Santa Fe (1300 m)
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Santa Fe (1300 m)
Serralada Prelitoral, Montseny, Katalonien.
Santa Fe klingt nach Westernstadt. Ist es aber nicht. Santa Fe war ursprünglich eine Einsiedelei in den Bergen des Montseny auf 1115 m Höhe und hat sich inzwischen zu einer kleinen Ansiedlung mit Hotels und Restaurants gemausert. Sogar einen Stausee gibt es dort oben, der während einer Dürreperiode allerdings auch mal zu einer Staupfütze schrumpfen kann.Die Gegend um Santa Fe lässt das Herz eines jeden Wanderers höher schlagen, denn von hier aus sind drei Berggipfel zu erreichen, der Turo de l´Home, der Coll de les Agudes und der Coll de Te. Aber auch als Radfahrer kommt man auf seine Kosten. Die Südanfahrt nach Santa Fe ist wegen ihrer Gleichmäßigkeit und fehlenden Rampen ein idealer Anstieg zum Formaufbau. Die Knie bricht sich hier keiner beim Treten. Diese Südanfahrt ist durch eine Verbindungsstraße über den Coll de Santa Helena mit den letzten 6 Kilometern der Auffahrt zum Turo de lHome verbunden. Die Paßhöhe liegt nicht direkt an der oben erwähnten Ansiedlung, sondern 3 Kilometer und ungefähr 180 Hm darüber.
Am Wochenende ist in der Gegend mit ein wenig Verkehr zu rechnen, eben weil Santa Fe ein recht beliebtes Ausflugsziel ist. Einige Male war Santa Fe auch im Streckenplan eines bedeutenden Radrennens, zum Beispiel 1999 bei der Volta a Catalunya. Die Etappe damals führte von Badalona aus durch den Montseny nach Badalona zurück. Gewonnen wurde sie im Sprint von Erik Zabel.
Für die Beschreibung danken wir AP 

Liste der Auffahrten
| Südanfahrt von Sant Celoni | 24 km | 1140 Hm | ![]() | ![]() |
| Nordwestanfahrt von Masvidal | 18 km | 644 Hm | ![]() | ![]() |
Südanfahrt von Sant Celoni 24 km / 1140 Hm

Von Sant Celoni aus radelt man bei geringer Steigung ungefähr 5 km bis Campins. In großem Bogen umfährt man den Ort und ist sofort umgeben von den Wäldern des Montseny. Die Straße wird die nächsten 15 km mit 5%–6% ansteigen. Recht gemäßigt also. Es gibt auch Leute, die so etwas als nervtötend gleichmäßig bezeichnen würden. Auffälliges gibt es bis auf die im folgenden erwähnten Punkte kaum. Bei Kilometer 10 beginnt eine mächtige Doppelserpentine. Bei Kilometer 14 öffnet sich der Wald; man erreicht eine Almfläche mit einem großen Farmhaus. Weiter oben schließt sich zwar der Wald wieder, dennoch gibt es immer wieder markierte Aussichtspunkte am Rande der Straße.
Irgendwo zwischen Kilometer 16 und 18 meint der Autor eine Quelle gesehen zu haben - da er im Eisregen fuhr, sah er keine Notwendigkeit zur näheren Überprüfung und hat sich die Stelle nicht eingeprägt. Dennoch kann sie im Sommer sicher Gutes tun.
Kurz vor Kilometer 19 führt der Weg durch einen engen Tunnel. Einen Kilometer später zweigt die Straße zum Turo de l´Home ab. Dahinter geht es für ein paar Hundert Meter leicht bergab und Santa Fe ist erreicht.
Die Straße steigt allerdings wieder an und man erklimmt nach 3 km auf deutlich schlechterem Asphalt die Passhöhe, die als solche aber nicht ausgeschildert ist und keinen Namen hat. Von hier aus fällt der Weg ab und führt über den Coll de Bac de Riol (1090 m Höhe) und den Coll de Gomara (900 m Höhe) nach dem Städtchen Viladrau in der Comarca Osona.
Für die Beschreibung danken wir AP 

Nordwestanfahrt von Masvidal 18 km / 644 Hm

Ausgangspunkt der Nordwestanfahrt ist die Ansiedlung Masvidal an der BV-5303 zwischen Seva und Viladrau. Der Weiler liegt etwa 8 km östlich von Seva, links biegt eine Straße nach Norden ab. Von hier aus geht es leicht bis mäßig ansteigend durch eine locker bewaldete Landschaft mit ein paar Feldern, am Anfang noch an einem Bach entlang, in Richtung Osten. Schon nach 4 km ist der nette Ort Viladrau erreicht. Die Spezialität der Gegend dient dem leiblichen Wohl, es handelt sich aber weder um Wurst noch Käse noch andere Fressalien, sondern um Mineralwasser. Ganz frisch kann man es hinter Viladrau genießen, denn links unterhalb der Straße sprudelt eine Quelle im Wald.Nach zwei weiteren recht flachen Kilometern erreicht man eine Anhöhe, die sich Coll de Gomara (900 m Höhe) nennt. Geradeaus ginge es in Richtung Coll de Revell (820 m Höhe), aber der ist nicht das Ziel. Man biegt also rechts nach Süden ab in Richtung Sant Celoni. Der Wald schrumpft in sich zusammen und die Straße steigt für 2 km steiler an, wobei zwei Passagen mit über 10% Steigung zu bewältigen sind. Dann wird es wieder flacher und man kann den Ausblick auf den Matagalls zur Rechten genießen.
Etwa bei Kilometer zehn fährt man über den Coll de Bac de Riol (1090 m Höhe). Die Straße wird jetzt zur Achterbahn. In der Folge geht es mal bergauf, mal bergab, alles sehr gemäßigt, bis man schon wieder einen Coll erklimmt, den Coll de Sant Marçal (1110 m Höhe). Der Abschnitt zwischen den beiden letzten Colls ist der schönste der ganzen Auffahrt, wenn nicht der schönste Streckenteil überhaupt, dem man an diesem Paß findet, mit dem felsigen Nordhang des les Agudes vor sich, der zu Jahreszeit des Besuchs des Autors (März 2006) noch von Schnee bedeckt ist. Man kommt sich fast vor wie in einem Hochgebirge und bewundert den weiten Blick in die Täler des Montseny bis hinüber zu den Guilleries.
Hinter Sant Marçal taucht die Straße in den (im März noch kahlen) Laubwald aus Eichen und Buchen ein und es beginnt der Schlussanstieg, der in etwa die gleichen Steigungswerte aufweist wie die letzten Kilometer der Südanfahrt.
Für die Beschreibung danken wir AP 













