahrt von Rittersgrün | 10,2 km | 266 Hm |
Nördliche Auffahrt von Markersbach 6,3 km / 310 Hm

Den Startpunkt Markersbach erreicht man auf der B101 aus Richtung Scheibenberg. Über diese Anfahrt kommt man direkt aus einer längeren Abfahrt an den Berg. Wem nach persönlichem Empfinden eine ruhigere und ganz leicht ansteigende Talstraße als Anfahrt lieber ist, der sollte die Annaberger Straße aus Richtung Schwarzenberg/Raschau kommend in Betracht ziehen.Unterhalb der Staumauer des Unterbeckens windet sich die Straße zum ersten Mal in einer Kehre gegen den Berg. Nach 400 m folgt man dem Abzweig nach links in die Oberbeckenstraße. Nun geht es hinein in den eigentlichen Anstieg. Hier ist nur noch mit sporadisch auftretendem motorisierten Verkehr zu rechnen, was den Rennradler freuen wird. Nach kurzer Zeit lässt man den Scheitelpunkt des Unterbeckens links liegen. Kurz danach bietet sich auf einem kurzen Flachstück die erste Verschnaufpause. Rechter Hand kann man hier übrigens die Stolleneinfahrt in den Versorgungsschacht u.a. zu den Turbinen des Oberbeckens bewundern. Danach richtet sich die Straße fast schnurgerade hinauf zu den Verwaltungs- und Versorgungsgebäuden des PSW.
In die folgende 180-Grad-Kehre biegt auch die Nitschhammerstraße der südöstlichen Auffahrt in den eigentlichen Anstieg zum Oberbecken ein. Diese aus Richtung Crottendorf kommende Verbindung sollte nach Bezwingung des Oberbeckens die Möglichkeit bilden, das Tagespensum inmitten üppiger Vegetation auszudehnen. Es lohnt sich.
Zurück zum Anstieg. Nach der angesprochenen Kehre wartet eine kurze, knackige Rampe, die langsam in ein Flachstück ausläuft, welches nochmals für Erholung vor dem Finale sorgen sollte. Denn dann zieht die Straße auf den nächsten Kilometern unweigerlich in die Höhe und eine Schneise durch den Wald, bis sich vor einem die grüne Wand des Oberbeckens aufbaut. Das gesamte Gelände des Oberbeckens ist abgesperrt. Wir halten uns rechts. Nach ca. 300 m Fahrt finden wir links die Versorgungsauffahrt zum Oberbecken. Den einzigen reellen Zugang für uns Radler bildet eine größere Tür, die im Zeitraum von Mai bis Oktober den durchaus gern gesehenen Touristen offen steht. Hier hindurch und auf einem letzten breiten ansteigenden Asphaltstück die letzten Höhenmeter hinauf kann man nun langsam die Ausblicke genießen, bis man den Scheitelpunkt des Oberbeckens erreicht und somit das ganze Panorama vor Augen hat.
Es bietet sich ein Rundumblick, bei dem man mit dem Fichtelberg im Rücken fast alle weiteren Berge des Westerzgebirges im Blick hat.
Für die Beschreibung danken wir 30Grad 

Östliche Auffahrt von Crottendorf 6,4 km / 250 Hm

Aus Crottendorf heraus führt die Joachimsthaler Straße über einen kurzen, schmerzhaften Stich. Über die Hammerstraße folgt eine lange Abfahrt in das Tal der Mittweida, aus deren Wasser sich das Unterbecken staut. Kaum hat man die Talsohle und die Mittweida erreicht, biegt man links ab, und der in Stufen ansteigende Anstieg zum Oberbecken beginnt. Man erreicht die Nitschhammerstraße und folgt der 180-Grad-Kehre. Es folgt ein kurzes Flachstück und darauf wiederum ein paar Höhenmeter. Nun hat man nochmal die Möglichkeit zum Verschnaufen, bevor man auf die Strecke der nördlichen Auffahrt einbiegt und somit dem beschriebenen Weg folgt. Alle beschriebenen Straßen sind durchweg asphaltiert.Für die Beschreibung danken wir 30Grad 

Nördliche Verschärfung von Raschau 3,5 km / 344 Hm

Von der B101 in Raschau zweigt als Verlängerung des Bauernwegs der Bockuthweg gen Südosten ab - dieser bildet eine Verschärfung der oben beschriebenen Nordauffahrt von Markersbach, auf die der Bockuthweg nach nur 1,7 km einbiegt.Dieser Teil verläuft relativ geradlinig bei hohen Steigungsprozenten zwischen 10 und 16 %, landschaftlich durchaus reizvoll an einigen Wiesen entlang. Nach einer weit angelegten Links-Rechts-Kombination flacht die Steigung ab, und man biegt nach rechts auf die Nordauffahrt von Markersbach ein.
Südwestauffahrt von Rittersgrün 10,2 km / 266 Hm

Diese Beschreibung ist ganz frisch bei uns eingegangen und befindet sich noch nicht in Redaktion. Der Beitrag wird noch redigiert.













