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Pustevny (1018 m)

Karpaten, Beskiden, Moravskoslezský kraj/Mäh.-Schles. Region.
Gemeingefährliche Wanderer lauern überall!
Dieser Anstieg befindet sich in den Mährisch-Schlesischen Beskiden, genauer gesagt in der Walachei, also ganz im Osten Tschechiens in unmittelbarer Nähe der slowakischen Grenze. Die Auffahrt hoch nach Pustevny ist ein Pass im klassischen Sinn, da er von Norden und Süden erreichbar ist. Er führt über den Bergrücken des Radhošť und ermöglicht es von Frenštát ins Bečvatal zu kommen, in welchem eine der Hauptverbindungsstraßen zwischen Tschechien und der Slowakei verläuft. Verkehrstechnisch relevant ist Pustevny aber nicht, da ein Stück weiter westlich die Hauptstraße von Frenštát nach Rožnov verläuft. So ist die Nordauffahrt für Autos gesperrt und dient nur als Verbindungsstraße zu einem Skigebiet, was die Auffahrt von Norden sehr angenehm macht.
Aufpassen muss man aber auf die obligatorischen Wanderer, da von Trojanovice auch eine Seilbahn nach Pustevny führt, und zusätzlich auf merkwürdige Roller, die hier hinunterfahren. Die Tschechen wandern nämlich äußerst gern, und an schönen Wochenenden ist in diesem Gebiet wirklich die Hölle los. Das liegt daran, dass sich oberhalb von Pustevny zwei wirklich prestigeträchtige Plätze befinden. Zum einen die Statue des berühmten Radegast und ein bisschen weiter oben in Richtung Westen der Gipfel des Radhošť, neben der Lysà hora der bekannteste Berg der Region.
Der Radegast ist in der westslawischen Mythologie der Gott der Sonne und des Krieges. Nach ihm ist auch eine berühmte Biermarke benannt, deren Brauerei sich bei Frýdek-Mýstek, also in unmittelbarer Nähe befindet. Das Bier ist das beste und bekannteste in Osttschechien, und es wird auch in einer sehr schmackhaften, alkoholfreien Variante angeboten, genannt Birell. In einem Land, wo die 0,0-Promillegrenze auch für Radfahrer gilt, kann es nützlich sein, das zu wissen.
Auf dem 1129 m hohen Radhošť (auf Deutsch Radhoscht) kann man eine kleine Kapelle besichtigen, die den Slawenaposteln Kyrill und Methodius gewidmet ist. Zu ihren Ehren wurde auch eine Statue errichtet, da sie sich vor über 1000 Jahren die Mühe machten, auch die Bewohner des Großmährischen Reiches zum Christentum zu bekehren.
An der Passhöhe Pustevny selbst stehen einige für die Region Walachei typische nett anzusehende Holzhäuser sowie jede Menge Souvenirstände und die obligatorischen Kneipen und Restaurants.
Man muss wissen, dass von hier aus Prag und Böhmen sehr fern sind und dass die Region ihre kulturellen Eigenheiten hat und sich deshalb in vielen Dingen der Slowakei viel näher fühlt. Prager sind hier schon fast Ausländer, da diese eher sehr selten so weit nach Osten fahren und sich durch ihren unerträglichen Dialekt und ihr oft hochnäsige Art von vornherein unbeliebt machen.
Für die Beschreibung danken wir prikry Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordanstieg von Trojanovice7 km468 HmSchön: 3,0 / 5 Sternen bei 1 BewertungHart: 3,0 / 5 Sternen bei 1 Bewertung
Südanstieg von Bečva 9,7 km520 HmSchön: 3,0 / 5 Sternen bei 1 BewertungHart: 3,0 / 5 Sternen bei 1 Bewertung

Nordanstieg von Trojanovice  7 km / 468 Hm

Schönheits-Wertung: [?]
Härte-Wertung: [?]
quäldich-Härte (QDH): [?]
Trojanovice liegt ein Stück südlich von Frenštát pod Radhošťem und ist von dort aus ebenso gut erreichbar wie von Westen und Osten aus. Bis Trojanovice hat man schon die ersten knapp 150 Hm hinter sich, aber dennoch ist der offizielle Anstiegsbeginn dort, da die Straße erst am Ortsausgang von Trojanovice wirklich steil wird.
Am Kreisverkehr, wo sich alle Straßen, die nach Trojanovice führen, treffen, fahren wir Richtung Süden. Im Ort selbst ist die Steigung mit gut 4 % noch human. Am Ortsausgang fährt man dann an einem Parkplatz und einem Hochseilgarten vorbei, wo sich auch die Talstation für die Seilbahn befindet. Das und die zahlreichen Kneipen lassen wir alles links liegen, und nach einer scharfen Rechtsserpentine geht es richtig los.
Die schmale Straße wurde in einen doch sehr steilen Waldhang gebaut, und bis oben beträgt die Steigung nun konsequent über 7 %. Der Straßenbelag ist mäßig, aber im Notfall auch als Abfahrt fahrbar. Jemand hat sich die Mühe gemacht, Schlaglöcher und gefährliche Stellen mit Farbe zu markieren, die nach und nach immer mehr verblasst. Aussicht bietet der Anstieg kaum, schön ist er aber trotzdem, da man die Steilheit des Taleinschnittes bestaunen kann, in dem die Straße lang führt, und sich fragt, wer denn hier eine Straße lang bauen musste. Teilweise erreicht die Steigung über 10 %, pegelt sich dann bis zum Ende aber auf 8–9 % ein.
Oben angekommen, sollte man gleich rechts abbiegen und sich wenigstens die Zeit für den Radegast und das gleichnamige Erfrischungsgetränk nehmen, was in einem kleinen Kiosk angeboten wird. Der Weg dahin ist größtenteils sogar asphaltiert.
Noch mehr aber als der teilweise unerträgliche Belag stören die Wanderermassen. Das letzte Stück bis zum Radhošť ist dann wirklich nicht mehr rennradtauglich, lohnt sich aber trotzdem. Da endlich baumfrei, bietet sich hier eine schöne Aussicht (wenn auch längst nicht so schön wie von der Lysà hora), und achja, hier steht natürlich schon die nächste Kneipe.
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Südanstieg von Bečva   9,7 km / 520 Hm

Schönheits-Wertung: [?]
Härte-Wertung: [?]
quäldich-Härte (QDH): [?]
Die von Süden kommende Straße ist die Versorgungsstraße für Pustevny und deshalb um einiges breiter und verkehrsreicher. Die ersten 4 km des Anstiegs verlaufen in einem Tal entlang sehr unspektakulär und flach. Im zweiten Teil wird es dann aber ähnlich steil wie im Nordanstieg. Insgesamt ist der Nordanstieg aber als etwas schwerer zu bewerten.
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