Rösterkopf (695 m)

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Rösterkopf (695 m)

Hunsrück, Rheinland-Pfalz.
Der Rösterkopf ist mit 708 m Höhe der höchste Punkt des Osburger Hochwaldes. Wie der Soon-, Idar-, Hardt-, Schwarzwälder Hoch- oder Errwald handelt es sich hierbei um einen Bergrücken aus hartem Taunusquarzit, welcher die aus weicheren Schiefergesteinen bestehende Hunsrückhochfläche um mehrere hundert Meter überragt. Wie der Name des Gesteins schon andeutet, handelt es sich dabei um verfestigten, reinen Quarzsand, welcher sich in der Küstenzone des Devonmeeres vor rund 350 Millionen Jahren abgelagert hat. Vermutlich bildeten die heutigen langgestreckten Bergkämme (die sich von der hessischen Wetterau bis an die Saar ziehen) einen erstklassigen devonischen Badestrand, ähnlich wie die französische Atlantikküste um Arcachon heute.
Der Osburger Hochwald (benannt nach der gleichnamigen Ortschaft) ist im Vergleich zum Soon- oder Idarwald ein recht überschaubares Gebiet. Was ihn auszeichnet, ist der satte, für die rheinland-pfälzischen Mittelgebirge schon recht ungewöhnliche Steilaufschwung aus dem nur knapp 130 m hoch gelegenen Moseltal auf über 700 m. Und genau das macht ihn natürlich für Radfans auch so interessant.
Die meisten Höhenmeter am Stück sammelt man, wenn man vom alten Bahnhof Pluwig (ca. 235 m Höhe) im Ruwertal startet. Diesen erreicht man entweder in ziemlich ruppiger Berg- und Talfahrt direkt von Trier aus oder seit 2008 bequem über die Trasse der zum Radweg umfunktionierten ehemaligen Ruwertalbahn, einem Glanzstück des an solchen Einrichtungen wahrlich nicht armen Rheinland-Pfalz. Vom Ausgangspunkt Trier-Ruwer durchquert man dabei vollkommen autofrei zuerst die hübsche Weinbauregion bis Waldrach, dann ein bewaldetes, mit kleinen Burgen und bizarren Felsköpfen gespicktes Engtal. Ab Pluwig-Bahnhof weiter hinauf in Richtung Zerf, Kell und Reinsfeld begleitet dann nicht einmal mehr eine Straße das naturbelassene Flüsschen. Im Übrigen befindet sich die nett gestaltete Ruwerquelle ebenso am Rösterkopf wie eine tolle Wassertretstelle mit eiskaltem, kristallklarem Inhalt sowie einem sehenswerten, durch Holzstege zugänglich gemachten Quellmoor – alles leider nur über geschotterte Waldwege erreichbar.

Zum eigentlichen Objekt: Die Landestraße L146 verbindet das Ruwertal mit Reinsfeld und dem Raum Hermeskeil. In steilem Aufstieg wird zunächst die (hier stark zerschnittene) Hunsrückhochfläche erklommen, später dann (in mehreren Wellen) der Quarzitrücken. Der höchste Punkt des Rösterkopfes ist mit einer kleinen Sendeanlage markiert   man tangiert ihn knapp südwestlich auf ca. 695 m Höhe, kurz zuvor wird bereits eine fast gleich hohe, aber namenlose Erhebung passiert. Von Reinsfeld, das bereits auf rund 500 m Höhe liegt, ist der Aufstieg zwar auch nicht gerade flach, aber eben bedeutend weniger lang.
Auch von Kell am See ist eine Auffahrt möglich… vergleichbar mit der Reinsfelder – etwa im Zwei-Sterne-Bereich!
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Auffahrt aus dem Ruwertal über Schöndorf 8,5 km460 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne
Auffahrt von Kell am See6,2 km260 HmSchön: 3 SterneHart: 2 Sterne

Auffahrt aus dem Ruwertal über Schöndorf   8,5 km / 460 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Auffahrt aus dem Ruwertal über Schöndorf
Am Startpunkt beim alten Ruwerbahnhof empfiehlt es sich, bereits warmgefahren zu sein, denn der Auftakt unserer Rösterkopfbezwingung wird alles andere als gemütlich. Wir halten uns in Richtung Schöndorf/Reinsfeld und kommen im Schieferfels-durchzogenen Hangwald bei etwa 12 % sofort zur Sache. Nach 1,3 km holprigem Asphalt ist das erste Etappenziel erreicht und ein eigenwilliger, rechteckiger Parcours durch die Ortsstraßen bietet willkommene Gelegenheit zum Verschnaufen. Der Linksabzweig nach Bonerath bleibt unberücksichtigt, wir wenden uns nach rechts und hinter der Kirche wieder nach links in Richtung Holzerath. Auch wenn uns die nun breit ausgebaute Trasse etwas anderes vorgaukeln möchte, die nächsten 100 Hm sind wieder von der schärferen Sorte, und man ist trotz der schönen Aussicht Richtung Moseltal sicher nicht böse, wenn die Steigung im Dorf wieder unter 10 % fällt. Hinter Holzerath erarbeiten wir uns den Kamm eines flachen Rückens, der recht entspannt auf den Waldrand zu führt. Ab hier geht es Hochwald-typisch durch monokulturelle Fichtenbestände weiter aufwärts. Das schlimmste liegt zwar bereits hinter uns, allerdings türmen sich bedingt durch den geraden, schneisenartigen Verlauf der Straße noch mehrmals gewaltige, schier unüberwindliche Rampen vor uns auf. Bei näherer Betrachtung erweisen sich diese jedoch stets als optische Täuschungen und sind mit deutlich unter 10 % immer gut erkletterbar. Kurz hinter der Einmündung der Straße nach Kell haben wir es dann geschafft, der erste Hochpunkt wird überquert, und nach Durchfahrung einer flachen Senke der eigentliche Pass am Rösterkopf erreicht.
Weder Speis noch Trank, nicht einmal ein Schild oder eine hübsche Aussicht laden hier oben zum Verweilen ein, und darum darf man sich direkt in die Abfahrt hinunter nach Reinsfeld stürzen – eine Strecke, geeignet um einmal am persönlichen Geschwindigkeitsrekord zu basteln.
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Velosoph Mail an Absender0 h 30 m 48 s15.08.2007
bruchpilot Mail an Absenderohne Zeit01.08.2009
schmohli Mail an Absenderohne Zeit15.04.2009
UweL Mail an Absenderohne Zeit19.07.2008

Auffahrt von Kell am See  6,2 km / 260 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Auffahrt von Kell am See
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tobsi Mail an Absenderohne Zeit05.07.2011