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Sauerberg (395 m)

Taunus, Oberes Mittelrheintal, Rheinland-Pfalz.
Der Sauerberg ist kein Berg im eigentlichen Sinne, sondern ein für den Hintertaunus typischer breiter Bergrücken, welcher die parallel laufenden Täler über viele Kilometer begleitet und dabei zahlreiche, meist jedoch wenig ausgeprägte Erhebungen ausbildet. Er stellt sich demjenigen in den Weg, der von Kaub am Rhein direkt hinüber in die Einöden des Sauer- bzw. Wispertals wechseln möchte. Die schmale einspurige Verbindung zwischen dem winzigen Dörfchen Sauerthal und Kaub ist ein echtes Kuriosum und die Auffahrt durch das enge Volkenbachtal aufgrund der hohen und anhaltenden Steigungswerte zu den härtesten Prüfungen im ganzen Rheintal zu rechnen.
Die ganze Gegend ist erdgeschichtlich und historisch sehr interessant. Die vielen Sauer-Bezeichnungen im Umkreis lassen sich auf den in der Ortsmitte von Sauerthal entspringenden Sauerbrunnen zurückführen, eine eisen- und kohlensäurehaltige Quelle, deren Wasser sich wegen seines eigenartigen Geschmacks jedoch nur bedingt zum Auffüllen der Trinkflaschen eignet.
Die gewaltigen Dachschieferlager von Kaub und Sauerthal wurden bis 1972 in mehreren Bergwerken abgebaut. So sind die Berge durchlöchert wie ein Schweizer Käse, und an den Hängen erstecken sich riesige, blaugrau schimmernde Abraumhalden. 1876 gab es unterhalb der Kauber Platte einen Bergrutsch, dem einige Häuser und Menschen zum Opfer fielen und dessen Ausmaße heute noch unschwer zu erkennen sind.
Die Anfang des 13. Jahrhunderts errichtete Burg Gutenfels war lange Zeit Hotel, befindet sich jetzt aber in Privatbesitz und ist nicht zugänglich. Die mächtige Sauerburg oberhalb Sauerthal ist immer noch Hotel, steht jedoch nach aktuellen Informationen zum Verkauf. Überhaupt zeigen Kaub und erst recht Sauerthal sehr viel verblassten Glanz und blätternden Putz und wirken im Verein mit den vielen verwilderten Wiesen und Weinbergen ein bisschen traurig. Städte wie Bacharach, Oberwesel oder St. Goar haben da ganz offensichtlich besser die Kurve gekriegt.
Bekanntestes Touristenobjekt ist immer noch der Pfalzgrafenstein, eine im Mittelalter auf einer Rheininsel vor Kaub errichtete Zollburg, welche nach einer lustigen Fährüberfahrt besichtigt werden kann. Dass Blücher in der Neujahrsnacht 1813/14 hier über den Rhein setzte, um den flüchtenden Napoleon zu verfolgen, reißt heute kaum noch jemanden vom Hocker.
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Auffahrt von Kaub durch das Volkenbachtal3 km310 HmSchön: 3 SterneHart: 4 Sterne

Auffahrt von Kaub durch das Volkenbachtal  3 km / 310 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Auffahrt von Kaub durch das Volkenbachtal
In Kaub (85 m) münden zwei steile Seitentäler von der Taunushochfläche in den Rhein. Durch das breite nördliche (das Blüchertal) führt die Straße nach Dörscheid und Weisel, das engere südliche ist das Volkenbachtal. Die Talstraße zweigt etwa 200 m vor dem Kauber Bahnhof von der (inneren) Hauptstraße ab. Es gibt keinen Wegweiser nach Sauerthal und auch die auf alten Karten eingedruckte Loreley-Burgen-Straße ging offensichtlich schon lange den Weg alles Irdischen – am besten orientiert man sich an den Schildern Richtung Haus Elsenburg.
Auf gut zu fahrendem, neuem Straßenpflaster wendet man sich dem Berg zu, und was sich da vor einem auftürmt, ist nun wirklich sehr beeindruckend: Mit gut 20 % Steigung zieht die Rampe am alten Schiefermahlwerk vorbei hoch in den engen Taleinschnitt… und wenn man da noch denkt: „Bestimmt ist gleich wieder Schluss, das kann ja gar nicht so weitergehen!“… es geht so weiter, und zwar gut 300 m lang. Erst danach folgt ein kurzes erlösendes Flachstück zum Erholen.
Man passiert das besagte CVJM-Haus Elsenburg und steuert auf eine Straßenteilung zu. Ein vollkommen verrostetes Hinweisschild der Loreley-Burgen-Straße gibt die Richtung vor, und es ist – wie zu erwarten war – natürlich die rechte, steilere der beiden Möglichkeiten. Mit durchschnittlich 10 bis 12 % kurbelt man am Hang entlang auf ein hübsches schieferverkleidetes Fachwerkhaus zu, welches zum Ensemble der stillgelegten Schiefergrube Ernestineschacht gehörte und das man in einem Canyon aus hoch aufragenden Bruchsteinmauern passiert.
Mittlerweile auf Asphalt arbeitet man sich nun etwas weniger anstrengend unterhalb der haushoch aufgeschütteten Abraumhalde des Rennseiterstollens weiter aufwärts und erreicht ein idyllisch anmutendes Ferienhäuschen. Danach umfängt uns endgültig der Wald und gibt uns erst 1,5 km weiter oben auf der Passhöhe wieder frei. Erholungsstücke gibt es nun keine mehr, der Fahrweg windet sich mit relativ gleichbleibenden 9 bis 12 % Steigung bergauf. Besonders unangenehm bleibt das Teilstück unterhalb des Wanderparkplatzes in Erinnerung, eine Schlangenrampe à la Marie Blanque- Westseite, sauhart nach dem Vorangegangenen und scheinbar endlos.
Ist man dann endlich oben auf dem freien Feld, darf man wirklich stolz auf sich sein. Der Falkenstein in der Nordpfalz ist vielleicht einen Tick steiler, aufgrund des fehlenden Restprogramms insgesamt jedoch eher leichter. Ein schöner Blick auf den Sauerberger Hof und die Sauerburg belohnen für die Mühe, und dann natürlich die rasante Steilabfahrt nach Sauerthal, zwar ebenso schmal, aber auf exzellentem Asphalt.
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
bruchpilot Mail an Absenderohne Zeit09.09.2009
Tobias Stefes Mail an Absenderohne Zeit11.03.2011
wwradler Mail an Absenderohne Zeit11.03.2011
kletterkünstler Mail an Absenderohne Zeit01.03.2012