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Schlappold-Alpe (1710 m) Alpe Schlappold, Station Schlappoldsee (1769 m)

Schlappold-Alpe.
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Auffahrten

Von Louis – Der Anstieg ist mit 7,2 Kilometern recht kurz, beinhaltet aber 865 Höhenmeter, was einer Durchschnittssteigung von 12,1 % entspricht.
Als Ausgangspunkt habe ich die Skiflugschanze am Eingang des wunderschön gelegenen Stillachtals gewählt. Von Oberstdorf kommend biegt man gleich am Eingang des Tals rechts von der Hauptstraße ab und überquert die Stillach. Die Skiflugschanze lässt man rechts liegen und begibt sich auf die ersten steilen 700 m, wo die Steigung um die 15 % pendelt.
Schließlich erreicht man eine Anhöhe und die nächsten 800 m sind leicht abfallend, ehe man das Gehöft Ringang erreicht. Dieses Stück sollte man genießen,denn es ist das einzige Flachstück des gesamten Anstiegs. Man könnte auch hier den Beginn der Steigung markieren, dann läge die Durchschnittsteigung bei 13,5 %, da das kurze Flachstück ausgespart werden würde, aber ebenso würden dann die ersten 700 m mit um die 15 % fehlen.
Nun geht es links weg und zunächst bleibt die Steigung noch im relativ humanen Bereich von 8 bis 9 %. Wir pedalieren an Almwiesen entlang und durch kurze Waldstücke. Man unterquert die Fellhornbahn und blickt hinunter auf die Talstation. Wer mehr über das Fellhorn wissen will, kann sich hier informieren. Dort findet ihr auch aktuelle Infos zur Wetterlage.
Weiter geht es in Serpentinen immer entlang der Fellhornbahn. Die Steigung nistet sich nun in Bereichen zwischen 14 und 17 % im Mittel ein, im Maximum erreicht sie über 20 %. Wohl dem, der nun noch genug Kraft hat, den teilweise schönen Ausblick auf die höchsten Gipfel des Allgäus zu registrieren. Mir war das beim Aufstieg ehrlich gesagt nicht vergönnt. Trotz einer vermeintlich kleinen Übersetzung von 30/25 bin ich schnell an meine Grenzen gestoßen. Meine Geschwindigkeit unterschied sich kaum von der eines Bergwanderers. Der Wunsch nach einem flacheren Abschnitt ( zumindest mal weniger als 10 % ) wurde von Meter zu Meter größer und dieses kleine Almsträßchen schien mir aus Trotz immer eine noch steilere Rampe vor die Nase zu setzen.
Mein gequälter Wiegetritt führte mich vorbei am 1289 m hoch gelegenen Schlappoldhöfle, wo eine Pause möglich ist und ein Brunnen zur Erfrischung bereitsteht. In der kurz darauffolgenden 20 % steilen Rampe war dann Schluss mit lustig. Ich stoppte unter einer schattenspendenden Tanne, nahm einige Schlücke aus meiner Trinkflasche, da es während der Fahrt aufgrund der Steilheit praktisch unmöglich ist, Flüssigkeit aufzunehmen, und stellte mir die elementare Frage nach meiner Daseinsberechtigung auf diesem Almweg. Was hatte ich hier mit meinem Rennrad zu suchen, auf einem Anstieg, den offensichtlich selbst sämtliche Mountainbiker der Region mieden? Auf der gesamten Fahrt ist mir tatsächlich nur einer begegnet.
Ich weiß zwar nicht, was mich dazu getrieben hat weiterzufahren, aber etwas später befand ich mich wieder auf meinem Rad und kroch weiter nach oben, Serpentine um Serpentine, vorbei an Skipisten und Liftanlagen, diese Almhütte wollte einfach nicht auftauchen. Unaufhörlich hangelt sich der Weg den Hang hinauf.
Nach etwa zwanzig Serpentinen, als ich meinen Glauben an den Radsportgott schon längst begraben hatte, tauchte sie dann auf. Kurz nachdem ich den Schlappoldbach überquert hatte, erblickte ich rechterhand das Ziel. Die letzten 500 m sind mit 10 % sogar recht flach und wer den mörderischen Mittelteil überstanden hat, der kann über solche Steigungswerte nur lachen.
Am Ziel angekommen besteht nun die Möglichkeit, dem vollkommen ausgepumpten Körper wieder etwas Leben einzuhauchen, denn die Alm bietet ein reichhaltiges Angebot an Getränken und auch für den kleinen Hunger ist gesorgt. Die Aussicht entschädigt für einiges und die ehrfürchtigen Blicke der Sandalenwanderer, die vorzugsweise mit der Fellhornbahn hier hinauf kommen, hat man auch sicher.

24 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:46:01 | 16.09.2015
hivibub
Mittlere Zeit
00:55:00 | 13.08.2016
bb_muc
Dolce Vita
01:08:00 | 03.10.2006
Garbus
Diese Beschreibung ist ganz frisch bei uns eingegangen und befindet sich noch nicht in Redaktion. Der Beitrag wird noch redigiert.
Von kletterkünstler – Als ich und Velocipedicus, froh die Plackerei endlich geschafft zu haben, auf der Terrasse der Schlappolalpe saßen, Radler, Spezi, Apfelschorle, Kuchen und Brotzeit sowie die herrliche Aussicht bei bestem Wetter genossen, fiel uns auf, dass das Asphaltband noch weiterführt. Das mussten wir natürlich ausprobieren, und da wir schon ahnten, dass spätestens an der sichtbaren und nicht allzu weit entfernten Station der Fellhornbahn Schluss sein muss, gab es auch kein Zögern. Die paar Meter würden wir auch noch schaffen, um Track und Beschreibung einzusacken.
Mit vollen Bäuchen hebten wir uns also auf unsere Räder und erfreuten uns erstmal an dem flachen Abschnitt zu Beginn. Kommt man zur Schlappoldalpe, biegt der Weg unmittelbar vor dieser nach links weg und man bewegt sich zunächst in die entgegengesetzte Richtung aus der man gerade gekommen ist. Es geht also südwärts. Dabei verlieren wir sogar wieder ein paar Höhenmeter und haben Zeit, die fantastische Bergwelt um uns herum zu bestaunen, insbesondere das hochalpine, berühmte Dreigestirn am Allgäuer Hauptkamm, bestehend aus der Mädelegabel (2645 m), der Hochfrottspitze (2649 m) und der Trettachspitze (2595 m).
Sobald wir am Schlappoldsee einen kleinen Bach überqueren, beginnt die Schlusssteigung. Glücklicherweise war das Viehgatter bei uns geöffnet und erst bei der anschließenden Abfahrt geschlossen, denn die folgende Gerade war bei unserer Befahrung ganz ordentlich mit rutschigem Splitt bedeckt, sodass ein Anfahren nicht ganz einfach geworden wäre. Noch sind es nur harmlose 10 bis 12 %, auch wenn der Track hier schon 17,5 % angibt. So steil war es nicht.
Das ändert sich mit der markanten Rechtskurve, in deren Verlauf wir die Richtung um 180 Grad wechseln. Diese letzte Rampe zur Mittelstation der Fellhornbahn hat es in sich. Hier hat es sicher mehr als die im Profil auftauchenden 17 bis 18 %. So wie wir kämpfen mussten, wird die 20 %-Marke noch einmal geknackt. Zum Glück nun ohne Splitt, dafür begleitet von staunenden Blicken der Wanderer und Seilbahn-Touristen, die einem dann durchaus auch mal ihren Respekt vor dieser Leistung bekunden.
Der Asphalt endet dann hinter der Seilbahnstation, wo die See-Eckbahn endet und der Gipfel des Fellhorns (2038 m) über uns thront. Auch hier kann man sich wieder stärken und dabei die phänomenale Aussicht von der auf einem schmalen Vorsprung vor der Station liegenden Terrasse genießen. Bei der Schlappoldalpe geht es jedoch etwas uriger zu.
3 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
00:14:10 | 19.10.2017
Stueffler
Dolce Vita
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