Rockenfeld (360 m)

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Rockenfeld (360 m)

Westerwald, Unteres Mittelrheintal, Vorderer Westerwald, Unteres Wiedtal, Rheinland-Pfalz.
Rockenfeld ist ein Platz mit einer eher ungewöhnlichen Geschichte. Nachdem es nach dem zweiten Weltkrieg eine stetige Abwanderung gegeben hatte, beschloss die Gemeinde 1965 ihre eigene Auflösung. Seitdem 1995 das letzte Haus abgerissen wurde, ist der einzige gepflegte Platz das Kriegerdenkmal auf einer eher kargen Hochfläche mit Blick auf Eifel und den hinteren Westerwald. Das einzige Mal im Jahr, an dem das Leben wieder erwacht, ist der 1. Mai, an dem der Rheinbrohler Junggesellenverein die Rockenfelder Kirmes feiert. Durch die isolierte Lage des Ortes haben wir heute eine ruhige, aber immer noch gut erhaltene Straße auf die einsamen Höhen des voderen Westerwalds.
Die Abwanderung der Rockenfelder hatte schon in der Vergangenheit eine gewisse Tradition, was sich am relativ häufigen Nachnamen Rockenfeller oder Rockefeller in Neuwied und Umgebung feststellen lässt. Einige dieser Rockefeller sind dann im 18. Jahrhundert weiter ausgewandert und begründeten die bekannte amerikanische Dynastie.
Neben dieser jüngeren Geschichte steht der Ort auch auf historischem Boden, da der Limes (und auch der Limes-Radweg) in unmittelbarer Nähe vorbeiführt(e).
Für die Beschreibung danken wir sugu Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Westanfahrt von Bad Hönningen8,1 km330 HmSchön: 4 SterneHart: 1 Sterne

Westanfahrt von Bad Hönningen  8,1 km / 330 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 1 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Westanfahrt von Bad Hönningen
Da der Limes uns praktisch die ganze Fahrt begleitet, sollte die Beschreibung auch am Anfang des Limes beginnen, und zwar am Römerturm Nr. 1 an der Fähre von Bad Breisig nach Bad Hönningen, auch wenn die Flußlandschaft hier eher durch eine ehemalige Abfalldeponie und eine Chemiefabrik geprägt wird. Da es noch flach ist, sind die ersten 800 m mit Unterquerung von Eisenbahn und B42 allerdings auch schnell zurückgelegt. Nach der B42, gegenüber der Auffahrt Richtung Norden, können wir dann aber in Nähe des Römermuseums Caput Limitis das breite Tal verlassen und biegen rechts ab ins Lampental in Richtung Arienheller. An dieser Stelle wäre dann auch der Start der Zeitmessung.
Arienheller scheint ein recht durstiges Örtchen zu sein, denn alle paar Meter steht ein Hinweis auf Biergärten und Gaststätten. So ziemlich das erste Haus ist dann auch eine Wirtschaft, an der es rechts abgeht, und kurz darauf kommt dann auch schon die zweite Einkehrmöglichkeit. Dann ist aber auch schon Schluss mit weiteren Bewirtungen und auch mit dem Ort. Die Straße klettert am Talhang empor, allerdings nicht gleichmäßig, sondern mit ziemlich unrhythmisch aufeinander folgenden flachen und steileren Stücken.
Etwa 500 m nach dem Ortsende treffen wir dann auf die Kreisstraße 1 aus Rheinbrohl, der wir weiter dem Lampental entlang folgen. Die Steigung lässt etwas nach, so dass der Bach die Möglichkeit hat, das Straßenniveau zu erreichen. Hier wechselt die Straße dann das Bachufer, und hinter der Brücke zeigt das einzige noch verbliebene Hinweisschild „Rockenfeld 5 km“ den Weg. Auf der neuen Bachseite bleibt der Verlauf der Straße ähnlich wie bisher. Flachere und steilere Stücke sowie kurze Lichtungen und schattige Waldstücke bleiben im stetigen Wechsel. Nach weiteren 3 Kilometern ist die Passhöhe zum Wiedtal an der Wilhelmsruhe ein verlockender Platz für eine Pause, obwohl hier noch nicht das Ziel ist.
Da die Abfahrt von der Wilhelmsruh ins Wiedtal bzw. der Verbindungsweg nach Norden nach Weißfeld leider nicht asphaltiert ist, ist hier die einzige sinnvolle Möglichkeit zur Weiterfahrt die K1, die auf dem Kamm weiter moderat bergauf führt. Nach einer langen Rechts- und Linkskurve markieren Palisaden den Verlauf des Limes, und mit dessen Überquerung ins einstige freie Germanien beginnt eine längere flache Strecke über die offene Hochfläche vorbei am Weierhof. Hinter dem Hof führt die Straße noch einmal in den Wald, wo rechts ein Weg zum Forsthof abzweigt, während die K1 in einer Linkskurve die letzten Höhenmeter sammelt. Da, wo es dann aussieht, als ob nur noch ein nicht befestigter Waldweg weitergeht, ist zum einen der höchste Punkt erreicht, und die Weiterfahrt nach links in die ehemalige Ortstraße ist Kraftfahrzeugen durch eine Schranke versperrt.
Der Ortskern, erkennbar am Kriederdenkmal, liegt nur wenig tiefer als die Schranke, hat dadurch aber keine Aussicht in die Umgebung. Hinter den letzten Schuppen und Mauerresten ist eine kleine Anhöhe (der Weg ist nicht mehr geteert), von der es etwas Aussicht auf den vorderen Westerwald und die Eifel gibt.
Für die Beschreibung danken wir sugu Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
sugu Mail an Absenderohne Zeit09.06.2010