Ruine Alttrauchburg (903 m)

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Ruine Alttrauchburg (903 m)

Allgäu, Bayern.
Kleinweiler: geradeaus führt die Trauchburgstraße.
Die (Alt-)Trauchburg ist eine historisch bedeutende Burgruine, die heute fast vollständig im Wald versteckt am Nordabhang des Sonnenecks liegt, gegenüber des Schwarzen Grates und des Wenger Egg auf der anderen Seite des Wengener Argen-Tales.
Die Alttrauchburg war als Stammsitz der Herren von Trauchburg eine stattliche Anlage, ehe deren Nachfolger, das heute noch die Gesellschaft und Politik hierzulande beeinflussende weitverzweigte Haus Waldburg, den Hauptsitz in die „Niederungen“ nach Neutrauchburg nördlich von Isny verlegte. Einer der unrühmlichen Vertreter dieses Geschlechts war der Bauernschlächter Georg von Waldburg, genannt „Bauernjörg“, der zu den Zeiten der Bauernkriege in Oberschwaben ein regelrechtes Gemetzel unter den sich erhebenden Bauern veranstaltete. Die Alttrauchburg wurde im 30-jährigen Krieg zerstört und diente fortan als Steinbruch. Dennoch sind noch umfangreiche Ruinen übriggeblieben.
Wie die Adelegg (siehe Wenger Egg) waren die Hänge des Sonnenecks bis vor 60 Jahren landwirtschaftlich genutzt (Alpwirtschaft), ehe die Besitzer, die Waldburger, Forstwirtschaft profitabler fanden, Höfe und Alpen abrissen und Nadelwald anpflanzen ließen. Mittlerweile ist auch die Forstwirtschaft nicht mehr der große Geldbringer, man macht mehr in Gesundheit und Kurwesen (Waldburg-Zeil-Klinikkonzern).
Die geteerte Auffahrt führt größtenteils durch eher langweiligen Nadelwald, ohne Ausblicke. Reizvoll ist sie als „Mitnahme“ auf einer Allgäutour (siehe Wenger Egg) und aus wirtschaftswissenschaftlichen Gründen: oben gibt es eine idyllische Burgwirtschaft, die zumindest am Wochenende geöffnet hat. Auch die Ruine selbst ist eine kostenlose Besichtigung wert.
Start der Beschreibung ist Kleinweiler-Hofen (ein Ortsteil von Weitnau), 5 km östlich von Isny und unmittelbar an der Grenze zu Baden-Württemberg gelegen.
Hier mündet die Wengener Argen in die Untere Argen. Wer aus östlicher Richtung (Buchenberg-Wengen) kommt, kann aber auch schon in Letz, 1 km vor Kleinweiler, links ab der Beschilderung „Radweg Kleinweiler“ folgen und erreicht nach 300 m in Obergötzenberg die beschriebene Route von Kleinweiler. Damit verkürzt sich die Auffahrt um 1 km und 20 Hm.
Für die Beschreibung danken wir Flugrad Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordanfahrt von Kleinweiler-Hofen3,5 km170 HmSchön: 2 SterneHart: 1 Sterne

Nordanfahrt von Kleinweiler-Hofen  3,5 km / 170 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 1 Sterne

Wir starten auf 740 m Höhe in der Ortsmitte von Kleinweiler, von Isny her an der Kreuzung unmittelbar nach der Brücke über die Wengener Argen. Die Staatsstraße 2055 (Kleinweiler–Buchenberg–Kempten) biegt ins Wengener Tal nach links ab, geradeaus führt unscheinbar die Trauchburgstraße, der wir 300 m sanft ansteigend folgen, an der Kirche vorbei bis zum Gasthaus Sonne.
Vor dem Gasthaus biegen wir links ab in die Alte Landstraße aus dem Ort heraus. Hinter einer Kuppe erreichen wir nach kurzer Abfahrt den Ein-Haus-Weiler Obergötzenberg. Wer hier geradeaus weiterfährt, landet wieder auf der Staatsstraße. Wir biegen scharf rechts ab (Werbetafel „Burgwirtschaft Alttrauchburg“).
Auf nun stärker steigender Route begleiten wir bis zum Waldrand ein baumbestandenes idyllisches Bächlein. Am Parkplatz am Waldrand biegt die Straße nach links und hat im folgenden Kilometer 3 Kehren und Steigungsspitzen von bis zu 14 % zu bieten. Ab dem Parkplatz ist die Weiterfahrt für motorisierte Fahrzeuge verboten.
Der Weg ist für eine Forststraße breit ausgebaut, so dass eine Begegnung auch mit einem neuzeitlichen land- oder forstwirtschaftlichen Gefährt unproblematisch ist. Nach 1 km flacht der Weg deutlich ab, und nach weiteren 200 m haben wir die 900 m-Marke schon geknackt. Ein Werbeschild weist wieder auf die Burgwirtschaft hin, Entfernung: 500 m. Die Entfernung stimmt, es geht sogar wieder etwas bergab, dann eben. Die Burgschänke liegt etwas versteckt, dahinter die verwunschene Ruine.
Der Forstweg führt ab hier weiter, bergseitig an Schänke und Ruine vorbei. Der Wegbelag ist zwar zumindest am Anfang gut, eine Weiterfahrt lohnt aber auch für Schotterfetischisten kaum. Der Forstweg schlängelt sich im Waldgebiet des Sonneneck am Hang weiter, ohne Aussichtsmöglichkeit und mit kaum Höhenmetergewinn.
Also: Ruine besichtigen, einkehren und wieder abfahren.
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Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Bergziegenmutant Mail an Absenderohne Zeit05.04.2011
Flugrad Mail an Absenderohne Zeit05.04.2011