San-Bernardino-Pass (2065 m)

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San-Bernardino-Pass (2065 m)
Passo del San Bernardino

Alpen, Lepontinische Alpen, Val Mesolcina, Graubünden, Tessin.
Kurz vor San Bernardino, dem Namensgebenden Ort auf der Südseite des Passes.Martin Rüdisüli
Der San-Bernardino-Pass verbindet das Misox mit dem Hinterrheintal. Durch die parallel zur Kantonsstraße verlaufenden Autobahn, die den Großteil des Schwerverkehrs aufnimmt, ist dieser Pass auf beiden Seiten angenehm verkehrsarm. 1967 wurde zudem ein 6,6 km langer Tunnel gebaut, der die alte Passstraße nur noch aus touristischer Sicht interessant macht. Wegen seiner Länge von über 100km und beinahe 2000 Höhenmetern durchläuft der Pass die verschiedensten Landschaftsformen. Im Kanton Tessin herrscht eine beinahe mediterrane Vegetation. Je höher man steigt, desto mehr übernehmen Laub- und noch später Nadelwälder das Sagen. Zuoberst auf der Passhöhe befindet man sich in einer rauen und felsigen Hochgebirgslandschaft umgeben von einigen hohen 2000er Bergen. Im Hinterrheintal gehören vor allem das breite Hochtal und die eindrückliche Via-Mala-Schlucht zu den landschaftlichen Höhepunkten.
Für die Beschreibung danken wir Bike-Martin Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südrampe von Bellinzona49 km1824 HmSchön: 3 SterneHart: 4 Sterne
Nordanfahrt von Hinterrhein8,5 km445 HmSchön: 3 SterneHart: 2 Sterne

Südrampe von Bellinzona  49 km / 1824 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südrampe von Bellinzona
Offizieller Start der San Bernardino Passstraße ist gleich außerhalb von Bellinzona (240m), der Hauptstadt des Kanton Tessin. Schon bald passiert man die Kantonsgrenze nach Graubünden und befindet sich im Misox, einem der wenigen italienischsprechenden Bündnertäler. Die ersten 20 km bis Soazza (517m) sind dabei fast flach. Eine gute Möglichkeit zum Einrollen. Immer wieder führt die Straße durch kleine, enge Dorfkerne. Die Straßenqualität lässt häufig zu Wünschen übrig. Neben einigen kurzen Abschnitten mit Kopfsteinpflaster, gibt es auch wahre Schlaglochfelder.
Die erste richtige Steigung geht hinauf nach Mesocco. Diese Steigung hat es aber in sich, mit durchschnittlich 10% gewinnt die Straße rasch an Höhe, und man erreicht den Hauptort des Tales – Mesocco (822m). Kurz nachdem das Dorf durchfahren ist, sieht man die mächtigen Autobahnbrücken, die sich elegant das Tal hochwinden. Wir fahren auf der verkehrsarmen Kantonsstraße durch ein größeres Waldstück auf einigen Serpentinen in Richtung Pian San Giacomo. Die Steigung ist hier ungefähr 8% auf gut 5 km Länge.
Pian San Giacomo liegt bereits auf 1159m und fortan wird die Vegetation immer alpiner. Die Steigung geht im gewohnten Maße weiter. Die Straße ist breit und hier in gutem Zustand. Kurz vor der Ortschaft San Bernardino (1625m) geht es in rasantem Tempo etwa 2 km bergab. Eine lohnende Erholung für die Beine, die mittlerweile schon über 40 km und 1400 Höhenmeter überwunden haben.
Beim Eintritt der Autobahn in den Tunnel beginnt die eigentliche Passstraße. Auf den restlichen 6 km geht es nochmals mit durchschnittlich 7% durch eine karge und felsige Gebirgslandschaft gen Passhöhe. Dieser Abschnitt ist mit Abstand der landschaftlich schönste zum Fahren. Sobald man den Bergsee erreicht hat, weiß man, dass man oben ist, obwohl sich das Passschild noch gut 1km entfernt befindet, geht es bis dorthin nur noch geradeaus dem See entlang. Gleich neben dem Passschild befindet sich das Hospiz, das ein einfaches Restaurant mit einigen Souvenirs ist.
Für die Beschreibung danken wir Bike-Martin Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: baldur9999 Mail an Absender2 h 23 m 00 s31.07.2010
Mittlere Zeit: Bussi Mail an Absender2 h 55 m 55 s15.08.1996
Langsamste Zeit: 3 h 15 m 30 s04.08.2011

Nordanfahrt von Hinterrhein  8,5 km / 445 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordanfahrt von Hinterrhein
In so mancher Passrundfahrt wird auch der San Bernardino-Pass nicht fehlen. Wenn man von Norden aus dem Rheintal kommt, hat man schon ab Thusis einen Höhenunterschied von fast 1000 Metern zu überwinden, bis man an den eigentlichen Anstieg zum San Bernardino-Pass gelangt. Da es aber auch sein kann, dass vorher der Splügen-Pass im Programm war, verzichten wir hier auf eine genauere Beschreibung ab Thusis oder sogar Chur.
Auf jeden Fall hat man aber die Anfahrt von Splügen (1457 m) bis Hinterrhein (1620 m) zu bewältigen. Diese ca. 10 Kilometer führen meist parallel zur N13-Schnellstraße über eine kleine verkehrsarme Straße durch die Dörfer im Rheinwald. Leider hat man den Lärm der Schnellstraße (oder besser der Autos, die dort fahren) und bei schönem Wetter einen heftigen Gegenwind, der diese Strecke zu einem lästigen Übel macht. Auch die zeitweisen Schießübungen im Truppenübungsgelände Hinterrhein tragen nicht zur Motivation bei.
Ab Hinterrhein ist dann alles anders. Die Straße führt sehr kehrenreich (angeblich 16 Kehren) mit angenehmer Steigung zum Pass. Viel Autoverkehr gibt es hier nicht, da der Durchgangsverkehr überwiegend durch den Tunnel nach San Bernardino fährt. An diesem Hang ist auch der Wind etwas schwächer. Erst weiter oben wird er wieder stärker. Außer einigen Lüftungsbauten des Tunnels stören hier keine Kunstbauten. Die Nordanfahrt hat keine nennenswerten Brücken und keine Tunnels. Die Straße ist schön in die Landschaft eingebettet. An der Passhöhe führt die Straße an einem kleinen See entlang. Wir waren dort spätnachmittags bei sonnigem Wetter und waren von der Landschaft total begeistert.
Die Abfahrt nach Süden in Richtung Bellinzona ist super für jeden, der gerne Kurven fährt! Guter Straßenbelag bis auf kurze Ausnahmen und übersichtliche Kurvenkombinationen machen die Abfahrt zu einem Genuss.
Für die Beschreibung danken wir Uwe Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: baldur9999 Mail an Absender0 h 30 m 00 s31.07.2010
Mittlere Zeit: fürstenrieder Mail an Absender0 h 45 m 00 s05.07.2009
Langsamste Zeit: 2 h 30 m 00 s04.07.2007