Rifugio Barbara (1753 m)

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Rifugio Barbara (1753 m)
Rifugio Barbara Lowrie

Alpen, Cottische Alpen, Piemont.
schmales Bergsträßchen am Bach entlang
Die Seealpen im Piemont sind eher bekannt für hohe, schwere und lange Pässe. Zum fahren von wirklich steilen Rampen geht man doch eher in die östlichen Alpen, beispielsweise ins Trentino. Jedoch auch hier im Westen gibt es vereinzelt Auffahrten, die steilsten Ansprüchen genügen, man muss sie nur suchen.
Eine dieser Rampen führt aus dem kleineren unbekannten Valle Pellice versteckt nach Süden zum Rifugio Barbara Lowrie. Der etwas seltsame Name rührt daher, da es von einem amerikanischen Paar gestiftet wurde – die linguistisch richtige Aussprache könnte daher auch „Baarbraa” sein, einzelne Recken aus Bangerten sagen aber vielleicht eher ‚strada dell’amore’.
Erbaut wurde die Hütte 1928 als Jagdhütte, als Rifugio wurde sie 3 Jahre danach umgewandelt und ist inzwischen Teil des bekannten Wanderweges GTA.
Oben befindet man sich in einem von hohen Wänden begrenzten Bergkessel mit Almwirtschaft. Kurz vor dem Rifugio zweigt eine nur mit dem MTB befahrbare Piste zum Colle del Baracun oder Colle Barant auf 2373 m Höhe ab. Die Schotterpiste führt dann hinunter ins hinterste Valle Pellice zum Rifugio Jervis und geht dann erst in Villanova Pellice wieder in eine Asphaltstraße über.

Die Rampe ist von der harten Sorte, aber keineswegs unbezwingbar, doch zieht sie sich relativ lange in ein kleines Seitental hinein. Für Bergtäler nimmt man gerne und häufig die Bezeichnung wildromantisch, was hier auch definitiv einmal zutrifft. Das Tal und der Bach sind zweifellos wild – und wenn man so einsam im flacheren Teil und herbstlicher Stimmung am wilden Strome und alten Hütten entlang, durch rauschende Blätter hindurch und von zwitschernden Vögeln begleitet, so vor sich hin rollt... dann möchte man fast eine Ode an die Rampe anstimmen... nun ja, von derartigen Gedanken wird man dann aber ziemlich schnell recht unsanft von der Straße wieder erweckt werden.

Die Zahlen:
Gesamtschnitt 11,2 %, davon die letzten 7 km nahe der 13 % und in den unteren Rampen mehrmals kurze Spitzen von 20–22 %.

Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Stichstraße aus dem Valle Pellice9,4 km1051 HmSchön: 4 SterneHart: 5 Sterne

Stichstraße aus dem Valle Pellice  9,4 km / 1051 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Stichstraße aus dem Valle Pellice
Im Valle Pellice sieht man kurz vor Bobbio Pellice schon schön das Seitental, in welchem die Straße nach oben führt. Kurz vor dem Dorf ist das Rifugio auch gut ausgeschildert und nach der Überquerung des Pellice beginnt am dritten Wegweiser zur Barbara der Anstieg.

Das tut er wie erwartet sofort sehr steil, aber nach nur wenigen Metern wird es wieder flach, und der romantische Teil beginnt. Auf jeden Fall kann man die ersten 2 km, nur durch zwei steile Stücke unterbrochen, locker dahinrollen, immer schön am Bach entlang.
Die erste 18 %-Rampe folgt jedoch bald, ist aber auch nur 200 m lang und führt an einigen alten Steinhütten vorbei. Erst nach fast 3 km wird es dann erwartet richtig schwer. Es folgen jetzt nacheinander drei Rampen bei 20 %, maximal kurz ca. 22 %. Zwar noch von etwas flacheren Stücken unterbrochen, werden eben diese jedoch immer kürzer und die dritte Rampe geht praktisch nahtlos in eine permanente Steilheit über. Geradeaus führt die Straße nun für ca. 2 km bei fast 15 % im Schnitt immer weiter ins Tal hinein.
Erst wenn man den Bach nach 5,4 km das erste mal überquert, bringen dann vier Kehren ein wenig Linderung, es bleibt jedoch selbstverständlich steil. Nach Kehre Nummer 4 darf man in leichter Linkskurve das letzte mal 20 % quetschen, bevor eine längere Gerade dann tatsächlich ein kleines Flachstück einläutet. Ein zweites Mal überquert man den Bach, und an einer Alm vorbei (7 km, 740 Hm) kann man kurz locker rollen für 300 m – dann beginnt der Schlusshang, wo noch 300 Hm auf den letzten 2,4 km warten.
Durch zwei Kehren hindurch ist die Steigung zunächst noch recht annehmbar, bis eine lange ca. 600 m lange und harte Gerade sich bei permanent 14–17 % einpendelt. Hier erahnt man dann erfreut das erste Mal das Ende der Straße am Horizont. Auf eine Gerade folgen üblicherweise Kehren, und auch hier führen dann die letzten beiden hiervon deutlich angenehmer bis an den Abzweig zum Colle del Baracun an einem kleinen Schotterparkplatz.
Ab hier sind es nur noch 300 m, aber in der letzten S-Kurve wirds als Schlusshäppchen noch mal so richtig steil, bevor man im schönen Gebirgskessel ist, über welchem bei klarer Sicht sicher ein paar hohe Gipfel zu sehen sind.

Das Rifugio Barbara ist gleich hinter einer kleinen Brücke mit weiteren Almgebäuden. Hier kann man sich verpflegen, übernachten und auch Almkäse kaufen, zumindest lässt das die Ankündigung Vendita Formaggi vermuten. Wieder zurück im Tal sollte man dann natürlich den nächsten Anstieg in Angriff nehmen, z.B. das durchaus lohnende Talende in Villanova Pellice oder auch Rucas lockt den wahren Recken mit einigen steilen, wenngleich gemäßigteren Prozenten am Beginn des Valle Pellice.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.gyorgyigabor Mail an Absender1 h 19 m 15 s11.06.2011
stb72 Mail an Absenderohne Zeit17.09.2009