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Sankt Martin am Kofel (1734 m)

Blick von St. Martin am Kofel mit Seilbahn

Auffahrten

Von Uwe – Da sich neuerdings im quaeldich.de-Tourenplaner ein unbenanntes, aber höhenmeterreiches Sträßchen befindet, wurde unsere Neugier geweckt und das gute Stück in GoogleEarth unter die Lupe genommen. In unserem vorhandenen Kartenmaterial (sogenannte Papierschnittstelle) war nicht viel zu finden, aber GE sollte trotz schlechter Qualität des Bildmaterials erst einmal genügen, wenigstens den Einstieg zu finden.
Unsere Tour hatte uns schon von Goldrain ins hintere Martelltal bis zum Paradies und zum Stallwieshof, einem sehr lohnenden Abstecher, geführt. Und jetzt war die Sonne schon hinter der nächsten Ecke verschwunden, so dass wir nicht mehr mit einer Hitzeschlacht rechnen mussten.
Da die Straße nach St. Martin am Kofel völlig ohne Verkehrsbedeutung ist, muss man in Kastelbell, dem Ausgangsort des Aufstiegs, die Augen offen halten. Wir fahren aus der Ortsmitte zuerst der Hauptstraße folgend Richtung Meran zum östlichen Ortsende, wo eine kleine Straße nach links (Norden) mit einem unauffälligen Schild nach St. Martin und Trumsberg ausgeschildert ist. Diese Straße führt zuerst in ein Wohngebiet, wo wir noch einmal rechts abbiegen, und verlässt dann den Ort durch Obstplantagen und Weinberge.
Schon sehr bald wird es steil, laut Tourenplaner bis gut 15 %, auf dem Garmin auch kurzzeitig deutlich mehr. Mühsam versuchen wir einen fahrbaren Rhythmus zu finden und kämpfen uns durch die wenigen Kehren. Nach ca. 2,5 km kommt dann auch noch ein rhythmustötender Zwischenabstieg. Wir verlieren zwar dabei nicht viel Höhe, aber kommen wieder aus dem Tritt. Danach geht es einfach nur noch bergauf, fast durchgehend zweistellig, bis wir etwa bei Kilometer 7,5 in einer Linkskehre die Abzweigung Trumsberg finden.
Nach dieser Kehre kommt eine Rampe, die nicht enden will, mit bis zu 14 % Steigung. Am Ende dieser Rampe haben wir dann noch einmal einige steile Kehren, und wir treffen auf die Seilbahntrasse, die von Latsch kommend St. Martin am Kofel versorgt. Jetzt sind wir zwar immer noch nicht oben, aber nach einer längeren Rechtskurve kommen wir an den ersten Höfen vorbei und glauben, dass wir am Ziel sind. Aber wo ist die Seilbahn? Nach einem kleinen Stück müssen wir noch einmal rechts abbiegen und kommen dann in den Ort, wo auch die Seilbahnstation ist.
Von hier oben haben wir eine Aussicht, die wir bei „normalen“ Passanstiegen nicht haben. Man hat gar keine Lust, wieder ins Tal zu fahren.
In der Abfahrt könnte man mit ausgeschaltetem Verstand bestimmt sehenswerte Geschwindigkeiten erreichen, aber die Fahrbahn ist nur gut einspurig, und nicht jeder hinauffahrende Benutzer erwartet Tiefflieger von oben…

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