Verstecke den Buchungsstand der quaeldich-Reisen & Events
netzathleten

Saastal (2203 m)
Stausee Mattmark

Alpen, Walliser Alpen, Wallis.
hier war mal Gletscher.
Der Stausee Mattmark ist der Endpunkt und höchste asphaltiert erreichbare Punkt des parallel zum Mattertal gelegenen Saastales. Der See wird von der Saaser Vispa gespeist, die sich bei Stalden mit der Matter Vispa vereint und in die Rhone fließt. Interessanterweise handelt es sich um einen Erdschüttdamm, d.h. es ist keine riesige senkrechte Betonmauer sondern ein Wall, den man am Schluss nach oben über eine steile Rampe quert. Die Orte im Tal beginnen alle mit dem Präfix Saas, der bekannteste ist Saas Fee am Fuß der Mischabelgruppe mit seinem Sommerskigebiet. Hier hinauf kann man einen kleinen Abstecher machen (gut 200 Hm) und sich dann überlegen, was lustiger aussieht – die Trend-Kiddies mit den Snowboards und den komischen Kleidern im Hochsommer oder wir mit unseren verschwitzten Radklamotten. Schön in Saas Fee sind allerdings noch vorhandene alte Häuser und das grandiose Panorama auf Dom & Co.
Der Stausee Mattmark war Schauplatz einer der größten Katastrophen der Schweiz. Beim Bau im Jahr 1965 wurde das Arbeiterdorf in der Falllinie des Allalingletschers (heute sieht man nur noch einen kläglicher Rest) von einem Gletschersturz verschüttet und 88 Menschen fanden in den Eismassen (2 Mio. cbm) den Tod. Da es vorwiegend italienische Gastarbeiter waren, hat das Urteil 1972 (Freisprüche für alle) und die Umstände beim nachfolgenden Prozess dort für sehr viel Aufsehen und Unmut gesorgt.
Mit dem Rad ist es eine sehr lange Anfahrt, die ab Stalden dreigeteilt ist. Teil eins führt durch den recht engen Talanfang angenehm steil bis Saas Balen. Ab hier im nun breiten Saastal geht es flach bis hinter Saas Almagell, bevor der Schlusshang mit einigen Kehren und einer bösen Rampe ganz am Ende uns noch mal einiges abverlangt. Die Anfahrt bis Stalden ist dieselbe wie hinauf nach Zermatt ins Mattertal.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordanfahrt von Visp35 km1552 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne

Nordanfahrt von Visp  35 km / 1552 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordanfahrt von Visp
Wir starten in Visp auf 651 m Höhe, einige Kilometer westlich von Brig, hinein in das kurze Vispertal (nicht die Hauptstraße mit dem Tunnel wählen). In Visp beginnen auch die Straße hinauf nach Visperterminen (höchster Weinberg Europas) und die 2 Varianten der Nordanfahrt zur Moosalp, eine der wenigen richtigen Passstraßen im Wallis und unbedingt zu empfehlen. Es geht für die ersten Kilometer fast eben ins Tal hinein, und erst hinter Stalden beginnt die Straße erstmals richtig zu steigen (6–10 %). Stalden ist sozusagen das kleine Andermatt dieses Wallisertals. Noch am Ortsanfang kann man links hinauf nach Riedji und am Ortsende schließlich zweigt leicht rechts die Straße ins Mattertal hinauf nach Zermatt ab. Auch die kehrenreiche Südrampe zur Moosalp hat hier ihren Anfang und natürlich führt auch unsere Straße am Kreisel leicht links hinein ins Saastal.
Zunächst bleibt es sehr angenehm, und die gut ausgebaute Straße führt an der rechten Talseite bergan. Das Tal liegt bald recht weit unter uns, und die Straße mit einigen Galerien führt nun durch kleinere Dörfer, auch mit etwas steileren Abschnitten. Wenn sich die Talsohle wieder hebt, sieht man immer wieder Serpentinen, die in den Dörfern an der anderen Talseite hinauf führen (wohin wäre interessant herauszufinden). Nach einem längeren Waldstück schließlich erreichen wir der Saaser Vispa entlang Saas Balen auf 1483 m. Hier geht die Steigung auf Null zurück, und das Tal weitet sich (ab Stalden bis hierher etwa 12 km und 620 Hm, gesamt schon fast 20 km). Wem das zu flach ist, kann sich an der hier abzweigenden harten Schotterpiste hinauf zum Grubengletscher versuchen (war mir zum Glück nicht bekannt, so dass ich nicht in Versuchung kam).
Für die nächsten Kilometer schließlich durchfahren wir das herrliche, touristisch bestens erschlossene Tal mit Wasserfällen wie aus dem Bilderbuch. In Saas Grund sieht man dann rechts oben über dem bekannten Skiort Saas Fee die imposante Mischabelgruppe – wie erwähnt einen kurzen Abstecher wert. Weiter geht’s (ab Saas Grund praktisch kein Verkehr mehr) dann immer noch recht flach bis Saas Almagell, und wir pedalieren immer weiter noch ca. 3 km ins wieder engere Tal hinein (kaum mal über 5 %). Rechtsseitig kann man sich an einer Informationstafel schon mal über den Stausee mit Kraftwerk schlau machen, den man dann bald auch in der Ferne erstmals im Blickfeld hat.
Hier (nach schon 30 km und 1150 Hm) beginnt dann der letzte, schönste und anspruchsvollste Teil des Anstiegs. Bis zum Ende sind jetzt noch 5 km und etwa 430 Hm zu überwinden, so dass der Durchschnitt dieses letzten Abschnitts immerhin über 8 % liegt. Noch ein Stück das Tal entlang, überquert man dann eine kleine Brücke, wechselt die Talseite, und die Steigung wird jetzt häufig zweistellig. Es folgen vier Kehren, und dann ziehen wir zum Damm, der imposant vor uns aufragt – man fährt aber nicht gegen eine Wand wie sonst üblich. Über eine große Kurve wechselt man die Talseite wieder, noch eine Kehre, und dann an kleinem Tunnel vorbei geradeaus wieder auf den Damm zu, wo man die lange Querung bis nach oben schön sieht. Rechtsseitig ist der hohe Gletscherhang des Allalingletschers, der wie beim Rhonegletscher nur noch aus Fels und Wasserfällen besteht. Kennt man das Höhenprofil von salite.ch, so wundert man sich schon ein bisschen (ging mir schon öfter so), zeigt es doch das flachste Stück am Schluss. Die Realität sieht etwas anders aus. Die Querung des Damms ist permanent steil bei bis zu 14 % und auch länger als sie aussieht. Hier darf sich der Radler an doch einigen Besuchern auf Parkplätzen vorbei natürlich keine Blöße geben und versucht, nicht so angestrengt auszuschauen (eine kleine Einkehrmöglichkeit ist hier übrigens auch vorhanden).
Oben kann man dann auf der geschotterten Mauer spazieren oder gleich um den ganzen See herum wandern. Im Hintergrund rechts schauen dann auch noch Lagginhorn und Weissmies hervor, die nächstgelegenen 4000er (Allalinhorn, Rimpfischhorn und Strahlhorn) kann man von unserer Talseite aus leider nicht sehen (vielleicht von der anderen Dammseite). Der Asphalt (jetzt schmal, schlecht und rissig) geht durch einen dunklen Tunnel noch einige hundert Meter weiter bergan bis etwa auf 2240 m Höhe. Hier ist dann niemand mehr, und man kann auf großen Felsblöcken eine kleine Pause machen und die Hochgebirgslandschaft mit See genießen, bevor man sich wieder in die Abfahrt stürzt. Bei der obersten Gerade nicht zu schnell werden lassen, denn in der 90-Grad-Kurve geradeaus weiter wäre nicht zu empfehlen. Wählt man die Runde zurück über die Moosalp, so kommt man mit dem Abstecher nach Saas Fee auf gut 2900 Hm und etwa 105 km. Das parallele Mattertal wäre auch eine Variante, aber nur wenn man richtig viele Kilometer machen will. Schöne Auffahrt!
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

Highscore eintragen. Alle 13 Einträge anzeigen.
Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Rouleur93 Mail an Absender2 h 13 m 12 s15.08.2009
2.Auckland Mail an Absender2 h 35 m 00 s04.08.2009
3.oto Mail an Absender2 h 45 m 45 s12.07.2010
stb72 Mail an Absenderohne Zeit15.09.2007
gyorgyigabor Mail an Absenderohne Zeit23.06.2009
andreash Mail an Absenderohne Zeit16.07.2004
Tieflieger Mail an Absenderohne Zeit26.07.2002
FranzHacki Mail an Absenderohne Zeit17.07.2007
bruale Mail an Absenderohne Zeit11.05.1997
utz_markus Mail an Absenderohne Zeit19.05.2008
martin_r Mail an Absenderohne Zeit11.07.2008
werwohl Mail an Absenderohne Zeit23.08.2007
greyback58 Mail an Absenderohne Zeit27.07.1990