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Sally Gap (518 m) Bearna Bhealach Sailearnáin

Blick von Vorpass Richtung Sally Gap

Auffahrten

Von gws – Von Roundwood (220 m) nimmt man am nördlichen Ortsende die kleine beschilderte Nebenstraße Richtung Sally Gap. Diese trifft nach ungefähr 2,5 km auf die R 759, die die Anfahrt von Südwesten her darstellt. Alternativ kann man auch die Hauptstraße R 755 wählen und erst 2,4 km später direkt auf die R 759 abzweigen (insgesamt dann 3,3 km bis zur Kreuzung). Auf beiden Strecken geht es leicht hügelig dahin, ohne jedoch großartig an Höhe zu gewinnen. Die hier angegebenen Kilometer- und Höhenmeterangaben beziehen sich auf die Befahrung der R 759 von der R 755 zwischen Roundwood und Killough bzw. Kilmacanoge.
Nach der Vereinigung der beiden Strecken beginnt der erste schwierigere Anstieg. Die Straße beginnt zuerst noch im lichten Wald, dann in einer Art Heidelandschaft gleich deutlich zu steigen. Steilere Passagen werden nur durch kurze flachere Abschnitte unterbrochen.
Kurz vor dem vorgelagerten namenlosen Pass (5,7 km, ca. 480 m) wird es mit gut 14 % Steigung dann richtig steil. Von hier aus genießt man einen herrlichen Ausblick auf den südlichen Teil der Wicklow Mountains und den darin eingebetteten Lough Tay. Auch die Passhöhe kann man schon in einiger Entfernung erkennen.
Die Straße verläuft jetzt hoch über dem Lough Tay den Nordhang des Djouce Mountain entlang. Es geht zuerst aber wieder gut 100 Höhenmeter hinunter bis zu einer wohl uralten Steinbrücke. Hier beginnt der zweite deutlich flachere Teil (maximal 9 %) der Anfahrt, die jetzt durch die für die Wicklow Mountains so charakteristische Moorlandschaft führt. Angeblich pachten hier viele Dubliner ein Stück bog, um Torf für das winterliche Kaminfeuer zu stechen. Nach ca. 9,3 km verlieren wir noch ein letztes Mal ein paar Höhenmeter, queren noch einen kleinen Bach und fahren dann wieder mit ca. 8 bis 9 % ansteigend zur Kreuzung auf der Passhöhe.

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Von Cinz – Von Dublin aus lässt sich die Sally Gap von drei Seiten anfahren, auf einer längeren Ausfahrt sogar von vier. Die Old Military Road R 115 und die R 759, die sich auf ihr kreuzen, sind zudem wenig befahrene, gut unterhaltene Sträßchen. Die Kombinationsmöglichkeiten sind also groß und werden von vielen einheimischen Radsportbegeisterten gerne genutzt.
Die Nordwestauffahrt ist, außer bei Gegenwind, die kürzeste und gemütlichste. Sie startet unweit des Sees, der am westlichen Fuß der Wicklow Mountains durch die gestaute Liffey gefüllt wird. Kilbride Manor heißt zwei Kilometer nördlich der Landsitz aus dem 18. Jahrhundert, als die Englische Krone die irische Insel noch als Untertanengebiet bewirtschaftete. Die Landstraße R 759 überquert dort nach einem scharfen Linksknick einen Bach und wechselt auf die linke Talseite. Ein Hauch der herrschaftlichen Zeit liegt bis heute über den grünen Weiden und Hecken, die sich entlang des unteren Teils der kleinen Straße hinziehen.
Rechts unten verläuft in der flachen Talmulde der Oberlauf der Liffey, welche hier noch als kleines, lauschiges Flüsschen daherkommt. Zwanzig Kilometer nordöstlich wird sie, vermehrt um ein paar hundert zusätzlich entwässerte Quadratkilometer, als stattlicher Fluss Dublin erreichen.
Bis Kilometer 5 tut sich steigungsmäßig wenig. Das Sträßchen kurvt dem Hangverlauf entlang und wellt sich über kleine Rücken. Erst, wo die Weiden auch rechter Hand vom Wald verdrängt werden, beginnt auch die Strecke deutlicher anzusteigen. Nach einer weiteren herrlich zu fahrenden, kurvigen Waldpassage folgt die erste Rampe. 7 bis 8 Prozent erscheinen nach der bisherigen Anfahrt ziemlich steil und das kleine Blatt will aufgelegt werden. Alte Buchen werfen ihre mächtigen Äste über die Straße, dahinter schimmert die beginnende Heide durch die Stämme.
Nach Kilometer 8 sind netto erst gut 130 Höhenmeter überwunden, die R 115 ruht sich trotzdem nochmal aus, fällt kurz ab, verlässt die letzten waldigen Streckenabschnitte und windet sich in die weite Talmulde, an deren oberen Ende man richtigerweise irgendwo die Sally Gap vermutet. Farn, Heidekraut, ein paar Grasbüschel und genügsame Schafe begleiten nun das Asphaltband.
Knapp drei Kilometer vor der Passhöhe überquert man die Liffey, welche hier erst als kleines Bergbächlein daherkommt. Wenig später beginnt der Schlussaufstieg, welcher wellig mit 5 bis 6 Steigungsprozenten anfängt, auf dem letzten Kilometer dann aber mit 8 bis über 10 Prozent mächtig aufdreht. Kurz vor der Kreuzung der Sally Gap ist der höchste Punkt erreicht und man rollt die letzten Meter mit Ausblick auf die Irische See, die gut 15 Kilometer im Osten nun sichtbar wird.
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00:44:24 | 10.07.2018
gws
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Von Cinz – Wie die Beschreibung der Südostauffahrt zur Wicklow Gap beginnt auch diejenige zur Südauffahrt in Laragh, einem kleinen Flecken am Südostrand der Wicklows auf gut 140 Meter über Meer. Der Ort bietet ein paar kleinere touristische Attraktionen, ist aber vor allem Ausgangspunkt für Ausflüge in das Gebiet der Wicklow Mountains und wichtiger noch: Der ultimative Pit Stop für Radler, das Café Deli Glendalough Green, findet sich dort.
Die R 115 in Richtung Sally Gap trägt auch die Bezeichnung Old Military Road. Sie wurde anfangs des 19. Jahrhundert von der Britischen Armee erbaut, da die Wicklow Mountains von den Kämpfern der Irisch-Republikanische Rebellion von 1798 als Rückzugsgebiet verwendet wurden. Militärische Bedeutung hat die Old Military Road schon lange keine mehr, wirtschaftlich nur ein kleine (in tieferen Lagen erschließt sie ein paar Weiden) und verkehrstechnisch ebenso wenig. Auf den ersten drei Kilometern fährt man an einzelnen Wochenendvillen – sogar mit Palmen! – vorbei, dann folgt auf den nächsten gut 30 Kilometern via Sally Gap in Richtung Dublin ein einziges Haus am Straßenrand. Der restliche geringe Verkehr ist fast ausschließlich ein touristischer... und radsportlicher. Der Belag ist zwar meist grob, aber gut unterhalten. Der Fahrspaß ist also ein ungestörter.
Auf dem ersten Kilometer führt die R 115 mit ca. fünf Steigungsprozenten rechter Hand in das Tal des Glenmacnass Rivers hinein. Farnfelder, Birken-, Erlenwäldchen und Ginstergestrüpp säumen das Sträßchen. Die teilweise bewaldeten Hügel, die das Tal umfassen, reichen drei- bis vierhundert Meter in die Höhe.
Bei Kilometer 2 flacht die Strecke ab. Erst gut drei Kilometer später, bereits in Sichtweite des Wasserfalls des Glenmacnass Rivers, steigt sie wieder kräftiger an und windet sich in einem weiten Bogen rechter Hand den Talkessel hinauf. Wenig später tritt sie ein erstes Mal in die wilde und herbe Heidelandschaft ein, die einen nun über die nächsten 25 Kilometer umgibt. Die Steigung geht wieder zurück und nach Kilometer 9 überquert man eine erste Kuppe.
40 Höhenmeter gibt man auf den nächsten knapp zwei Kilometern preis, fährt an alten Lärchenbeständen vorbei und streift den oberen Rand eines größeren Aufforstungsgebiets. Dahinter steigt das Sträßchen, weiterhin in launigen Schleifen der welligen Heidelandschaft folgend, auf den nächsten sechs Kilometern noch mal 100 Höhenmeter (also kaum merkbar) an.
Kurz nach Kilometer 17 ist die Scheitelhöhe der Sally Gap bereits annähernd erreicht. Auf den letzten zwei Kilometer bis dorthin schlängelt sich die R 115 mit buckligem Belag dem Hang entlang. Die Abfahrt in Richtung Südosten lässt sich bereits erahnen und geradeaus markiert der Antennenturm den Gipfel des Kippure, die höchste Erhebung in Dublins Umgebung. Auf der Sally Gap selber stehen neben der Abfahrt über die R 759 auch diejenige in Richtung Westen und die Weiterfahrt auf der Old Military Road geradeaus (weiterhin leicht steigend) in Richtung Dublin zur Auswahl.
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