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Schneeberg (Fichtelgebirge) (1051 m)

Auf dem Schneeberggipfel. Im Vordergrund der Aussichtsturm ("Backöfele"), im Hintergrund der ausgemusterte Radarturm

Auffahrten

Von Mathias_Trebgast – Der Autor gönnt sich das etwas zweifelhafte Vergnügen an einem sonnigen, warmen Spätsommertag. Als Startort bietet sich Bad Berneck an (die Anfahrt vom Heimatort des Autors, Trebgast, verläuft völlig flach und muss nicht beschrieben werden). Dieser bis zur Wende blühende Kurort ist heute weitgehend tot, liegt aber bezaubernd tief eingeschnitten in einem Tal. Dort verläuft auch der Weißmain-Radweg, der einen bis zum alten Bahnhof Bischofsgrün bei der Glasermühle führt. Dieser über 10 Kilometer lange Radweg auf der früheren Bahnstrecke führt ständig leicht bergauf, ist voll asphaltiert, verläuft fast komplett im Wald und lässt sich hervorragend befahren.
Nach einem kurzen Stück auf der B303 (Vorsicht! Enormes Verkehrsaufkommen, vor allem LKWs) biegt man rechts nach Bischofsgrün ab. Auf etwa einem Kilometer steigt die Strecke hier erstmals richtig an – leider verliert man die meisten der eben erstrampelten Höhenmeter durch eine Abfahrt am Ende des Luftkurortes wieder.
Hier zeigt sich auch erstmals das Ziel: Der 1051 Meter hohe Schneeberg.

Der geneigte Radler steht also nun vor der Aufgabe, auf den verbleibenden fünf Kilometern gut 450 Höhenmeter zu meistern. Anfangs ist die Steigung noch erträglich: Vorbei am Hotel Kaiseralm, über die B303 – eine einstmals gefährliche Kreuzung wurde hier komplett entschärft und durch eine Überführung ersetzt – erreicht man schnell die Höhenklinik. Kurz dahinter biegt man dann in die eigentliche Gipfelstraße ein. Diese hat auf 3,5 Kilometern Länge fast durchwegs eine Steigung von über 10 Prozent – besonders unangenehm bleibt mit ein Stück im Mittelteil in Erinnerung: kerzengerade, mindestens 15 % Steigung.
Doch auch das ist irgendwann geschafft, dann wird es wieder etwas flacher, und man erreicht durchgeschwitzt den Gipfel. Vom Aussichtsturm, dem so genannten Backöfele, der einen zugegebenermaßen nicht sehr vertrauensvollen Eindruck vermittelt, bietet sich ein phantastischer Ausblick Richtung Frankenwald, Steinwald und sogar zum Erzgebirge.

Bei der Abfahrt muss man aufpassen, verleiten doch die langen Geraden zu hohen Geschwindigkeiten.

Wer nach diesem Gipfelsturm auf den Geschmack gekommen ist, dem sei eine Weiterfahrt über Weißenstadt auf den Waldstein (auch hier führt eine Straße bis fast zum Gipfel) empfohlen. Auf dem Rückweg lädt der Weißenstädter See zur Rast und auch zum Baden ein, wenn das Wetter entsprechend ist.

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Schnellste Zeit
00:25:10 | 23.05.2015
TeEs
Mittlere Zeit
00:28:30 | 05.06.2013
OeTTZI
Dolce Vita
00:35:00 | 09.05.2009
MaddinXXL
Von Velocipedicus – Wer über die Nordseite den Schneeberg erfahren möchte, muss vorher noch den Schneebergpass, auch Schneebergstraße genannt, mitnehmen. Das bedeutet konkret, wir starten außerhalb von Schönlind in einer Senke. Gleich zu Beginn sind dabei die größten Steigungswerte zu meistern. Während die Steigung wieder verflacht, können wir rechter Hand wunderbar zum Großen Waldstein hinüberblicken.
Es zieht nun beidseitig Nadelwald auf, der uns über die Passstraße bis zum Gipfel begleitet. Nach 1,5 Kilometern zieht die Steigung unterhalb der Egerquelle wieder an. Den Parkplatz erreichen wir nach 2,3 Kilometern, wo die Straße erneut flacher wird. An das Passschild kommen wir nach 3,2 Kilometern und verlieren im Anschluss in einer kleinen Abfahrt etwas an Höhe. Bei dieser flotteren Fahrt dürfen wir die Abzweigung nach links zum Schneeberg nicht verpassen (Km 3,9).
Jetzt beginnt die eigentliche Kletterei mit Steigungswerten nicht unter acht Prozent. Ein allgemeines Verbotsschild und die Schranke nach 300 Metern halten den Motorverkehr zum Glück fern. So haben wir die gut ausgebaute Straße mit wenigen E-Bikern und Wanderern fast alleine. Nach den ersten scharfen Steigungsmetern bis kurz nach der Schranke können wir uns bis zu einer Rechtskurve erholen. Es folgen drei längere Geradeausabschnitte, von denen gleich der erste etwas zermürbend wirkt, der zweite und dritte sind dafür kürzer. Bei der kurvenfreien, anstrengenden, steilen Fahrt wird auch an die Moral appelliert.
Nach rund sechs Kilometern nimmt die Trasse einen weiten Rechtsbogen. Die Steigung wirkt nun nicht mehr ganz so bedrohlich. An einer Lichtung scheint nun die Höhe ganz nah und nach der Bergwachthütte ist es nicht mehr weit bis zu den Betonbauten der Sendeanlagen. Zum Turm hin müssen wir dann aber ein paar Meter laufen oder unser Rad à la Crosser geschickt bewegen.
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